zweiPod

Die beste Tochter von allen und ich sind also gestern in den Norden gefahren. Das kleine Schwarze steht zu Hause und wartet, ich darf mit dem Komfort der Gattin fahren. Sehr schoen und vor allem deutlich schneller als das kleine Schwarze.

Wir fahren die A1 hoch, sind auf in der Naehe von Lotte (bei Osnabrueck – so heisst die Ecke wirklich) als sich Pausenbedarf einstellt. Der besten Tochter von allen geluestet es nach einer Portion Pommes mit Wurst und mir koennte ein Kaffee sowie ein Stueck Schokolade (wegen der Aufmerksamkeit) gut zu Gesicht stehen.

Es gibt Sachen, die aendern sich nicht. Immer wenn wir frueher mit dem Auto unterwegs waren, wollte sie unabhaengig der Tages- oder Nachtzeit, Pommes mit Mayo und Wurst. Wir finden also eine Raststaette die einen vernuenftigen Eindruck macht, sie bekommt ihre turnusmaessge Unterwegsmahlzeit und ich meinen Kaffee plus Aufmerksamkeitspusher. Danach muss Sie natuerlich eine rauchen. btw: Ich mag nicht wenn sie raucht. Ganz und gar nicht, schon im Grundsatz nicht. Sie laesst sich auch nicht davon ueberzeugen, dass der Glimmstengel nicht sein muss. Ich bin der direkte Beweis, ich habe nach 16 Jahren Abhaengigkeit auch aufgehoert und lebe noch. Das Einsehen kommt vielleicht/hoffentlich spaeter.

Einen Grossteil der Fahrt bis hierhin hatte jeder seinen iPod auf den Ohren, sie hoerte ihren teilweise wirklich wilden Musik-Mix und ich hatte es weiter auf Eragon abgesehen. Mir schiesst die Erinnerung an fruehere Fahrten mit der kleinen besten Tochter von allen in den Kopf und grinse mir einen ab. Frueher wurde ich gewzungen auf der Fahrt in den Norden Kindersachen zu hoeren, was vor allem Nachts nicht gerade dazu beitraegt, die Aufmerksamkeit hoch zu halten. Heute mit den portablen mp3 Playern ist das hingegen eine Wohltat, ein wahrlich fuerstlicher Genuss. 🙂

Ich erinnere mich an Detlev Joecker mit seiner Si-Sa-Singemaus, dem Zirkus Tarantelli, den Rolf Zukowski-Kasetten, den Disney-Hoerbuechern, usw. Ich sage es ihr, weil sie den Grund des Grinsens erfahren moechte und lacht direkt mit. Dann legt sie los und wir singen/summen die damaligen Refrains problemlos nach. Ich sehe wie sich die Erinnerungen immer weiter einstellen. Nun aber los, bevor es noch schlimmer wird. Schlimm genug, dass es sich so tief ins Gedaechtnis eingebrannt hat. So sehr ich innerlich immer ueber diese Musik geflucht habe, gestern haette ich sie ausnahmsweise doch irgendwie wieder gerne gehoert und ich glaube sie auch. 🙂

[ live from the streets ]

2 Gedanken zu „zweiPod

  1. Benjamin Blümchen oder Nena im Konkurrenzkampf mit Genesis, Klaus Hoffmann und Apocalyptica – ich kenne das nur zu gut!

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