Laufpause beeendet

Nicht wegen des gestrigen wunderbaren Frühlingsanfang, als mehr wegen des schönen Wetters und der günstigen Zeit habe ich meine Laufpause gestern aktiv beendet. Zuletzt bin ich im Januar ernsthaft einmal um den Park gelaufen und ich habe es gehasst. Die Brust, besser die Lungen schmerzten, die Strecke war zu glatt, matschig, meine Sorge umzuknicken oder mir sonst irgendwie weh zu tun, fraßen den ganzen Spaß an der Bewegung komplett auf. Überhaupt sollte man im Winter seinen Hintern eher an der Heizung wärmen als zu laufen.

Meine Sorge, dass ich in der Pause das mühsam herunter gelaufene Gewicht des letzten Sommers schrittweise wieder zulege, hat sich als unbegründet erwiesen. *puh* Einfach war es nicht, aber was ist das schon im Zusammenhang mit dem eigenen Körpergewicht. Wem meiner Vorfahren ich auch immer den Hang zur spontanen Gewichtszunahme zu verdanken habe, die/derjenige hat ganze Arbeit geleistet. Ob sich das im Alter ändert? Bis ich das heraus gefunden habe, muss ich höllisch aufpassen was und wie viel ich verzehre. Doc und auch ich sind jedenfalls sehr zufrieden mit der Entwicklung.

Gestern also bin ich die ersten 5 ernsthaften Kilometer dieses Jahres angegangen und es ging sehr gut. In knapp 45 Minuten bin ich die Runde gelaufen, wirklich sehr gemütlich und eher zur Standortbestimmung, in wieweit sich die Kondition des letzten Jahres verflüchtigt hat. Die Beine sind etwas schwer heute, aber ich fühle mich dennoch gut, richtig gut sogar. Ich werde den Angriff auf die letzten 7 Kilo wagen, die sich letztes Jahr als zu widerspenstig zeigten. Was gönne ich mir als Belohnung bei Erreichen des Ziels im Juni?

Ein schöner Nebeneffekt des ganzen Trainings ist mir kürzlich bewusst geworden. Trotz der hohen beruflichen Belastung der letzten Wochen und der daraus resultierenden Erschöpfung, kann ich mich in kurzen Abständen wieder soweit regenerieren, dass ich den kommenden Tag angehen kann. Das war nicht immer so.

Sport ist kein Mord, zumindest nicht für mich. 🙂

Ein schönes Wochenende.

13 Gedanken zu „Laufpause beeendet

  1. Das Du auf diese Belohnung nicht selbst gekommen bist, wundert mich schon ein wenig. 😉
    Und das Motto schenke ich Dir gerne. Damit wird es sich bestimmt viel besser laufen lassen. 😀

  2. Das MacBook war eigentlich fest zum nächsten Weihnachten geplant, also so richtig feste vorgenommen und so. Es vorzuziehen bedurfte eines Ereignisses (*done*) und einer passenden Ermunterung (*done*) *öhm* , die Gattin verweigert und scholt mich gar ‚durchgebrannt‘. 😉

  3. Vielleicht sollte ich es zwecks Work/Life Balance auch mal mit Sport versuchen. Schwierig ist das Aufraffen – gelaufen bin ich bspw. noch nie. Für ein privates MacBook würde ich mir das aber überlegen…

  4. Armer Rüdiger, in puncto Technik hast Du es wahrhaftig nicht leicht mit der Gattin. 🙁

    @Silencer: Für Sie habe ich auch ein prima Motto parat: Radfahren für MacBook! 😀
    Falls das noch überzeugend genug sein sollte, dann lackieren Sie Ihr Fahrrad einfach gelb.
    So fällt der Wechsel vom Kleinen gelben Auto™ zum Kleinen gelben Fahrrad™ nicht so schwer. 😉

  5. @Silencer
    IMHO: Wenn man sich von dem Fehler fernhält, sich anfangs an den anderen Läufern zu orientieren, kann es leichter gelingen. Aus der Erfahrung bin ich anfangs abseits aller Pfade für mich alleine gelaufen, in aller Ruhe und Gemütlichkeit. Kleine erreichbare Ziele waren bei mir der Schlüssel. Ich habe mir meine Ziele nach meinen Möglichkeiten gesetzt und so das „wieder-hinwerfen-wegen-Unzufriedenheit-mit-sich-selbst“ vermieden. Irgendwann kommt die Zuversicht und man ‚will‘ sich messen, nur dann ist es weniger ‚gefährlich‘.

    @Schildmaid
    Jeder hat so sein Steckenpferd. Dafür teile ich ihre Leidenschaft für Handtaschen, Schuhe und auch leider für Zigaretten nicht. Es gleicht sich also aus. 😉 Die Idee Silencer auf ein gelbes Fahrrad zu setzen ist bombastisch. 😀

  6. Laufen für ein Macbook? Wirklich tolles Motto und warum soll man sich nicht auch mal unterjährig für etwas belohnen? Ich finde, das ist eins der positiven Dinge am Erwachsensein. Man beschenkt sich selbst, wenn einem danach ist und man glaubt, es wirklich verdient zu haben… 😀

    Eine Weile hab ich das auch mal gemacht. Joggen im Wald. Gut, ich war nicht wirklich richtig gut, aber wenn ich einen anstrengenden Tag hatte, war das wie ein Wundermittel gegen alles inklusive Kopfschmerzen. Habs dann im Winter aufgegeben, weil die Lunge schmerzte beim Laufen wegen der Kälte und nie wieder damit begonnen. Mittlerweile bin ich zu schwer dafür und konzentriere mich daher eher auf gelenkschonende Dinge.

    Ich spare jetzt für einen iMac und ich kann es kaum erwarten gegen Ende des Jahres (so lange wird es vermutlich dauern) eine ähnliche Präsentation wie die Schildmaid zu zelebrieren. 🙂

  7. @Semmy
    Das Motto alleine ist leider nicht alles, habe ich festgestellt. *öhm* Sich selber zu beschenken, hat etwas sehr sehr befriedigendes. Gerade und besonders wenn man sein selbst gestecktes Ziel auch dann wirklich erreicht hat. Ich drück uns beiden feste die Daumen. 😉

  8. Wie jetzt Laufpause? Ich habe dich für den in 1 1/2 Wochen in Berlin stattfindenden Halbmarathon angemeldet. Den wollten wir doch zusammen laufen. Ruediger! Enttäusch mich nicht! Das schöne Startgeld…

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