schrillende Hilfe Teil 2

Heute morgen wieder in die schrillende Hölle der kreischenden Löwinnen. Mein Bauch grummelt, die Gattin ist aber gut drauf.

Wir betreten die Praxis, Ruhe und konzentrierte Arbeit sind dem Gekreische von gestern gewichen. Geschlurft wird immer noch, doch unter dem beachtlichen Betrieb in der Praxis spart man wohl die Luft zum Kreischen. Oder war ich mit meiner sowieso schon vorhandenen Überempfindlichkeit gestern das Problem? Jetzt jedenfalls alles in Zimmerlautstärke, dafür effizient anmutender Fließbandbetrieb in den Fluren. Meine Güte, ganz schön was los.

An der Theke wird wieder einer um die 10 Euro abgezockt. Ja, ich weiß die Assistentinnen können nichts dafür, aber wie sie das machen, dafür können Sie. Egal, wir haben unseren Obolus für notleidende Krankenkassen, Pharmakonzerne in deren Palästen sowie und auch Hungertuch gefährdete Ärzte geleistet (die haben davon vermutlich immer am wenigsten). Bei anderen Stellen bekommt man wenigstens eine Spendenquittung, die 10 Euro verpuffen sonst einfach so.

Der Doc ist zufrieden, wir auch. Die Augenbinden können weg bleiben, die Gattin schaut etwas schwiemelig und zerknautscht aus. Sie lächelt wieder und hat Appetit auf Croissants. Es geht weiter aufwärts.

[Bild © RainerSturm / www.pixelio.de]

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