er bleibt dann wohl doch….

Nach dem Verzicht der hessischen SPD-Spitzenkandidatin Andrea Ypsilanti auf eine Kandidatur für das Ministerpräsidentenamt will der bisherige Regierungschef Roland Koch zunächst im Amt bleiben. Er werde die Geschäfte führen, bis das Parlament in der Lage sei, eine stabile Regierung zu bilden, sagte Koch in Wiesbaden. Sein Vorhaben steht in Einklang mit der hessischen Landesverfassung.

Ypsilanti hatte am Mittag bekanntgegeben, sich am 5. April im Landtag in Wiesbaden nicht zur Wahl zu stellen, weil sie dafür keine sichere Mehrheit hätte. Ihre Fraktionskollegin Dagmar Metzger hatte ihr zuvor die Gefolgschaft verweigert: Auch nach einem Gespräch mit Ypsilanti blieb sie dabei, eine von den Linken tolerierte rot-grüne Minderheitsregierung nicht unterstützen zu wollen. Metzger sagte, sie wolle zu ihrer Wahlaussage stehen, außerdem verbiete die SED-Vergangenheit der Linken im Osten eine Zusammenarbeit. Metzger ist in Berlin aufgewachsen, ihre Familie war durch den Mauerbau getrennt worden.

Neben Metzger hatte es auch noch weiteren Widerstand gegen die Pläne Ypsilantis gegeben, sich von der Linken im Landtag tolerieren zu lassen. Der SPD-Unterbezirk Main-Kinzig hatte sich in einer Erklärung gegen jegliche Zusammenarbeit mit der Linkspartei ausgesprochen. Glaubwürdigkeit und Verlässlichkeit der Sozialdemokratie dürften nicht aufs Spiel gesetzt werden, hieß es.

Mit der Entscheidung Ypsilantis geht der Koalitionspoker in Hessen nun von vorne los. CDU und FDP buhlen nun bereits um die hessischen Grünen. Gespräche der drei Parteien würden sich sehr lohnen, sagte Ministerpräsident Koch. Er rechne jedoch nicht damit, dass eine sogenannte Jamaika-Koalition kurzfristig zustande komme. „Wir werden dabei Gelassenheit und Geduld brauchen.“ …. [weiter lesen // tagesschau.de]

ow

Meine Meinung dazu:
Welch eine Vorstellung von allen beteiligten Gruppen. Alles Machtspiele und unglaublicher Geltungsdrang – habe ich was vergessen? Immerhin hat eine Frau noch genug Mumm in den Knochen und weiß was ein Versprechen ist – vorerst danke Frau Metzger.

Wie man heute Morgen aus den Nachrichten erfährt, denkt sie darüber nach ihr Mandat niederzulegen oder ggf. noch einmal in sich zu gehen. Vermutlich hatte sie anstrengende Diskussionen über sich ergehen lassen müssen, in denen man mit ihr die wahren Prioritäten heraus gearbeitet hat. Geht’s noch peinlicher?

Ihr Politiker wundert Euch ernsthaft, das man Euch kaum noch etwas glaubt von dem für was ihr angeblich einsteht? Tretet mal einen Schritt zurück und schaut genau hin.

Spielzeug

Ein Gedanke zu „er bleibt dann wohl doch….

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