kleine Selbstverständlichkeit

Als leidenswilliger Linuxer und gewohnheitsmäßig vernachlässigter Windows-User stoße ich als wohl immer noch als Mac-Frischling geltender User im OS X weiter auf kleine Selbstverständlichkeiten, die so erstaunlich wie auch logisch und eben auch selbstverständlich erscheinen.

Zur Vorgeschichte:

Auf der CeBit hatten wir auf unserem Stand den ganzen Tag einen Jingle laufen, der eine Präsentation auf einigen LCD-Monitoren begleitete und ein Flash-Spiel promoten sollte. Dieser Jingle lief den ganzen Tag und nicht gerade leise. Der Nerv-Level war hoch, bis der Ohrwurm einmal gesetzt war, dann haben wir uns sogar dazu bewegt. Also draußen auf dem Teppich, als auch drinnen im Stand, eben auch Spaß bei der Arbeit haben.Wir haben es zum Schluss gar nicht mehr wirklich gehört, doch die Nachbarstände dafür um so mehr. Es wurde geflaxt und gemault, den Jingle ja nicht anzumachen, es wurden Beträge geboten (aber nie eingelöst) usw. Als Ausgleich der Tortur haben wir am letzten Tag unsere Sound-Anlage dazu benutzt, ein wenig ‚gute‘ Musik zu machen. So gegen 08.30 Uhr liefen dann „z.B. Lou Reed – Take a walk on the wild side“ und noch ein paar andere echte Schätzchen. Das versöhnte wieder und an allen Nachbarständen groovte es, es war toll zu erleben. Zurück zum Jingle, nach 3 Tagen waren auch die Nachbarstände von dem Jingle-Rhythmus infiziert und wenn keine Kunden in der Nähe waren, ebenfalls kleine ‚Standtänzchen‘ wagten. Cheffe hat ausgerechnet, dass wir das ca. 10.000 gehört haben.

Der Ehemann unsere fabulösen Standleitung hat nun den Jingle aus dem Flash-Spiel extrahiert und ein *.mp3 daraus gemacht. Und damit alle was noch davon haben, verschickte sie es natürlich an uns alle. Aus allen Büros drang dieser Jingle begleitet von lautem Stöhnen, oder ‚Oh nein‘ Ausrufen. Das Ding brennt sich echt ein und doch hat er was. Damit auch die Gattin infiziert wird, sandte ich ihn mir auch nach Hause. Die Mail wird also abgeholt und ich sehe das:

sound_in_mail

Die ‚kleine Selbstverständlichkeit‘ ist am Ende der Mail, in dem Apple Mail direkt in der Mail selbst die Abspielkontrolle automatisch einblendet. Ich musste nur auf ‚play‘ drücken, mehr nicht. Klasse. Im Büro-VISTA musste man die Datei durch einen Doppelklick öffnen, der dann zuerst den Media Player öffnet, der dann zuerst ins Internet will (aber natürlich nicht darf), dann wartet man 3 weitere Sekunden bis sich dieses Ding irgend etwas fertig gemacht hat und dann darf man nach einem Klick auf ‚play‘ den Anhang der Mail anhören. Das ist doch mal wieder toll gemacht. Jeden Abend freue ich mich darauf den Apfel wieder auf dem Schoss zu haben.

Ah so, der Jingle fehlt noch : 

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6 Gedanken zu „kleine Selbstverständlichkeit

  1. @tAXMAN
    Nun tu doch nicht so, oller Macho. Das Ding eine Stunde in der Heavy Rotation werden auch Deine möglicherweise steifen Hüften kreisen wieder. 😀

    Öhm, wir haben das nicht selbst gebaut sondern von einer passenden Plattform. Ist nicht meine Baustelle, unser Marketing arbeitet sehr ordentlich. Ich denke die haben sich abgesichert.

  2. Hehe, ich meine nicht die Jingleendlosschleife. Dein Apfelzeugs ist Mädchenkram. Richtige Kerle wollen klicken und möglichst viele Fenster effektvoll aufpoppen sehen. Und sei es nur um den Sound aus ’ner Mail abspielen zu können. 😉

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