wie es sich anfühlt

Das Neue ist haptisch nicht viel anders als das Letzte. Das wird es vielleicht auch nicht, oder doch. 364,5 neue Tage in 2009 liegen nun vor mir. Es ist nicht übermäßig wichtig was die 365 Tage zuvor passiert ist. Kein wirklicher Grund offenbart sich wehmütig oder im Zorn zurückzublicken um sich zu fragen, ob man alles richtig gemacht hat. Das ganz sicher dennoch nicht. Zu dem Zeitpunkt, in der Situation habe ich das gemacht und gedacht, was richtig schien und hoffentlich auch dazu gestanden. Nichts bereut, so wie es war, war es gut. Richtig oder Falsch? Was soll die Frage? Wer kann etwas rückgängig machen? Das nächste Mal entscheidet man doch wieder wie man glaubt zu entscheiden oder handeln zu müssen.

Ich nutze indes die Ruhe des nächtlichen Schwachsinns freudig sein Geld in die Luft zu sprengen, um zu überlegen was auf mich zukommt. Was könnte auf mich zukommen, auf was sollte ich mich vorbereiten, womit sollte ich mich rüsten, im Vorgriff gedanklich schon mal befassen? Vieles was in 2008 begonnen hat wird sich jetzt erst klarer abzeichnen, zukünftige Situationen sind noch von zuviel Nebel umschlossen und das muss auch so bleiben. Einiges hat bessere Konturen, einiges ist schon sehr deutlich, daran kann mag ich arbeiten. Details gehören hier nicht hin.

Januar und Februar werden viel Arbeit bringen, ungewohnte Arbeit mit gänzlich ungewohnter Verantwortung. Durchaus glaube ich zu wissen was getan werden muss, nur kann/will ich niemanden ruhigen Gewissens um Rat oder Hilfe fragen. Wieder als Einzelkämpfer voran, wie schon so oft in der Vergangenheit. Das wird schon, sich auf eigene Stärken besinnen und das Zögern aufgeben, es wird helfen. Das hat mich nie im Stich gelassen. Am Ende ist man doch alleine verantwortlich, also werde ich auch alles so machen wie ich will. Theorie und Praxis – und doch hemmt mich das Wissen, dass nur der eine Versuch möglich ist. Ich hatte mehr als genug Zeit mich damit auseinander, rock’n roll. Auf der anderen Seite wird es wer am Ende doch wieder besser gewusst haben? Wer wird am Ende vor mir stehen, der vormals hinter mir stand? Ungemütliches Unwissen und zugleich auch Ansporn. Es wird spannend, hoffentlich halte ich es aus. Vertraue auf Dich, vertraue Dir selbst und lass Dir von anderen nicht hinein reden. Sorge für klare Verhältnisse und Abgrenzungen. Don’t touch my fence!

Der März wird sicher beherrscht von einer Premiere. Nach knapp 10 Jahren in der IT-Branche werde ich zum ersten Mal aktiv auf der CeBit sein. Deutliche Vorfreude, weil tolle Leute um mich herum sein werden, Unsicherheit wie ich die Tage im Stehen wohl überlebe. Unsere Kunden können mich nicht mehr ängstigen schocken, nicht nach 25 Jahren Kundendienst. Dennoch wird es trotz aller Erfahrung und Auftreten eine neue Herausforderung, da muss ich besonders auf mich aufpassen. Auch über die Zukunft des kleinen Schwarzen muss bis dahin entschieden sein. Die Zeit ist reif, ich fühle mich nicht mehr wohl mit ihm. Neuer Komfort wird gegen Zuverlässigkeit und Vertrautheit abgewogen, Es wird Zeit für uns. Die Krise wird vermutlich denkbar günstige Umstände für Entschlossene erzeugen. Beim halbherzigen Antesten vor einigen Wochen konnte ich schon erleben, dass die Händler willig und bereit sind. Ich bin es noch nicht, muss es aber wohl will ich die Möglichkeit nicht ungenutzt an mir vorbeiziehen lassen. Das kleine Schwarze ist leider alt und verbraucht. Auf ein Abstellgleis gehört er dennoch nicht. Es wird sich ein Anfänger finden, der es zu schätzen weiß und ihn sinngemäß auf das Altenteil fährt.

April bis Juli sind nur wage zu erkennen. Viel Meer und noch viel mehr Sonne wären mal wieder schön, doch die veranschlagten Kosten hierfür rauben mir jetzt schon wieder den Atem. Es wird sich zeigen. Die beste Tochter von allen wird sich hoffentlich beweisen. Geschafft oder an den eigenen Zielen gescheitert? Doch zu hoch gesteckt, oder zu wenig dafür getan? Sie wird es schon richtig machen, nur in Ruhe lassen, bloß nicht übermäßig einmischen.

Der Rest ist willkommener Nebel.

Schachbrett

[Bild © Boscolo / www.pixelio.de]

Ein frohes neues Jahr da draußen!

Außerhalb des Nebels ist nur, dass bis Dezember ich ein MacBook Pro zusammen haben will – this is my personal goal. *fo shizzle*

4 Gedanken zu „wie es sich anfühlt

  1. Was würden Sie tun, wenn Sie das neue Jahr regieren könnten?

    Ich würde vor Aufregung wahrscheinlich
    Die ersten Nächte schlaflos verbringen
    Und darauf tagelang ängstlich und kleinlich
    Ganz dumme, selbstsüchtige Pläne schwingen.

    Dann – hoffentlich – aber laut lachen
    Und endlich den lieben Gott abends leise
    Bitten, doch wieder nach seiner Weise
    Das neue Jahr göttlich selber zu machen.

    (Joachim Ringelnatz)

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