kaum keiner schaut hin

Die Berichte um die diesjährige Tour de France verfolge ich nicht mehr aktiv (*). Beim abendlichen Nachrichtenresümee mag ich deswegen auch nicht schnell umschalten, also bekomme ich dann doch etwas mit. Es haben bisher 2 Unverdrossene (einszwei) wohl gesagt, „die erwischen mich doch nie“ …. – falsch gehofft.

Als Zuschauer fragt ich mich ehrlich, wessen geistige Kinder auf den Sätteln hocken müssen. Jedem nüchtern denkenden Menschen muss klar sein, das die Doping-Jäger der Tour jeden mit der größten Lupe verfolgen werden, um das Tour-Image wieder aufzupolieren, ganz sachte und langsam muss das Vertrauen wieder errichtet werden. Sehr löblich und auch verständlich, ist doch zudem auch richtig Geld mit im Spiel. Welchem Gedankengang muss man als Fahrer erliegen, um dann doch wieder zu unlauteren Mitteln zu greifen? Oder waren die Beiden nur zu dumm sich erwischen zu lassen?

Etwas aufgehorcht habe ich bei dem Appell auf spiegel.de des deutschen Fahrers „Jens Voigt“

…Gebt uns doch mal eine Chance…

Wenn die Fahrer unter sich auf sich aufeinander aufpassen, wird es ja vielleicht doch noch. Wir (ehemaligen) Zuschauer können nicht erkennen wer sauber kämpft und wer nicht. Alleine sich diese Frage schon stellen zu müssen, ist ein Ausschlusskriterium jeglichen Interesses überhaupt. Und doch bin ich geneigt den augenscheinlichen Bemühungen etwas Respekt zu zollen. Bin ich deswegen nun inkonsequent?

(* siehe auch: keiner schaut hin)

2 Gedanken zu „kaum keiner schaut hin

  1. Was erwartest Du von Männern mit rasierten Beinen, die sich in litfaßsäulenbunte Wurstpellen in Primärfarben kleiden und Puck-die-Stubenfliege-Sonnenbrillen tragen?

    Wenn die etwas Gescheites könnten, hätten sie einen anständigen Beruf und müssten nicht auf den Radlstrich.

  2. Das ist leider das Wesen des kommerziellen Sports geworden. Jeder will Geld verdienen, mit allen Mitteln. Es gibt Menschen die durchs Wasser jagen, die sich laufend, hüpfend oder sonst wie betätigen. Für mich eine Frage des Talents und ob der ‚Gesegnete‘ ernsthaft versucht, damit auch seinen Lebensunterhalt zu bestreiten. Nicht jeder sollte Kneipier werden, keiner hätte Gäste. 🙂

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