Peinliches online: «Da ist kein Entfernen-Knopf»

Im Alter von 16 Jahren sieht man die Welt anders als mit 30. Man stellt etwas über sich ins Netz – als Text, Bild oder Video -, freut sich kurz darüber, dass das Veröffentlichen so einfach ist, und vergisst das Ganze dann wieder. Dumm nur, wenn zehn Jahre später beim entscheidenden Einstellungsgespräch für den Traumjob solche Dokumente plötzlich auf dem Schreibtisch des Personalchefs liegen.
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Oder: Man mag sich die Gehässigkeiten des Nachbarn nicht länger gefallen lassen und pampt mal so richtig zurück. Der Mann aber ist ein leidenschaftlicher Weblogger und postet den Wortwechsel samt einiger intimer Details in seinem Internet-Tagebuch. Das wird leider auch noch gut besucht, sodass genau dieser Eintrag bei der Google-Suche zum eigenen Namen ziemlich prominent platziert ist.

Lange hieß es, da könne man eben nichts machen. Was einmal im Netz stehe, bekomme man so leicht nicht wieder heraus. Der US-amerikanische Jurist und Geschäftsmann Michael Fertik widerspricht solchen Aussagen vehement. Er hat im Herbst des Jahres 2006 Reputation Defender gegründet und steht ihm seither als CEO (Chief Executive Officer) vor. Der Online-Dienst bietet seinen Kunden gegen Bezahlung an, missliebige Einträge über die eigene Person wieder aus dem Internet zu entfernen.

Anfangs gab es die Seite nur in den USA, mittlerweile erstreckt sich das Angebot auf über 20 Staaten. Seit Mitte Januar gibt es auch einen deutschsprachigen Ableger. Im Netz anfangs als sinnvoller Nutzerschutz bejubelt, mehren sich nun auch die kritischen Stimmen über den Dienst. Mit solchen Methoden könne man auch die Meinungsfreiheit beschränken, war zuletzt öfter zu lesen. ….. [Quelle: Netzeitung]

WebSite: http://www.reputationdefender.com/

Anmerkung:
Das beweißt mir: es lässt sich mit mit nahezu allen auch noch so idiotischen/abwegigen Ideen, eine möglicherweise ausreichende Menge Geld verdienen. Obelix lag definitiv falsch.

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