doch ein Bug

Das Upgrade hat wirklich gut geklappt. Die neue Gnome-Umgebung fühlt sich flotter und runder an. Es wurden eine Menge kleiner und Nicklichkeiten und größerer Probleme gelöst. Aber einen ziemlich doofen Hänger habe ich dann doch noch gefunden: Firefox will seit dem Upgrade partout keinen Ton beim abspielen von Flash-Videos oder anderen Sound-PlugIns mehr ausgeben.

Wo fängt man da an? Bei Tante Google. Die hat auch gleich Ergebnisse dazu ausspuckt, es ist war beruhigend nicht alleine zu sein.

In Ubuntu findet seit Gutsy Gibon(?) einen neuen Soundserver mit – Pulse-Audio. Ich mich habe noch nicht damit beschäftigt was genau das soll, denn das etwas betagte ALSA-System funktioniert für mich prächtig. Wenn Pulse-Audio oder Ubuntu wenigstens meine Creative XiFi SoundCard nutzen könnte, fände ich das wirklich klasse. Doch mangels Treiber, denn der Hersteller sieht weiterhin keinen Grund seine Hardware auch unter Linux nutzbar zu machen, geht es halt nicht. Kommt Zeit – kommt Treiber. Unter Windows ist die Karte jedenfalls ein Kracher. Derweil kommt also mein Linux-Sound onBoard vom Soundchip des MainBoards. Das geht auch, hat aber rein von der Qualität schon das Nachsehen. Egal, weil es wohl immer wieder Probleme mit Puls-Audio gibt, habe ich den einfach vorab für das Fehlen ‚meines‘ Sounds verdächtigt. Wohlgemerkt in anderen Anwendungen war der Sound kein Problem. Also rein in die Konsole und mit

sudo pkill pulse

den Puls-Audio Prozess erst einmal universal abgeschossen, dann Firefox neu gestartet und der Ton in Flash war wieder da. Also die Ursache/Auslöser ist dann schon mal gefunden. Und was jetzt? Es gibt kein Firefox-Update, der aktuelle  FlashPlayer 10 ist auch wegen dem üblen Bug in der Version 9  schon lange drauf, Einstellungen in Flash kann man keine vornehmen.

Beim stochersurfen stieß ich auf ein Blog das die Lösung parat hielt. Scheinbar kann Puls-Audio mit dem Sound des FlashPlayers 10 nicht und der nette Mensch vom dem Blog hat das mit einem Patch gefixed. Das Blog und den Patch habe ich erstmal durch Tante Google überprüfen lassen, ob es irgendwie negativ in Erscheinung trat (man weiß ja nie), doch Fehlanzeige. Der Patch hat schon einigen Betroffenen geholfen, also keine offensichtliche Gefahr.

Den Patch herunter laden, auf dem Desktop speichern, doppelt drauf klicken, Installation per Adminpasswort abnicken, 10 Sekunden warten, fertig.

Hier der direkte Link zum Blog von Derek Hildreth und seinem Patch.

@Derek
Thank you for the patch – much appreciated. You made my day. 🙂

Nachtrag vom 07.11.2008:

Freier Linux-Treiber für X-Fi-Soundkarten von Creative
(32- und 64-Bit-Treiber unterstützt Alsa)

Creative hat seinen Treiber für die Soundkartenserien Sound Blaster X-Fi und X-Fi Titanium als Open Source veröffentlicht. Der Treiber steht für 32- und 64-Bit-Linux-Systeme zur Verfügung und ist kompatibel zum Linux-Audiosystem Alsa.

Der neue Linux-Treiber unterstützt die Soundkartenfamilien Sound Blaster X-Fi und X-Fi Titanium. Funktionen wie PCM-Playback, Alsa Record und der Alsa Mixer lassen sich bereits nutzen. Auf externe I/O-Module muss hingegen noch verzichtet werden. Der unter der GPLv2 lizenzierte Treiber ist über Creatives Treiber-Downloadseite verfügbar. Creative rät vom Einsatz auf Produktivsystemen ab.

Alle durch den für 32- und 64-Bit-Systeme verfügbaren Treiber unterstützten Karten sind in der Ankündigung aufgezählt.

Den Audioprozessor X-Fi Xtreme Fidelity stellte Creative schon im Mai 2005 vor. Erst im Herbst 2007 veröffentlichte der Hersteller eine Betaversion eines passenden Linux-Treibers. Und die war nur für 64-Bit-Systeme verfügbar und verlangte außerdem nach einer älteren GCC-Version.

Anfang 2008 erschien dann ein freier Treiber als Teil des Open Sound Systems (OSS). Unter Linux wurde OSS jedoch von Alsa abgelöst. Der nun von Creative bereitgestellte, freie Treiber soll diese Probleme lösen und könnte auch offizieller Teil von Alsa werden.

[quelle: golem.de]

Gestern noch beschwert. Geduld muss man haben. 🙂

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