keiner schaut hin

Eben lese ich im Feedrader, dass Erich Zabel seine letzte Tour fahrt. Ah, die „Tour de France“ fängt ja wieder an. Warum eigentlich? Noch langweiliger als denen bei radfahren zuzusehen ist nur noch Bienen beim Versuch zu beobachten, durch Fliegennetz zu kommen. Wobei ich mich schon als „hin-und-wieder-hingucker“ outen muss. Zumindest also ich noch dachte, dass diese Konditionsbolzen sich eben nicht aufs Doping verlassen, sondern sich diese bemerkenswerten Qualitäten wirklich und aufrichtig selbst erarbeitet haben. Mein Interesse daran schwand mit der Wucht der Skandale in den letzten 2 Jahren, dass will ich weder lesen oder sehen. Die sollten sich an einem Tag auf dem CHAMPS-E’LYSE’ES treffen, zuvor auf Zettel schreiben welches Zeugs wie lange geschluckt wurde und dann vergleichen. Ist eine Sache von 1-2 Stunden und fertig. Ich ziehe sie gerade alle über einen Kamm, weil keine Unterschiede ausmachen kann, wer sauber ist und wer nicht.

Fahrt ihr mal um Frankreich herum. Es wird sicher einsam um Euch werden. Tut mir aufrichtig leid um die, die versuchen ohne Zusätze zu strampeln, wenn es die überhaupt noch gibt. Alle die, die daran aktiv mitmachen, machen den Sport damit kaputt. Und welchen Anreiz hat es dann noch, wenn euch keiner mehr zujubelt? Gierige Menschen und ihre Entscheidungen.

[Bild © insane]

8 Gedanken zu „keiner schaut hin

  1. Hat was autistisches: Tour unter Ausschluss der Öffentlichkeit. Spätestens seid letztem Jahr kann man diesen „Sport“ nicht mehr als solchen erkennen.

  2. blöde Frage: warum ist „anderen beim Fahrradfahren zusehen“ langweiliger als „anderen beim Fussballspielen zusehen“? Nicht dass ich ersteres so toll finden würde, ich finde es nur interessant wie viele dies so grundlos unterscheiden.

  3. gebe ich Dir gerne Recht Dr., beim Fussball gehen die Spieler sich öfters in die Beine, so gibt es wenigstens ein wenig ‚Äktschn‘. Wer weiß das schon, was am Fußball schauen so toll sein soll.

  4. Das Schlimmste an Radrennen ist – neben dem wohl unerlässlichen Drogenkonsum – diese litfaßsäulenbunte Kledage der Passform Marke „Presswurst“ zu den buntschillernden Puck-die-Stubenfliege-Brillen unterm Alien-Helm.
    Und das Allerschlimmste sind die Hobbyfahrer, die den Scheiß nachahmen und so jedes, aber auch wirklich jedes Landschaftsbild zu stören vermögen:

    Kann man nicht dezent gekleidet radeln? Ich schaffe das doch auch.

  5. beim Fahrad fahren zuschauen finde ich genauso langweilig wie beim Fußball zuschauen! Man gut das die Fans nicht auch noch so austicken wie beim Fußball.

  6. Radrennen finde ich persönlich ebenso langweilig wie die Formel 1. Beim Fuß- oder Handball sitze ich während eines spannenden Spiels schon gefesselt davor. Aber wenn irgendwer nur seine Runden zieht? Och nö. Davon abgesehen sind die Höchstleistungen doch ohne Doping kaum noch zu erreichen. Zumindest wage ich das zu bezweifeln. Aus diesem Grund (Doping) ist mir auch der Spaß an der Leichtathletik komplett vergangen. 😕

  7. @ri
    merci vielmals … ich fühle mich aufrichtig geschmeichelt 🙂

    den Award hole ich mir gerne morgen Abend ab, … nicht böse sein bitte

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