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Stöckchen – 11 Fragen

29 August 2015

Tante Emma vom kleinen Gemischtwarenladen fragt und damit man nicht nein sagen will, hält sie jedem potentiellen Stöckchenadressat ihr Töchterchen vor die Nase. Kindchenschema und so, man soll sie als sehr unglückliche Mutter sehen, wenn man nicht antwortet. Dem Kind zuliebe. Perfide, aber wirkungsvoll.

1. Warum hast Du mit dem Bloggen begonnen? Eines Abends im Chat mit einer lieben Freundin zeigte sie mir, dass sie anstelle eines Tagebuches ein Blog eröffnen wollte. Schon vorher hatte ich mich an anderer Stelle erfolglos im bloggen versucht. Erfolglos deswegen, weil ich es an falscher Stelle und mit ungeeigneter Technik tat. Persönliches Tagebuch ist nicht mein Ding, aber hin und wieder aus dem Alltag zu erzählen indes schon. So kam ich drauf es noch einmal mit WordPress zu versuchen.

2. Welcher Artikel hat völlig zu Unrecht zu wenig Aufmerksamkeit erhalten? Ich wüsste keinen Beitrag, der nach meinem Verständnis ungerechterweise untergegangen sein könnte. Welcher Beitrag hat Dir bisher am meisten bedeutet? => http://www.thatblog.de/2008/05/28/damals-1991/

3. Hund oder Katze? Warum? Hund. Ich mag es nicht, wenn Katzen überall in der Wohnung herumlungern, Hunde machen das nur auf dem Boden oder der Couch und sind folgsamer als Katzen, kratzen nicht wenn der Hafer sticht und müssen nicht vor die Tür begleitet werden. Ich mag Gassi gehen.

4. Für was kannst Du Dich zu jeder Tages- und Nachtzeit begeistern? Gitarre, Online-Gaming (CS:GO), Internet, meine Musik-Libary,

5. Ohne welches Lebensmittel könntest Du nicht leben? Keine Einschränkung, außer Leber und Spargel.

6. Welches ist Dein Alltime-Favourite-Buch? Und warum? Jenseits von Afrika, weil mich die Geschichte einfach jedes Mal wieder holt.

7. Was bringt Dich sofort auf die Palme? persönliche Angriffe, eine ’nach-mir-die-Sinflut’ Einstellung, %einiges sehr privates%

8. Was ist eine echte Macke von Dir? Ich habe meine Sachen gerne und sicher im Griff, das kann für andere manchmal sehr nervig sein.

9. Wenn Du eine Sache in Deinem Leben ändern könntest, welche wäre das? Es gibt bestimmt etwas, mir fällt aber nichts ein.

10. Mit welcher Person des öffentlichen Lebens würdest Du gerne eine private Unterhaltung führen? Warum? Es gibt natürlich öffentliche Menschen für die ich ein gewisse nicht näher erklärbare Sympathie hege, aber deswegen mit denen privat reden? Ich wüsste gar nicht worüber.

11. Wein oder Bier? Bier. Nennt mich Banause, ich finde Wein schmeckt scheisse und das Gedöns beim gesellschaftlichen Essen geht mir auf den Sack. Schon alleine deswegen brüskiere ich bei Bedarf gerne und bestelle mir als einziger ein Bier.

Stöckchen sollen ja weiter gereicht werden. Da ich kein Kleinkind habe, dass ich Ihnen allen potentiellen Opfern entgegen halten könnte, oder Katzenbabies oder Otter, dürfen Sie somit frei entscheiden, ob Sie die Fragen mitnehmen und bei sich beantworten. live long and prosper.

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Zwangsgespräch

08 August 2015

Uns drängt es zu einer Pizza und einem Salat, von dem vor kurzem wieder entdeckten alten Pizzabäcker. Ich bin etwas zu früh zum abholen, so werde ich von einem anderen Wartenden in ein Gespräch über den örtlichen Fussballverein verwickelt. Wobei Gespräch ist zu viel gesagt, Monolog trifft es eher. Er versucht mich wortgewaltig mit seinem geballten Wissen um alle möglichen Insights des Vereins zu beeindrucken und je teilnahmsloser ich diesbezüglich werde, um so mehr bemüht er sich mit stechenden Blick und aufmunternden Kopfnicken doch endlich eine anerkennende Reaktion von mir zu bekommen. Um ihm die Last etwa zu nehmen drehe ich mich von ihm weg und beschäftige mich mit dem Smartphone. Juckt ihn aber nicht sonderlich, spricht er halt einfach lauter. Der Blick des Pizzabäckers und meiner treffen sich und nahezu gleichzeitig rollen wir unauffällig mit den Augen. Kurz drauf lachen wir uns an, während der Fachmann die zig Millionen Euro, die dem Verein aufgrund offensichtlich gravierender Transferfehler nicht in die Kassen gespült wurden, fortlaufend wehmütig bejammert. Auch wenn ich eigentlich erst als zweiter dran bin, meine Pizza ist auf wundersame Weise schneller fertig und er schickt mich damit wieder nach Hause.

5 Kommentare | Rubrik(en): genervt, geschmunzelt | Tags: , ,


da macht es pling

08 August 2015

Scheinbar schlafe ich endgültig nicht mehr so tief und fest wie früher noch, denn sonst hätte mich ein sattes *pling* mitten in der Nacht vor kurzem nicht aus dem Schlaf schrecken lassen. “Scheiss Party-People” dachte ich noch und dreht mich wieder um, oder so. Erst am nächsten Morgen sah ich was mich tatsächlich geweckt hatte:

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Und ja, das ist eine Staubschicht unter den verbliebenen Saiten. Schauen Sie bitte nicht hin und gehen weiter. Danke.

2 Kommentare | Rubrik(en): geschehen, geschimpft, gewundert | Tags: , , , , ,


5 und ein halbes

28 Juli 2015

Viele von damals (click) dürften nicht mehr hier sein …… na, einige vielleicht doch noch. 8)

Vor 5½ Jahren habe ich mir in den Kopf gesetzt Gitarre zu lernen. So richtig mit den Noten, die ich in der Schule nicht lernen konnte. Als Ziel am Ende allen Lernens sollte “Fleetwood Mac – Never going back again“ sein. Ambitioniert sicher, doch wenn ich mir etwas in den Kopf setzte arbeite ich dorthin, so lange bis ich selbst einsehe es nicht zu schaffen, oder mir das Erreichen des Ziels von dritten unmöglich gemacht wird.

Die letzten 5 Jahre waren kein kontinuierliches und zusammenhängendes Lernen, Theorie pauken ging mangels Aufnahmefähigkeit absolut gar nicht, aber regelmäßiges Üben ging (meistens). Aus diversen Gründen musste ich die letzen 3 Jahre viele Stunden absagen, z.B. weil der Job es nicht zuließ oder wegen der beidseitigen Sehnenscheidenentzündungen nach dem Renovierungsdrama im Sommer 2013. So kamen Unterbrechungen von mehreren Wochen oder gar Monaten zusammen, wo ich alleine vor mich hin übte oder es gleich sein lies, weil es einfach nicht ging. Üben muss dennoch Spaß machen, wenn man sich zwingt und es mit Widerwillen versucht, dauert es nicht lange und man lässt es sein.

Letzte Woche überraschte meine immer geduldige Lehrerin mich mit der Aufgabe die passenden Noten zu beschaffen. Leicht war es nicht, weil viele Händler nur mit Tabs arbeiten, ich will aber Noten. Die liegen also heute vor uns und wir werden diese nun Takt für Takt durcharbeiten. Sie meint aufrichtig und glaubhaft ich könnte das schaffen, im Prinzip kann ich alles was ich brauche. Wobei ich mir selbst das noch nicht zutraue, sie ist da wesentlich zuversichtlicher.

Und der Zeitrahmen? Bis ich zufrieden mit mir bin.

Also, wir machen das jetzt. :pipe:

12 Kommentare | Rubrik(en): gefühlt, geflucht, gefreut, gehofft, gelernt | Tags: , ,


erste Male

24 Juli 2015

Erste Male passieren im späten Alter ja nicht mehr so häufig.

Mir sind Bermudas ausgegangen, bzw. ich mag die Alten nicht mehr sehen oder sie waren zu groß. Der Versuch neue zu kaufen scheiterte an den mitunter unverschämten Preisvorstellungen, dabei habe ich noch nicht mal nach teurer Qualität Ausschau gehalten. Doch für ein paar schludrige Jeans-Bermudas ~50€ zu verlangen, hat mir die Suche gründlich vergält. Außerdem sassen die nicht sonderlich gut. Es mag sen, dass ich hier sehr wählerisch bin, denn Jeans müssen schlicht passen, also so richtig. Selbst wenn die frisch aus der Wäsche kommen muss man da einfach so reinschlüpfen können und sie muss wohlfühl-genau sitzen, ohne zwicken und so. Solche Jeans habe ich und trage sie in der Öffentlichkeit, bis kurz davor man sich deren eigentlich schämen muss. Zur Zeit sind aber alle einwandfrei, also keine die ich kürzen könnte.

Vor einigen Jahren hatte ich ein Paar, die ich ungeschickterweise unterhalb des Knies eingerissen hatte. So was kann ich nicht mehr tragen, Reparatur ging nicht, weil zu teuer und dann sicher noch sichtbar, aufheben machte so keinen Sinn, also weg damit.

Meine Enttäuschung über die Preisvorstellungen des lokalen Einzelhandels nahm die Gattin zum Anlasse mir einen Tag später eine Tüte auf den Tisch zu legen. Sie ahnen es, in der Tüte lag die eigentlich damals entsorgte Jeans. Warum sie die Tüte seinerzeit aus dem Container gezogen hatte, konnte sie nichtmal mehr sagen, aber das ist auch nicht wichtig. Sie hatte, also was solls.

Sie sollten noch wissen, bei uns bin ich eher der Entsorger alter und defekter Dinge, sie möchte selbst nutzloses Gerümpel irgendwie immer verwahren. Das geht natürlich nicht immer konfliktfrei wie Sie sich denken können. Derartige Verwahrungen münden auch gerne mal in spontan-wüste Verräumungsaktionen, um Platz noch optimaler zu nutzen. Merkwürdigerweise fallen diese Aktionen fast immer nur meine Gegenstände zum Opfer, was wiederum erneut nicht immer ohne Zwist von statten gehen kann.

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Jedenfalls lagen also die Hosen auf dem Tisch und eine Schere noch oben drauf. Ich solle mir die Hosen einfach selbst schneiden, dann wäre es auch endlich mit dem Geschimpfe vorbei. Es nerve. Ich verstand nicht was sie meinte, aber die Hosen passten wieder/immer noch und der Schnitt ging auch ruck-zuck. Noch nie habe ich mir Hosen in der Absicht abgeschnitten, diese später wieder zu tragen. Nun habe ich meine alten sau-wohlfühl-immer-passen-Jeans wieder und sogar sommertauglich. Und was zieht der Mann darunter wenn er mit den Hosen auf die Strasse geht? Sneakers? Flip-Flops? Mitnichten. Es gibt Alternativen auch für Herren:

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Sieht vielleicht ungewöhnlich an einem Kerl aus, weil im Straßenbild ja eher Mädchen und Frauen diese Schlappen tragen, es juckt mich aber nicht weiter, sie sind saumäßig bequem. Und geben auch irgendwie ein leichtes Urlaubsfeeling im Alltag. :lol: :pipe:

13 Kommentare | Rubrik(en): gegönnt, genossen, geschafft, geschehen | Tags: ,


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