etwas mehr Respekt

Eigentlich sollte ich meinen Feedreader bearbeiten, so voll wie der ist. Anyway, ein Teil der letzten 4 Tage war Promotion auf dem Messeteppich, Produktinformationen verteilen, Informationen anbieten, Menschen ansprechen, diskutieren, sich auf Themen einlassen die einem unsicher sind, spontane Gespräche mit fremden Menschen führen. Neben der Erkenntnis, dass mir diese Arbeit tierischen Spaß macht, habe ich auch noch etwas gelernt: Deutlich mehr Respekt gegenüber Menschen, die ihr Geld auf der Strasse oder in Kaufhäusern damit verdienen müssen, genau das zu tun was auch ich einen Teil der letzten 4 Tage gemacht habe. Es ist beileibe nicht leicht, auf wildfremde Menschen zu zugehen, um sich oder sein Produkt möglichst angenehm zu präsentieren. Man erlebt die merkwürdigsten Sachen, nur weil der Angesprochene schlechte Laune hat oder eben nicht abgesprochen werden will.

Soweit mich mein Empfinden nicht täuscht, habe ich mich nie in ähnlicher Weise wie teilweise erlebt gegenüber Prospektverteilern, Promotoren derart unwirsch oder unhöflich verhalten, solange man sich mir nicht direkt in den Weg stellte oder den Abstand künstlich zu kurz hielt, dass ich einen Schritt zurück tun musste. Doch werde ich mich fortan bemühen jedem ‚anständigen‘ Promotor mit einem lächelnden „Nein, danke“ zu verstehen geben, dass ich nicht interessiert bin. Man soll nicht glauben wie angenehm es ist, wenn man auf der anderen Seite steht und eine so kleine schöne Geste erfahren darf. Das motiviert wieder und macht den Job etwas leichter, gerade und besonders wenn man 5 Rüpel hintereinander hatte. Versprochen. #Lektion.gelernt

P.S. Annie Lennox ist einfach geil

P.P.S Meine Füße bringen mich um.

P.P.P.S. Ich geh jetzt ins Bett.

4 Gedanken zu „etwas mehr Respekt

  1. noch 4 Stunden bis Annie Lennox …. ich fiebere ihr entgegen 😉 und hoffe, dass Am.azon und die Post mich nicht enttäuschen.
    Beste Grüße an die Füße – die Schmerzen vergisst Mann, wenn die nächste Messe ansteht. Das ist wie mit dem Kinderkriegen. Das drumherum zählt.

  2. @S(tef)unny
    4 Stunden bis was genau? Wir Menschen neigen zum idealisieren, wir blenden das Unwegsame und Unangenehme nur allzu gerne/leicht aus. 🙂

  3. Ich versuche, auch zu Promotern freundlich zu sein und mit einem Lächeln „nein, danke“ zu sagen oder auch mal ein „ich habe die Zeitung schon im Abo“, „nein, gelegentlich habe ich kein Herz für Tiere“, „ja ich bin jobmäßig täglich mit der Umwelt beschäftigt und will jetzt nicht auch noch darüber reden“. Auch bei unaufgeforderten Werbeanrufen komme ich nicht umhin, mir den armen Mitarbeiter vorzustellen und dass er/sie auch nur seinen Job macht. Okay, mitunter erzähle ich auch mal, dass ich gerne Steuern zahle und diese überhaupt nicht sparen will 😉
    ABER: manche Leute sind echt wie Schmeißfliegen und verwechseln Höflichkeit und eine gewisse Grundfreundlichkeit mit Dummheit und leichten Opfern.

  4. …. bis ich die neue CD endlich in Händen halten bzw. in den CD-Player einschmeisen kann. Ich bin nicht so internetaffin, dass ich mir die Musik aus dem Netz auf den Rechner ziehe 😉

    PS: Ich war schon aus den Büro draußen als die Kollegin anrief und sagte, dass da noch ein Päckchen angekommen ist. Ich bin natürlich flux zurück on the dark road und walke seitem auf broken glass, mit einem shining light und denke an thousand beautiful things.

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