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Über die Sinnfreiheit von Meldungen in Software

19 Januar 2017

Bisher habe ich das iPhone via WLan und iTunes über eine bestimmte Playlist automatisch synchronisiert. Das möchte ich jetzt nicht mehr, sondern Musik per drag-and-drop auf iPhone holen. In iTunes lässt sich die automatische Synchronisierung mit der Playlist aber nicht abschalten. iTunes tut so als wenn es das Häkchen entfernen würde, lässt den Nutzer auch “anwenden” drücken, löscht brav und nach Rückfrage die Musik vom iPhone und schaltet am Ende die automatische SyncOption für die Playlist gerade wieder hinzu. 

Beim nächsten Start wird die just gelöscht Playlist direkt wieder aufs iPhone gespielt. Dazu kommen immer wieder 5 Alben zusätzlich hinzu, die weder in der Playlist sind, noch von mir aufs iPhone gezogen wurden. So eine Scheisse macht mich wahnsinnig. 

Letztlich habe ich dem dummen iTunes gesagt, es solle die gesamte Library auf iPhone kopieren und nicht nur die Playlist. Der Sync im iTunes schaut in die Library, stellt dabei erschreckt fest, das das iPhone viel zu wenig Speicher hat. Es gibt stattdessen und aus Verzweiflung eine microsoft’sche Meldung aus

Itunes is drunk

und bleibt ratlos stehen.

haha, aber nun kann ich den Sync mit der Playlist endlich komplett abschalten und ich habe meinen Willen. Most Advanced OperatingSystem my ass. Ich nenne das Murks.

2 Kommentare | Rubrik(en): ge'Apple't, gewundert | Tags: , , , , , ,


Zicken-NAS

07 Januar 2017

Das Backup-NAS meldet sich mit einem Problem. Der einmal im Monat laufende SAMRT-Test der alten Platte meckert darüber, dass ein “complete-read-write-fail” aufgetreten ist. Die Oberfläche des Backup-NAS meldet zwar der Platte ginge es gut, doch dem SMART vertraue ich mehr. Die Platte muss raus, denn der baldige Ausfall ist im Bereich des Wahrscheinlichen.  

Auf Amazon entscheide ich mich erneut für eine WD-RED, also eine Platte speziell für NAS konzipiert. Zum Austausch fahre ich das NAS herunter, nehme den Träger aus dem NAS, tausche die Platte aus und schalte das NAS wieder an.

Nach weniger Minuten kann ich die Oberfläche wieder aufrufen und im Speichermanager die neue Platte sehen. Die ist natürlich noch nicht nutzbar, weil neu und noch nicht formatiert. Beim Versuch dieses zu tun, kommt jedoch vom NAS immer wieder der Fehler

“[Single Disk Volume: Drive 1] Formatting failed(Cannot unmount disk)“

Ratlos recherchiere ich und finde heraus, das dies scheinbar eine Eigenart des QNAP-2-Bay-NAS ist. Die erste Platte in einem 2-Bay-NAS ist die Platte auf der auch das System selbst läuft, die kann nicht im laufenden Betrieb neu formatiert werden, man läuft sonst in ein Henne-Ei-Problem.  

Die Platten #1 und #2 einfach zu tauschen löst das Problem auch nicht, weil auf der Platte #2 das System nicht zu finden ist, also wird das NAS Startprobleme haben. In einem 4-Bay NAS mit RAID 5 kann man die neue Platte einfach einstecken, das System kümmert sich um alles weitere. Mein Backup-NAS ist nur ein 2-Bay (Schächte). 

Die Lösung ist eine komplette Neuinitialisierung des NAS:

  • man sollte ein valides Backup der Daten haben, oder sofern die ‚malade‘ Platte noch nicht ausgefallen ist sollte man dieses nun erzeugen, denn am Ende der folgenden Vorgehensweise sind die Daten weg, das lässt sich leider nicht vermeiden
  • in der Systemsteuerung eine Sicherung der Config herunterladen
  • NAS über die Oberfläche sauber herunterfahren
  • beide Platten aus der jeweiligen Schachtverankerung lösen und etwas herausziehen
  • das NAS starten und evtl. mit dem Qfinder im Netzwerk suchen (nur falls der DHCP eine andere IP vergibt)
  • die Oberfläche begrüßt mich mit dem Assistenten zur Neuinitialisierung des NAS
  • dem Assistenten folgen, bis die Aufforderung kommt die erste Platte wieder einzustecken
  • dann die Einrichtung von Netzwerk, Zeitzone, NTP, bis es zur Einrichtung der Festplatten geht
  • für meine Zwecke reicht ein JBOD, ich stecke die 2.Platte wieder ein und kann nun das JBOD auswählen
  • die beiden Platten werden anschliessend neu formatiert und in das neue JBOD eingebunden
  • nach 15 Minuten ist das BackupNAS wieder online und hat das JBOD online
  • nun noch die zuvor gezogenen Sicherung der Config wieder zurückspielen und im Freigabemanager ggf. die Freigaben überprüfen und ggf. neu erstellen

Die Oberfläche des Systems suggeriert einem, das man die Platte quasi im laufenden Betrieb austauschen kann. Man kann nicht, deshalb dieser Blog-Eintrag.

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Im Share/Teilen Menü in macOS fehlen Einträge

28 Dezember 2016

Es ist mir jetzt erst aufgefallen, doch im Share/Teilen Menü unter macOS fehlten diverse Einträge, um z.B. Sachen direkt per Mail oder iMessages verschicken zu können. Man kann durch alle möglichen Menüs hüpfen, man findet die fehlenden Optionen auch nicht mehr bei den Diensten, oder nach dem mittlerweile schon reflexartigen Löschen der diversen *.plist Files im Application Support oder Preferences Ordnern der eigenen Library.  

So sah das beschädigte Menü z.B in der Vorschau aus. Es fehlen bei mir E-Mail, Evernote (wurde zwischenzeitlich sowieso entfernt) und AirDrop.

 

Die Lösung ist wie so häufig das gute alte Terminal, von der die auch in Zukunft hoffentlich die Hände lassen, weil die ja keiner mehr benutzt und man ja alles in der Oberfläche erledigen kann. So eine Scheisse erwarte ich irgendwann tatsächlich zu lesen. Wie auch immer:

  • Terminal öffnen
  • /System/Library/Frameworks/CoreServices.framework/Versions/A/Frameworks/LaunchServices.framework/
    Versions/A/Support/lsregister -kill -seed
  • Enter drücken und  warten, es braucht etwas Zeit. Danach sieht das Menü wieder so aus:
  • und funktioniert auch wieder.

Gefunden habe ich das auf Apple-Support – allerdings mit englischen Suchbegriffen, die deutschen Wörter haben in Google nur zu verzweifelten Foreneinträgen geführt. Anstatt das Problem zu fixen baut man also auch bei Apple nun FAQ und überlässt es dem geschröpften User sich selbst zu helfen, kann ja auch jeder. 

Den Status der fehlerfreien zuverlässigen Software haben Apple für mich nicht mehr, dafür erlauben die sich zu oft ein „kann ja mal passieren“ und kümmern sich nur zaghaft darum. Aber hey, mit 10.12.2 haben wir endlich die lange gebrauchten neuen Emojis bekommen.  :rage: 

Dear Apple, fix your damn System! You’re about loosing it.

 

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