Doping => Knast?

Mit einigem Erschrecken las ich gerade, dass Marion Jones als die ehemalig schnellste Frau der Welt ob Ihres Dopings und der Lügen nun für 6 Monate in den Bau gewandert ist. Das ist meines Wissens nach das erste Mal, dass ein ‚Sportler‘ für seinen Betrug auch wirklich einfährt. Aber ob es was helfen wird? Sie hat ihre Strafe, alle Titel sind weg, Schimpf und Schande und doch kein Mitleid, denn sie hat es vorher gewusst. Ob sie nur zu blöd war sich dabei erwischen zu lassen und letztendlich mit dem Geständnis der Veröffentlichung nur zuvor gekommen ist?

However, schade das der Sport auf diese Weise kaputt gemacht wird. In der Leichtathletik wie auch in allen anderen sportlichen Bereichen ist in den letzten Jahren einfach zu viel Geld ins Spiel gekommen. Ich glaube schon das auch ‚früher‘ schon gedopt wurde. Irgendwie hat sich nur keiner so wirklich darum gekümmert, es war halt normal. Selbst als ich Ende der 70’iger (oder so in dem Dreh) in Mainz auch etwas Leichtathletik betrieben habe, kam damit in Berührung. Der damalige Trainer hatte beiläufig empfohlen das Training ‚zu unterstützen‘, um schneller zu Erfolgen zu kommen. Man käme in den Kader und könne dann auch Reisen und Wettkämpfe mitmachen. Da ich kurze Zeit später sowieso aufhören musste, hat es mich nicht weiter interessiert.

Oder was ist mir der ganzen Fahrrad-Clique im letzte Jahr? Keiner dort scheint mehr wirklich ehrlichen sauberen Sport zu betreiben. Alle scheinen eingeworfen zu haben, die Cleveren lassen sich nur nicht dabei erwischen. Aber kann es das sein? Es ödet den Zuschauer an, weil der den Respekt vor der Leistung des Sportlers verliert. Die Chemiker und Mediziner sind wohl die wirklichen Helden heutzutage. Traurig aber wahr.

Wer diese Scheiße baut gehört auch bestraft. Wer Doping nimmt oder gibt, gehört lebenslang vom Sport und/oder von seinem Berufe ausgesperrt. Ein Knastaufenthalt ist vermutlich kein Mittel wirkungsvoll Doping zu verhindern. Die Beeinflussung der Hemmschwelle des Sportlers wird das nicht mindern. Ich glaube schon, dass der betrügerische Sportler sich vermutlich nur Zwängen beugt. Wenn dem so ist, wird es immer Sportler geben die dem Druck nachgeben ‚müssen‘ und welche die aufrecht widerstehen. Wer von beiden ist der Erfolgreichere?

Einzig der Zuschauer hat die Macht. Schaut er nicht mehr hin, warum soll man sich als Sportler das alles noch antun? Oder gerade deswegen, damit das Publikum wieder kommt und die fabulösen Leistungen bestaunt? Erst wenn die Stadien leer bleiben wird man feststellen, „oups – wir haben wohl doch etwas verkehrt gemacht“.

Für mich ist jedenfalls Radsport und ein Großteil der Leichtathletik nichts was ich interessenmäßig weiterhin verfolgen werde. Danke, habt ihr gut gemacht.

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