Technikmüde

Das mir so etwas überhaupt passiert, doch ich bin wirklich und ehrlich technikmüde. Ich habe keinen Spaß daran, mich mit ‚Zeugs‘ zu beschäftigen. Alles mag ich einfach nur so nutzen und nicht wissen warum und wie ‚es‘ geht. Konfigurationen und das Wissen der Vorgänge unter der Motorhaube sind mir einerlei. Ich kann es derzeit nicht mehr sehen, ich bin des Frickelns müde. Mein Linux verweist und hat schon seit Wochen keine Pflege und Updates mehr erfahren, das Spiele-Windows juckt mich schon lange nicht mehr. Beinahe täglich liegt das PowerBook auf dem Schoss, ohne einen nennenswerten Lerneffekt. Es wird einfach nur genutzt, es macht es mir auch sehr einfach und leicht. Dennoch komme ich mir dabei träge und faul vor. Ganz besonders faul und ganz besonders merkwürdig.

Ein Vakuum ist es dennoch nicht, der Wunsch eine alte Geschichte etwas aufzuarbeiten und hier einzustellen wächst erneut zusehends. Der Feedreader frisst jeden Tag einen guten Teil meine ‚freien‘ Zeit auf. Während des Studiums der Blogs finde ich immer wieder tolle Texte und dann denke ich doch bald dort weiter zu machen, wo ich vor ein paar Jahren aus exakt dem gegenteiligen Grund (akute Unlust) aufhörte. Wie kommt das? Die Gattin hätte eigentlich nichts dagegen. Das ist mir sehr wichtig, auch wenn die Geschichte nichts autobiographisches hat. Mir spuken wieder neue Wendungen im Kopf herum, spüre wieder ernsthafte Lust weiter Text zu produzieren. Sobald ich damit aber anfange ist bestimmt wieder bald Schluss mit Vernunft, dann verbringe ich wieder ganze Tage an der Geschichte. Die Maßlosigkeit hier war es vermutlich auch, was mir den Punkt brachte nicht mehr weitermachen zu wollen.

Der mögliche Eindruck von ‚fishing-for-complements‘, der sich mir selbst beim Lesen der Zeilen aufdrängt, ist gänzlich ungewollt. Es sind schriftliche Gedanken, von denen ich nicht weiß wohin, sonst nichts.

4 Gedanken zu „Technikmüde

  1. fishing-for-complements? Nix gefunden!

    Mir gehts so ähnlich wie dir. Das Gefrickel nervt. Okay, bei meinem Ubuntu mach ich ’ne große Ausnahme, aber sonst stimme ich dir zu. Aus diesem Grund lehne ich auch PC-Spiele ab und das bereits seit Jahren. Die Installationsorgien, inkompatible Hardware, Treibergeschichten, Hardwareupgrades, weiß der Teufel was noch, habe mich echt angeko**t. Der Umstieg auf eine Spielekonsole lag nahe und ist reibungslos und stressfrei von statten gegangen. Ich hatte noch kein Spiel für Xbox360 oder damals die PS2, das nicht ohne Probleme, ohne Patches lief.

    Deine momentane Unlust hängt aber auch mit der Jahreszeit zusammen. Ich bin zur Zeit sportmüde und das ist auch was neues. Allerdings scheuchen mich einige Wettkampftermine, sodass ich mich dem Tran nicht hingeben kann. Warts ab, mit der Sonne und dem Frühling erwacht auch wieder die Lust auf die „alten“ Projekte.

  2. Auf das Wetter lassen sich so viel Sachen schieben, letztlich ist man es doch nur selbst. Ich glaub, ich brauch mal wieder eine Pause.

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