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drum froh ich bin

01 August 2014

Zwangsweise schlendere ich zum Optiker, der mich mit wissendem Grinsen begrüsst, wir hatten am Vortag um mein Dilemma telefoniert. Er hätte es mir gleich gesagt das diese Aufsätze nichts taugen. Ich bestätige kleinlaut. Er nimmt die Bruchteile in Empfang, schiebt sie wortlos in seine Schublade am Schreibtisch und schaut mich frech an. “Was machen wir?” Er spricht nicht über Geld. Er ist nett, doch noch eine Brille kaufen mag ich auch nicht. Eine Sonnenbrille mit Stärke hätte ich aber schon gerne und bräuchte zudem auch eine. Wir reden und frotzeln uns gegenseitig ein wenig um Uhren und Autos, Urlaub und so weiter, bis ich ihn frage wie er dazu stünde, wenn er ein Brillengestell von mir bekäme und nur die Gläser beschaffen soll. Er hätte kein Problem damit, käme aber auf das Gestell an.

Am Vortag steckte ich meine uralt Ray-Ban aus den späten 90-igern in den Rucksack. Bis zu dem Zeitpunkt habe ich mich nie wirklich gefragt, warum ich ausrechnet die Sonnenbrille nicht entsorgt habe. Hier war ich plötzlich froh drum mich an sie erinnert zu haben. Sie lag die ganzen Jahre in der Brillenlade, die vornehmlich die Gattin mit ihren abgelegten Gestellen bevölkert. Er nimmt die Brille in Empfang und staunt. Au, sagt er, mit dem enthusiastischen Ton eines Optikers, der seine Job gerne macht, eine schöne alte Ray-Ban, gut gearbeitet, gute Scharniere, kein billiger China-Plastik-Scheiss dran, ein paar normale Tragemacken, aber nichts schlimmes. Die würde er mir sehr gerne wieder richten und auch Gläser mit meiner Stärke einbauen, das ginge prima, sie wäre wie dafür gemacht. Wir werden uns auch preislich einig, den Versuch mit dem Aufsatz lässt er erneut grinsend in der Schublade. 

Und da ist sie wieder, meine alte Recycling Brille:

Rayban

Ich mag meinen Optiker.

 

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Einkaufszicken

27 July 2014

<rant on>

“Sie kommen zurecht?” Alleine auf die Frage könnte ich beim Betreten eines Ladens schon aus der Haut fahren. Das ist eine Feststellung und keine Frage/Angebot zur Hilfestellung. Wie soll so verkaufen überhaupt gehen? “Kann ich Ihnen helfen” oder “Darf ich Ihnen etwas zeigen?” das sind Fragen, die ich von einem professionellen Verkäufer beizeiten erwarte. Und selbst wenn man als beflissener Verkäufer aus einem innern Zwang heraus diese Fragen stellen muss, wer hat diesen NervTroddeln beigebracht in den Laden schlendernde Kunden quasi auf dem Weg zum Regal schon derart banal in den Arm zu fallen?

Wenn ich wachsam genug bin,reagiere ich auf diese Frage meist gar nicht und ignoriere die Person einfach. Das sorgt für Verwirrung und ich kann vielleicht meines Weges gehen. Doch dann gibt es welche die folgen mir frech, glauben sie doch man hat sie _nur_ nicht verstanden. Plötzlich stellen sie sich quasi vor einem ins halbe Sichtfeld und fragen wieder: Sie kommen zurecht? … *argh

Ist das so schwer zu verstehen, dass es Kunden gibt, die sich zuerst oder grundsätzlich alleine umsehen und nicht behelligt werden wollen? Das sieht man Kunden doch an, ob sie Dialog/Hilfe haben wollen und ich bin ganz bestimmt kein Profi auf dem Gebiet. Nehmt euch ein Beispiel an den P&C-Verkäufern/-innen oder denen bei Karstadt, zumindest bei den Meisten in Wiesbaden. Unauffällig und dezent kommen sie erst zu einem wenn man sie direkt anschaut und ihnen direkt zu verstehen gibt, dass sie nun gebraucht werden. Ansonsten räumen sie auf und halten die Klappe, sind freundlich und nett – aus der Distanz.

Wirklich übel in der Hinsicht sind die Verkäufer in Wiesbadens Läden Engbert und Eckerle, Ansons hat sich diesbezüglich schwer gebessert, dort kann man direkt wieder shoppen gehen. Bei den anderen Beiden hat man kaum die Türschwelle überschritten, wird man mindestens schon 2 Mal gefragt: “Sie kommen zurecht/Kann ich Ihnen helfen?” oder man wird verfolgt und sofort wenn man steht vor dem Regal zum Showdown gestellt. Fortan darf man dann fast nicht mehr alleine im Laden herumlaufen. ES NERVT FÜRCHTERLICH.

</rant off>

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semi-elegant

26 July 2014

Sonnenbrillenaufsätze zum Anklemmen für normale Brillen vertragen übrigens keinen Freien-Fall-Sturz >35cm. habe ich heute getestet. Im Versuch es nicht noch schlimmer zu machen, halte ich dem filigranen Ding im Fallen noch meinen Fuss hin, doch rauscht es daran vorbei. Ich hätte schwören können, ein sich entfernenden irres Lachen gehört zu haben, Wenn der Aufsatz wenigstens in den Gully keine 2 Meter weiter gerutscht wäre, könnte ich die Stadtwerke beklagen, warum jetzt ausgerechnet dort ein Gully sein muss. Aber ach, mal eben semi-elegant 60€ versenkt. Es ist nicht unbedingt das Geld, vielmehr die eigene Schussligkeit *argh

Miguel head wall

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Happy SysAdmin-Day

25 July 2014

Diese aus den USA stammende Sitte, einmal im Jahr den SysAdmins (click) dieser Welt “Danke” zu sagen, finde ich gut. Ist ja kein Kunststück, gehöre ich doch selbst zu der Spezies. Auch, oder besser obwohl den SysAdmin-Day kaum einer der regulären Bürobelegschaft kennt oder begehen will, sage ich meinen Kollegen in anderen Unternehmen die dort nach dem Rechten sehen “DANKE” und schenke mir selbst auch gleich eine angemessene MiniTorte:

 

IMG 1826

For all the SysAdmins out there and myself as well: Happy SysAdmin-Day!
You guys are awesome – (I mean it)

 

p.s. Der Screenshot entbehrt nicht einer gewissen Komik. :mrgreen:

Bildschirmfoto 2014 07 25 um 19 02 41

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