zu viele Bilder

Es geht um die Verurteilung der 2 Typen, die den Rentner in der München U-Bahn zusammen getreten haben. Das Ganze ging seinerzeit breit und mit Aufschreien begleitet durch die gesamte Presselandschaft hierzulande.

Nein, ich möchte keine neue Diskussion deswegen anfangen, ich persönlich finde die Art und Weise wie der Anwalt dieses nutzlosen Stück menschlichen Abschaums versucht, eben diesen doch noch billiger davon kommen zu lassen einfach widerlich und abstoßend:

[quelle: br-online.de]

Sicher hat ein Anwalt die Pflicht für seinen Mandaten das Beste zu erreichen, doch gilt das auch wenn er bereits komplett überführt ist? Ich weiß unseren Rechtsstaat und die Gesetze durchaus zu schätzen, aber irgendwo ist Schluss. Dieser Anwalt sollte sich bei allem Respekt vor seinem Berufsstand vergewissern was er da tut. Ohne dieses Video wäre der Mandat vermutlich ohne Strafe aus der Sache gekommen. Jetzt hat der Richter einen stichhaltigen Beweis und nun wird ausgerechnet der als zu brutal zur Strafmilderung deklariert. *kopfschuettel*

Hey Sie Anwalt, dass was Sie da sehen können hat Ihr sauberer Mandat (aka. Stück Scheisse) gemacht. Das ist nicht íngame aus GTV-IV das war echt! Sie sollten sich ob ihrer Bemerkung in Grund und Boden schämen!

8 Gedanken zu „zu viele Bilder

  1. Sicher hat ein Anwalt die Pflicht für seinen Mandaten das Beste zu erreichen, doch gilt das auch wenn er bereits komplett überführt ist?

    Ja.
    Auch der Täter ist ein Mensch, kein Objekt. Immer. Auch wenn er etwas Schreckliches getan hat.

  2. @flusskiesel
    Unbestritten. Dennoch ist er zu einer Strafe verurteilt die zwar die Tat also solche nicht ungeschehen machen kann, dem Opfer und uns als Gesellschaft eine gewisse Genugtuung ermöglicht. Diese Strafe mittels dieser Begründung reduzieren zu wollen empfinde ich als eine schallende Ohrfeige gegen das Opfer, den Richter und auch für uns.

    [edit: Dein erster Kommentar ist wegen des Blockquote-Bugs entfernt, der 2. um die Bemerkung hier reduziert worden]

  3. Es geht in Strafverfahren aber eben nicht nur darum, ob ein Angeklagter schuldig ist oder nicht, sondern eben auch um das Strafmaß – und da wäre ein Anwalt ein schlechter, würde er sich nicht für seinen Mandanten einsetzen. Sonst könnte man überführte Täter ja auch gleich zur Steinigung freigeben (weil sie dann ja eh keine Rechte mehr hätten).
    Natürlich gibt es für Anwälte da auch Grenzen, z.B. dürfen sie nicht die Opfer verhöhnen oder so.
    Der Rechtsstaat darf sich eben nicht von Rachegefühlen leiten lassen, auch wenn wir als Individuen durchaus so empfinden – und das dürfen wir auch. Ich persönlich würde den beiden Typen gerne mal einen *(($/%$ und danach noch „&%§? und dann tüchtig in ‚*`=%&$. Aber der Rechtsstaat nicht. Sonst sind wir schnell beim „gesunden Volksempfinden“ und bei Freisler und Co.

  4. Es geht in Strafverfahren obendrein darum, dass Anwälte für ihre Arbeit Geld bekommen. Und in spektakulären Fällen obendrein Publicity.

    Aber ich wäre natürlich nie so vermessen zu behaupten, dass es speziell diesem Anwalt um Geld geht, nicht wahr.

  5. Es gab Gründe, weshalb demokratische Nationen (bzw. die, die sich so bezeichnen) sowas im Grundgesetz verankert haben. Jeder Mensch hat ein Recht auf Gleichbehandlung usw. …

    Demokratie ist dehnbar, ja, aber es sollte schon irgendwo geschrieben stehen und zumindest weitgehend praktiziert werden. Insofern finde ich den Versuch des Anwaltes legitim, auch wenn ich ihn persönlich moralisch anders sehen könnte.

    Ich würde sowas auch von meinem Anwalt erwarten … gut, ich würde so eine Tat nicht begehen.

  6. Alles richtig. Aus niederen Beweggründen haben die Beiden einen Menschen zertrümmert und sind mit dessen Tod einher gegangen. Für mich haben die damit jedwede Berechtigung um wohlwollende Anteilnahme verwirkt. Es gibt Gesetze die eine solche Tat ahnden und die gehören in diesem Fall angewendet. Nicht mehr und nicht weniger. Es soll weder eine Steinigung stattfinden noch ein Schauprozess geführt werden. Die sollen für Ihre Tat gerade stehen und die Verantwortung übernehmen.

    @buchstaeblich
    Das vermute ich auch.

    @vogelmann
    Das ist richtig. Wenn durch eine bewusst durchgeführte Handlung die körperliche Unversehrtheit eines Anderen in Mitleidenschaft gezogen wird, muss der Täter sich dafür verantworten. Ich habe keinerlei Verständnis oder Wohlwollen für Gewalttäter. Wer so was macht, muss sich dafür im Rahmen des Gesetzes des Landes in dem der Täter lebt auch verantworten.

    @flusskiesel
    „Auge um Auge, Zahn um Zahn“ ist zwar menschlich, aber damit beginnt man sich auf des Niveau des Täters. Das kann ein Staat nicht machen und soll er auch nicht. Um eben die erwähnte Verhöhnung geht es mir jedoch. Dieser Satz des Anwalts muss dem Rentner doch als solche vorkommen. Er hat unten gelegen und alles abbekommen, er hat die Brutalität gespürt. Es kann keiner bewerten, der nicht schon mal in ähnlicher Situation war und sich wehrlos den Schlägen von Überlegenen ausgesetzt sah wie brutal etwas war oder nicht.

    Alleine schon der Anstand des Anwalts müsste hier einschreiten: „Stop, es reicht, der Richter hat sein Urteil im Rahmen des Gesetzes gefällt, die Tat ist eindeutig bewiesen, Ende.“ Er kann und soll versuchen das Strafmaß trotz aller Schuld im Sinne seines Mandaten zu minimieren, während der Verhandlung. Die Art und Weise jetzt nach der Verhandlung es wie geschehen zu kommentieren finde ich abscheulich und straft in meinen Augen das Opfer. Für das Opfer ist das von dem Richters eingesetzte Strafmaß die einzige Genugtuung die er bekommen kann, nämlich zu wissen das diese Beiden einer einigermaßen gerechten Strafe entgegen sehen.

  7. Wenn es aber eine Revision geben sollte?
    Sollte da der Anwalt drauf verzichten? Weil die Täter ihre Strafe auch verdient haben?
    Auch nach dem Urteil hört die Menschlichkeit der Täter nicht auf.

  8. Wer oder was ist eigentlich eine wirkliche Instanz, um sagen zu können: „Du hast Schuld, und das ist deine GERECHTE Strafe.“ Ein Richter aus Fleisch und Blut, oder einer von uns? Das ist Irrsinn.

    Alles, was ich sagen kann, ist: „Ich will mit dir nix zu tun haben, weil du ein Arschloch bist und Scheiße gemacht hast.“

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.