Tag der Muttersprache?!

Heute war der Tag der Muttersprache. Was immer auch dieser Tag hätte bewirken sollen, so richtig etwas davon bemerkt habe ich nichts. Oder sollte man das auch nicht? Womöglich ist es eher als Anregung über die eigene Muttersprache nachzudenken zu verstehen. Ich mag die deutsche Sprache sehr und nicht nur, weil ich sie deutlich besser beherrsche als die Englische. Das französische ist nur noch in Fragmenten vorhanden, weil ich nicht mehr nutze. Das Englische ist zwangsläufig mein Alltag, weil man ohne in dem Business in dem ich arbeite nicht mehr ohne auskommt.

Es stimmt es mich traurig, dass man draußen auf der Straße kaum noch normal gutes Deutsch hört oder liest. Alles wird irgendwie mit anderen Sprachen vermischt (siehe dazu auch Sprachpanscher). Was ich täglich in E-Mails zu lesen bekomme trägt mitunter dazu bei. Nicht was die Interpunktion oder die Orthographie angeht, damit habe auch ich bisweilen meinem Kampf. Vielmehr die Fähigkeit sich schriftlich auszudrücken geht irgendwie verloren. Wird über das vielerorts pauschal tarifierte Telefonieren zugleich die Fähigkeit der schriftlichen Ausdrucks verlernt? Ich schweife gerade ab….letzthin bin ich während eines Dämmerschlafs in dieses DSDS von RTL reingezappt. Was ich dort von Menschen zu hören bekam, die andere Menschen unterhalten wollen und/oder sollen war schon recht ernüchternd. Perfekt bin ich beileibe auch nicht, ich bemühe mich zumindest. Leider musste ich einsehen, manche bei DSDS können es einfach nicht besser – das ist bedauerlich.

Aufmerksam geworden auf den Tag heute bin ich beim morgendlichen Neuigkeiten lesen auf tagesschau.de (eigentlich die Einzigen die davon berichtete haben). Gleichzeitig wurden einige Lieblingswörter der Redaktion auflistete. Was Lieblingswörter mit dem Tag der Muttersprache zu tun haben könnten, erschließt sich mir indes weiterhin nicht. Aber egal, was wäre denn mein Lieblingswort? Was ist überhaupt ein Lieblingswort? Eines was man häufiger nutzt vielleicht? Weiß ich jetzt auch nicht, das muss ich wohl später klären. So spontan fallen mir mehrere Worte ein, die ich irgendwie häufiger nutze:

  • tatsächlich/ach wirklich (laut der besten Tochter von allen – meist im zynischen Zusammenhang //öhm, seit wann bin ich bitte zynisch?)
  • Hunger
  • Kalorienschnittchen
  • Prioritäten
  • scheissAudi – scheissBMW – scheissMercedes (Pendlerschicksal)
  • Sockenlutscher
  • Vollpfosten
  • Plattmäher
  • Gutmensch
  • Positivausstrahlung
  • Kaffeepulverlöffel
  • Wasserenthärtungsanlage
  • Zahnputzbecher
  • …..

Ein paar Schimpfwörter zu viel. Dabei bin ich doch eigentlich ein höflicher und ruhiger Mensch. Ich sollte besser in meinem ‚direkten‘ Umfeld auch noch einmal nachfragen, vielleicht findet sich auch ein passender Kommentar. 😉

wer spricht mit wem?

Wikipedia schreibt:
Der Internationale Tag der Muttersprache ist ein von der UNESCO ausgerufener Gedenktag zur „Förderung sprachlicher und kultureller Vielfalt und Mehrsprachigkeit“. Er wird seit dem Jahr 2000 jährlich am 21. Februar begangen.Vor dem Hintergrund, dass gut die Hälfte aller weltweit gesprochenen Sprachen vom Aussterben bedroht ist, hat sich die UNESCO zum einen die Förderung von Sprachen als Zeichen der kulturellen Identität der Sprechenden auf die Fahnen geschrieben. Zum anderen geht es ihr auch um den Fremdsprachenunterricht und Mehrsprachigkeit als Schlüssel zum gegenseitigen Verständnis und Respekt.

Der jährliche Gedenktag wird genutzt, um die Aufmerksamkeit auf Minderheitensprachen mit weniger als 10.000 Sprechern zu lenken. Vielfach werden diese Sprachen nicht mehr an die nachfolgenden Generationen weitergegeben und geraten in Vergessenheit. Viele Sprachen mit teilweise weniger als hundert Sprechern sind noch nicht einmal erfasst und dokumentiert. Ein besonderer Schwerpunkt 2005 waren die Zeichensprachen für Gehörlose und die Brailleschrift für Blinde. [Quelle]

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