Schmeckt wieder!

Diesen Donnerstag und Freitag war ein Company-Workshop, ein so genanntes „Offsite-Meeting“ anberaumt. Also raus aus dem Office und rein ins Hotel. Details gehören nicht hier hin, nur soviel => es waren fruchtbare und zugleich denkwürdige 2 Tage in Darmstadt. Zudem muss ich gestehen, dass ich mein per se vorhandenes Misstrauen gegenüber solch esoterisch anmutenden Veranstaltungen diesmal zu Unrecht gefröhnt habe. Das lag zum einen sicher mit an den lieben und tollen Menschen um mich herum. Zum Teil sind diese sogar weit vor dem Offsite-Meeting zu Freunden geworden. Auch in dem Workshop wurde viel gelacht und viel gearbeitet, ganz so wie immer. 🙂

Also was schmeckt denn nun wieder? Vor ziemlich genau 17 Jahren bekam ich einen echten Ekel vor Bier in jedweder Form. Keine Ahnung warum und wieso, ich war seinerzeit 28 und ganz bestimmt kein Zecher an der Theke. Erfahrungen wie jeder auch hatte ich in ausreichender Form gemacht, es aber nicht überzogen – mein Führerschein war mir schließlich wichtiger. Wie auch immer, beim gestrigen abendlichen Ausklingen des Tages in der Hotelbar habe ich wissentlich und willentlich mit dieser doch langen Phase gebrochen – ich habe Bier getrunken. Und es hat mir richtig gut geschmeckt.

Nach dem Ersten dachte ich „Nun warte mal den Hammer ab und schau wie Du zurecht kommst. Am Besten wird sein du versuchst so gut es geht den Weg ins Bett zu finden, ohne dabei Dich allzu viel zu blamieren“. Meine Freunde und Kollegen indes wussten um meine Enthaltsamkeit, wenngleich ich sie um die eigentlichen Dauer (glaube ich jedenfalls) nicht informiert hatte. Insofern war die Überraschung derer bei meinem ersten Bit doch schon hörbar. Ich wartete also auf den Hammer… doch nichts kam. *grübel* Mutig geworden verzehrt ich zügig die #2 und #3 und erst danach kam etwas Watte. Ich war ehrlich und aufrichtig überrascht – es schmeckte aber immer noch. ^^

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Den Rest habe ich dann gemütlich ähnlich der sonst obligatorische Cola-Light im Laufe des weiteren Abends genossen, bis 6 auf dem Deckel standen. Ein komisches Gefühl einen Deckel mit Bier drauf zu bezahlen. Mir ging es dennoch weiterhin gut – richtig gut. Kein wirklich schnelles oder gar übelkeitserzeugendes Karussell, die Sprache blieb verständlich und flüssig (über den Inhalt des Gesagten mag ich heute nicht mehr nachdenken, war ‚eh nur Unfug) und wir ‚Bargäste‘ hatten viel Spaß – alles prima – alles töfte (wie Kollegin „KP“ sonst gerne zu kommentieren pflegt) .

Was will man also mehr? Nette Menschen um sich herum und jetzt wieder ein kühles Glas Pils. Das Schönste dabei; ich hatte keinerlei Lust zu rauchen, weil das hatte ich letzthin doch befürchtet. Die beiden Rauchermädels bei uns hätten mir auch ganz sicher keine geben wollen, selbst wenn ich nach dem Motto “ Ich rauche nur geschnorrte oder so“ gebettelt hätte. Mein vorsorglicher Dank an *censored* Sanna und Rhinchen, auch wenn ich Euch nicht gefragt habe, oder habe ich etwa doch? Egal, mein Bett hatte sich dann gegen 01.00 nicht mehr versteckt – sauwohl bin ich eingeschlafen. Der böse Wadenkrampf um 5 in der Früh hätte nicht sein müssen, aber bei den Betten und der deswegen wirklich unbequemen Schlafhaltung war es kein Wunder.

so long.

Nachtrag: Eigentlich amüsierte ich mich bis dato über das Rauchverbot in den Kneipen. Aus Sicht eines Nichtrauchers sah schon etwas lächerlich aus, als die Raucher immer wieder in Grüppchen vor der Tür standen, schnell eine Kippe durchzogen dabei auf der Stelle traten und frierten. Auf der anderen Seite war es für mich sehr angenehm in der qualmfreien Bar zu sitzen/stehen. Tut mir leid. 😉

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