HeadGrafik
« es schreit draussen na dann »

ge-Monk-nt

Ja Monk, der leicht verschrobene Mensch aus der RTL-Serie, der aufgrund des Todes seiner Frau etliche Macken, Tics und Merkwürdigkeiten entwickelt hat, die ihn aus Sicht des Betrachters dennoch so sympatisch erscheinen lassen. Eine Kollegin hatte ihn mir vor längerem einmal empfohlen und dank Online-Videothek konnte ich mir die 1.Staffel in Ruhe und Gemütlichkeit ansehen. Ich finde ich nett und wie geschrieben sehr sympatisch dargestellt. Eine Staffel ist mir dann doch genug.

Und jeder ist in gewisser Weise ein Monk, jeder hat seine Tics und extra Macken, die wenn sie nicht so sind wie sie sein sollen, sie/ihn kribbelig werden lassen, nervös machen und den unbändigen Willen auslösen ‘das Ding’ so zu richten wie es gehört. Ich rede jetzt nicht von Bildern die schief hängen (oder doch?), sondern von Alltagsdingen. Die Schere muss an der bestimmten Stelle liegen, das Werkzeug hat seinen Platz in der Kiste, die Zeitung darf nicht zerfleddert sein, Kaffeetassen mit fleckigen Boden gehören nicht auf den Tisch, usw – ihr wisst sicher was ich meine. Gestern kam der Monk über mich.

Ich habe mich letztes Jahr in einem Radikalschritt entschlossen Linux auch im Alltag zu nutzen. Es klappt gut, auch wenn ich recht häufig immer noch wieder an meine Grenzen stoße, weil ich etwas nicht verstehe/nicht verstehen will, ich eigentlich nur etwas bestimmtes machen möchte, es aber nicht hin bekomme oder es verbuggt ist. Na ja, solche Sachen schreib ich mir in der Regel auf meine Linux-ToDo Liste und mach es dann halt später. Seit dem Upgrade auf die aktuellste Version von Ubuntu (= Hardy Heron) sehe ich beim Herunterfahren des Rechners eine eigentlich lästige Fehlermeldung:

CIFS VFS: server not responding. No response for cmd 50 ...

Die Kiste verharrt beim herunterfahren in der Meldung für ~20-30 Sekunden und macht sich dann letztlich doch aus. Na also – geht doch. Das schaue ich mir nun schon seit ein paar Wochen an, aber gestern hat mich urplötzlich fuchsteufelswild gemacht, dass mich das Ding hier fortwährend foppt. Ich konnte diese Meldung partout nicht mehr sehen, ich wollte das das Ding sofort ausgeht, ohne Warteschleife. Mein Monk wurde wach, drängte sich auf und nahm Besitz. Nichts mit einer gemütlichen Runde zoggn – erst muss das Ding da weg. Nach 30 Minuten und einem lecker kalten Tuborg hatte ich endlich die Lösung:

[klick auf das Bild zum vergrößern ]

[quelle: http://wiki.ubuntuusers.de]

Ein tolles Gefühl trotz eingeredetem und bewiesenem Unwissen sich mehr oder weniger doch selbst helfen zu können. Fertig – Fehler beseitigt, wieder was gelernt und ein ToDo weniger.

Warum habe ich der Sache so lange zugesehen und warum hat es mich dann plötzlich so gestochen? Der Monk halt! Wissen, das es da ist und es nicht mehr aushalten können. Gibt es da noch mehr von? Ein paar Sachen gibt es schon noch:

  • In meinem Geldbeutel müssen die Scheine gerade und ohne Falten in der Reihenfolge der Wertigkeit, von hinten nach vorne sortiert sein. Es macht mich ganz kirre wenn ich in einen Geldbeutel sehe (z.B. die Lederbeule der Gattin) und es klemmen Kassenbons oder was auch immer dazwischen [Aufräumreflex]
  • Fingerdatschen auf dem Monitor oder der Lesebrille
  • Schmutzige Dreckige Schuhe [geht gar nicht]
  • Tankanzeige sehr nahe an der Reservemarke [ganz besonders dann, wenn ich nicht mehr fahren muss]
  • ohne Geldbörse aus dem Haus zu gehen [unmöglich]
  • trockene Lippen [ich schmier dann die ganze Zeit Labello drauf]
  • vergessen einzulösende Pfandbons [wo deponieren fürs nächste Mal einkaufen?]
  • Chipstüte im Schrank [unwiderstehlich, bis sie offen ist]
  • schmutzige Hände nicht waschen können [uäh]
  • … und noch ein paar private Sachen

Fast schon lächerlich, wenn ich es hier so aufgereiht lese.

<pause>

Mir ist gerade nach:

[Cat Stevens - Where do the cildren play / Tea for the Tillerman]



[Rubrik(en): ge'Linux'd, gefühlt, gefragt, geschafft]
[online seit: 16-Jun-08 (22:24 Uhr) | Trackback]


3 Kommentare zu “ge-Monk-nt”

  1. Schildmaid meint:

    Ernsthaft, eine Staffel Monk ist dir schon genug? Für mich wurde die Serie ab Staffel 4 wesentlich interessanter; da haben sie endlich diese nervige Assistentin durch eine vernünftige Frau ersetzt, die mit beiden Beinen fest auf dem Boden steht, und nicht dümmlich auf den Hochhackigen herum wackelt.

    Deine Macken sind schon ganz in Ordnung, mach dir mal keine Sorgen deswegen. Und gegen die schmutzigen Hände gibt’s doch Feuchttücher… ;-)

  2. Bonafilia meint:

    Die eigenen Macken erscheinen uns wenn wir sie aufzählen besser aufschreiben ,als vollkommen unsinnig, stell dich nicht so an denken wir dann, abzustellen diese Dinge ist jedoch fast unmöglich. Spielen sie auch nur in deinem Leben eine Rolle und beeinflussen nicht dein Umfeld ist es der totale Quatsch was dran zu ändern.

    Ich habe auch so manche Macken ,aber doch mag sie gar nicht aufzählen, könnte deprimierend sein. Macken mit denen ich anderen auf den Wecker falle, an denen arbeite ich so gut ich kann.

    Möge man mir meinen guten Willen anrechnen. :cool:
    LG

  3. ruediger meint:

    @Schildmaid
    Die erste Staffel war mir genug. Zumindest glaube ich gelernt zu haben, das man bei Serien aufhören soll, wenn es am schönsten ist. Seit Mark Green aus ER raus ist, habe ich die Serie auch nicht mehr gesehen, das war so ziemlich die Einzige. Eigentlich schau ich mir überhaupt keine Serien mehr an, sowie ich auch Fernsehen als solches komplett reduziert habe, fast nur noch reine Einschlafhilfe. :)

    Feuchttücher sind nur nie da, wenn man sie braucht. :)

    @Bonafilia
    *guten Willen anrechnet* Die Macken gehören zu einem, irgendwann. ;)

Kommentar hinterlassen


:wink: :twisted: :top: :teehee: :roll: :razz: :rage: :quiet: :pipe: :oops: :mrgreen: :love: :lol: :knirsch: :joydance: :hug: :hmmm: :hachz: :evil: :donno: :cry: :critic: :???: :-x :-o :-D :) :( 8-O 8)



        Vorab jedoch wird eine Bestätigungsmail an Dich versendet, um Missbrauch vorzubeugen.