Chipsfieber

Die müssen doch irgendwas in die  Kartoffelchips reinmischen, oder? Das kann doch echt nicht mit rechten Dingen zugehen.

Die Tüte ist zu, keiner hat ein Problem damit. Die Tüte ist plötzlich kaum geöffnet, riecht es lecker nach Gewürzen. Man kann nicht an sich halten und will nur ein Blättchen versuchen, nur ein einziges, am besten nur ein kleines. Man weiß ja wie es schmeckt, aber man will dennoch sicher gehen, dass dieser Geschmack auch der ist den man kennt.

Hat man das Probestück fertig, wandert die ferngesteuerte Hand für ein zweites Blättchen. Das Auge schreit hilflos „bloß nicht“, die Hand mag doch nur noch eins zusätzlich haben, dann ist Schluss. Ganz sicher.

10 Minuten später ist die Tüte nur noch halb voll. Ich erwache schockiert aus dem Fieberschlaf, die Paprikalippen verstecken sich schnell.

Jetzt ist mir schlecht. Ich sag Euch, die mischen da was rein, 100%ig.

[Bild © Hubble2008 / www.pixelio.de]

11 Gedanken zu „Chipsfieber

  1. Lieber Ruediger;

    aber natürlich mischen die da was rein. Es nennt sich Natriumglutamat und seine Nebenwirkungen sind definitv schlimmer als ein Erwachsener mit einer Kinderkrankheit! Der Mensch ist ein Krankheitserreger. So einfach ist das!

    Ganz herzlich, warme Wintergrüße hinterlässt FrauLehmann

  2. Chips bestehen doch eh nur zu einem kleinem Teil aus natürlichen Rohstoffen. Beiss mal einen Verpackungschip, da schmeckst Du kaum einen Unterschied in der Konstitenz! 😉

  3. @FrauLehmann
    Klingt schlechter als es (leider) schmeckt. *hmpf*

    @StoiBär
    *öhm* Die Tütenchips sind besser gewürzt, sonst würde ich leichter die Finger davon lassen. 😉

  4. Ich sage es Ihnen. Fängt man damit einmal an, kann man nicht mehr aufhören, obwohl man es ja eigentlich besser weiß. Aber das Hüftgold ist für die kalte Jahreszeit gar nicht mal so verkehrt 🙂

  5. Das was FrauLehmann sagt! Glutamat ist es! Das dreht so richtig am Appetit.
    Das Zeug hat bei mir Hausverbot!

  6. Eine Theorie: Das crunchen im Mund wird vom Hirn mit Arbeit assoziiert. Bequem zu erledigende Arbeit, die ggf. das schlechte Gewissen wegen aufgeschobener (echter) Arbeit oder Müßiggangs überpielt bzw. ausgleicht. das könnte erklären, warum Chips meist vor dem Fernseher oder Rechner gefuttert werden.

  7. ErdnußFlips, geröstete Pistazien, Kräcker, Gummibärchen, Gewürzspekulatius: alle mit Natriumglutamat? Oder gibt es noch einen anderen Suchtgrund?

  8. das mit dem glutamat wurde ja nun erwähnt… scheint also zu stimmen. ich habe das problem bei den salt & vinegar chips. dabei hört sich das ja eher eklig an, gelle? und ganz schlimm sind für mich jetzt zur weihnachtszeit diese verdammten blätterkrokant kugeln. was die da wohl reinmachen? da steht nämlich nichts von glutamat….

  9. @sevenjobs
    Braucht es denn einen anderen Grund? 😉

    @tasha
    Da ist bestimmt auch so Zeugs drinnen, jede Wette. Auch die Gattin verliert jede natürliche Zurückhaltung angesichts dieser so harmlos verpackten Hüftbomben.

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