Firefly Erfahrungsbericht

Nach ein paar Tagen der Nutzung von Firefly, mein Erfahrungsbericht:

Pro Contra
  • Mit dem Firefly MediaServer kann man wunderbar einfach und schnell seine Medienbibliothek (=Share) für andere zugänglich machen. Gerade für Linuxer ist das hilfreich, solange der unter Linux verwendete Musik-Client das mt-daapd Protokoll versteht.
  • Beim Hinzufügen neuer Mediadateien muss man sich nicht mehr um das Importieren kümmern, das macht Firefly auf Wunsch komplett automatisch.
  • Sehr praktisch finde ich den optionalen Passwortschutz für die Bibliothek. Leider geht das nur gesamt und nicht partiell. Das wäre auch zuviel des Guten, aber dennoch praktisch.
  • Das Abspielen von Musik via Netzwerk ist für mich von dem lokalen Abspielen her nicht zu unterscheiden.
  • Rhythmbox zeigt statisch weiterhin sowohl Cover als auch Songtexte an, sofern diese via Internet zu ermitteln sind.
  • Rhythmbox kann Musik aus der freigegebenen Bibliothek auf einen iPod überspielen, was für die beste Tochter von allen wichtig wäre, wenn sie davon überzeugen ließe ihren XP-Rechner nach Linux zu migrieren.
  • Leider lassen sich keine Dateien in iTunes aus der Medienbibliothek (= share) auf den iPod kopieren. Das ist ein Beschränkung in iTunes unter Windows.
  • Das Coverflow (Blättern in den Covern) in iTunes funktioniert unter Windows nicht mehr.
  • Die Erzeugung von Tags ist nur mittels PlugIns machbar. Ich hab es nicht hin bekommen, weil ich auch nicht alle Dateien neu vertaggen will. Wer weiß ob der das überhaupt richtig macht. Daher müsste ich die Tags wie bisher von Hand mittels mp3tag(Windows) oder Audiotag bzw. Picard (Linux) setzen und die Dateien dann erst in Share bewegt. Keine Verbesserung zu vorher, wenngleich man mein Unvermögen verantwortlich machen könnte. Bis hierhin war das vertaggen eine scheiß Arbeit, trotz aller möglicher Automatismen und Tools.
  • Änderung an Tags sind im Share nicht möglich, werde aber sofort übernommen, wenn man diese mit einem externen Programm (s.o.) erledigt.
  • Aus unerfindlichen Gründen fehlen in Firefly etliche Teile der Bibliothek, die iTunes (Windows) und Rhythmbox (Linux) führen obwohl alle auf die gleichen Verzeichnisse zugreifen. Dei Ursache ist für mich nicht ersichtlich.
  • Beim Start des lokalen Abspielprogramms benötigt Firefly trotz Gigabit-Netzwerk dennoch bis zu 30 Sekunden, bis die Liste der Titel angezeigt wird. Das nervt.
  • Rhythmbox kann die Bibliothek nicht anzeigen, wenn diese mittels Passwort geschützt ist.

Leider gibt es noch ein anderes Problem. Falls ein iPod voll ist, zerschießt Rhythmbox scheinbar sporadisch (ist bis jetzt 2 Mal passiert) die Datenbank auf dem iPod, will man ohne es zuvor geprüft haben mehr Dateien als möglich kopieren. Ebenso werden Dateien vom iPod nicht gelöscht, sondern verbleiben auf dem iPod, somit ist er immer voll. Scheinbar ist das aber kein verbreiteter Bug, denn andere Berichte dazu habe ich im Internet bis dato nicht finden können. Ich muss aber auch zugeben, das ich nicht mit der letzten Verbissenheit danach gesucht habe. Es kann natürlich auch sein, dass ähnlich wie bei einem Freund der iPod darunter leidet, sowohl unter Windows, also auch unter Linux beschickt zu werden. Ich werde es nicht ermitteln können.

mein Fazit:
Es ist eine praktische und simple Software, welches sowohl für Linux als auch für Windows zur Verfügung steht. Wenn man jedoch einen iPod (vielleicht. auch andere MediaPlayer) befüllen will muss, oder die MedienDateien ‚bearbeiten‘ möchte, tut er es nicht. Firefly scheint erste Wahl, wenn man seine Mediendateien von einem Server ausgehend für andere zum hören zur Verfügung stellen möchte, ohne das diese Dateien kopieren können. In meinem Falle überwiegen jedoch leider die Nachteile, daher => sudo aptitude remove mt-daapd .

Meinen dennoch aufrichtigen Dank und Respekt an die Firefly-Entwickler.

[Bild © Knipsermann / www.pixelio.de]

3 Gedanken zu „Firefly Erfahrungsbericht

  1. Habe ich Firefly richtig verstanden dass verschiedene I Pod Besitzer auf meine Musik zugreifen können wenn sie in einem geschlossenen Netzwerk verbunden sind?

    Das wäre durchaus sinnvoll, da sonst zu viele gleiche Musikdaten, da teilweise gleicher Musikgeschmack, sich im Netzwerk befinden. Allerdings wie werden die Daten synchronisiert?

    Oder versteh ich nur Bahnhof?…..Mein Anliegen wäre, manchmal auf die Musikdaten meines Mannes zuzugreifen, wie zum Beispiel seine Einkäufe bei I Tunes.

    Na ja…..klär mich auf. Bitte…Danke

  2. Leider nicht iPod, sondern nur iTunes. Dort hast Du in den Einstellungen die Möglichkeit Deine Bibliothek freizugeben (Bearbeiten => Einstellungen => Freigabe). Danach können andere Rechner mit laufendem iTunes die zudem auch in Deinem Netzwerk sind. Ein Sync ist leider nicht möglich, es wir nur der hörende Zugriff erlaubt.

    Du/Ihr kannst/könnt eine gemeinsame Bibliothek einrichten, in dem Du/Ihr alle Musik-Dateien an einer Stelle auf dem Rechner ablegt und jeder ’sein‘ iTunes die Dateien importiert.

    Es gibt auch Möglichkeiten alles zu zentralisieren. Hier ist nur etwas zusätzliche Handarbeit nötig, weil weder iTunes noch Windows dieses vorsehen.

    Habt Ihr Eure Musik-Dateien alle auf einem Rechner oder getrennt? Wenn Du/Ihr magst/mögt, ich kann Dir/Euch ein „How-To“ schreiben. Dauert dann nur etwas und auch nur wenn Ihr XP nutzt.

  3. Tjo.. wir haben einen Mac auf den alle unsere Musikdateinen gespeichert sind, somit ist das wohl hinfällig, aber Danke

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