Warum schliesst man sein Gartentor ab?

Es ist Tatsache, die Menschen haben Angst das Fremde Ihren Grund und Boden betreten und dort schlimmes anstellen. Solange es sich um die eigene Wohnung handelt, teile ich diese Sorge, sonst würde ich als letzter der die Wohnung verläßt, nicht hinter mir abschließen. Wie wohnen in einer recht netten Gegend, worauf ich mir wirklich nichts einbilde. Alles richtige Ein- oder Zweifamilien-Häuser, groß und bis protzig und meistens auch leider irgendwie hässlich. (*abdrift* Warum verlieren die Leute, wenn Sie zu Geld kommen sehr häufig auch den Geschmack? Ob nur dann abseits des Geschmacks nur noch der Preis zählt?) Egal, jedenfalls ist des Deutschen merkwürdige Eigenart (oder besser eine davon) seinen Vorgarten zu umzäunen. Meist passiert dies mit hüfthohen schmiedeeisernen Außengeländern, auf kleinen Steinsockeln oder mit hölzernen Jägerzäunen – nett, hübsch und sauber. (*schauder*)

Wir kommen also heute vom einkaufen zurück und sehen einen Menschen einige Straßen von uns entfernt, aus seinem sorgsam gehegten Vorgarten treten. Man nickt sich zu, weil man kennt sich vom sehen und er bückt sich im Vorbeifahren zu seinem Gartentor herunter. Wir fahren weiter – im Rückspiegel peile ich zufällig aus Neugier zum ihm hin und sehe wie er wirklich und tatsächlich sein Gartentürchen abschließt. Was macht der Mensch da? Sein ganzes Zäunchen ist kaum davor gefeit von einem halbwegs talentierten Dackel übersprungen zu werden. Was will er mit dem abgeschlossenen Türchen nur bewirken? *kopfschüttel* Wir Deutsche sind manchmal echt komisch.

Zaun

4 Gedanken zu „Warum schliesst man sein Gartentor ab?

  1. An der Tür ist doch ein Schloss drann, das hatt doch auch einen Schlüssel und der will doch auch benutzt werden. kann ja sein das der nachbar so einer ist.

  2. Naja – „Tür-Schloss-abschließen“ ist etwas Hardcore. Aber wenigstens hat man die Gewißheit, dass jemand, der unbefugterweise drübersteigt, einen nachweisbaren Hausfriedensbruch (ggfs. mit Nötigung) begeht, was sich ohne Zaun evtl. nicht wasserdicht nachweisen läßt. 😈

    Definition:
    Der Hausfriedensbruch ist die vorsätzliche Verletzung des verfassungsrechtlich geschützten Gutes der Unverletzlichkeit befriedeter Besitztümer. Das befriedete Besitztum sind Bereiche, die in äußerlich erkennbarer Weise durch Umgrenzungen gegen willkürliches Betreten gesichert sind. Umstritten ist in der Rechtswissenschaft, wie stark der Befriedungsschutz sein muss (Mauer, Absperrung, Zaun).
    Guckst du hier:
    http://de.wikipedia.org/wiki/Hausfriedensbruch

    Also würden normalerweise der Zaun und das Gartentor ausreichen – auch ohne den Schlüssel zu drehen.
    Allerdings ist das bei einigen Leuten wirklich ein „Tick“. Wenn ums Haus herum alles abgeschlossen ist, was abschließbar ist, dann hat das seine Ordnung. Vorher nicht! 😀
    Bei uns könnte das allerdings auch passieren – allerdings nur um unserem „Dreikäsehoch“ den Weg in den Garten (und zum Gartenteich) zu versperren. 😀

    In diesem Sinne: Erstmal Kaffee …

    Pete

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