perfekt mit vielleicht einem Patzer

Den Windows Assistenten zum Übertragen seiner Profil-Dateien auf einen neuen Rechner musste ich einschließlich der Beulenpest schon zu so ziemlich jeder mir bekannten widerlichen Krankheit verdonnern. Entgegen besseres Wissen habe ich es insgesamt 4 Mal versucht und immer endete es in einem kleinen Chaos/Desaster. Denn am Ende durfte ich dann doch das zuvor gesicherte Nutzerprofil (man weiß ja nie) umständlich und zeitraubend von Hand auf den neuen Rechner überführen. Danach durfte ich alle Einstellungen neu setzen, Mail-Adressen einrichten, Umgebungen wieder anpassen, Nutzerwünsche berücksichtigen, usw. Das Ganze gewinnt an zusätzlicher Widerlichkeit, wenn man lokale Domain-Profile auf die automatische Weise umzuziehen versucht. Es fehlten komplette Mail-Archive, oder Teile von lokale Dokumentensammlungen, diverse Einstellungen, ganze Programme kann man gleich gar nicht übertragen. Das eigentlich wichtige Verzeichnis „Anwendungsdaten bzw. AppData“ wird wenn überhaupt nur teilweise und scheinbar zufällig ausgewählt transportiert. Ein Segen wenn das Netzwerk dann mit Serverprofilen arbeitet.

Der neue Leopard (aka. Thoas wie er nun heißt) hat ebenfalls einen sogenannten Migrationssassistenten, der im Resultat (fast) perfekt und überaus einfach arbeitet. Alles bis auf die Programme, weil die noch für die PPC-Architektur waren, hat dieser unscheinbare Helfer kinderleicht und problemlos von dem PowerBook auf das MacBook übertragen. Nach ca.2 Stunden (via LAN) konnte ich einfach an Thoas weiter arbeiten, als wäre es nie anders gewesen. Passwörter, Einstellungen, Dock, alles war so wie im PowerBook. *wow*

Jedoch nur fast perfekt, weil einen Patzer sich der Assistent womöglich erlaubt hat. Adobe Air, welches für Tweekdeck gebraucht wird, lies sich zwar installieren, aber nicht zur Installation starten. Egal was ich versuchte, nur in nicht migrierten Profilen lief alles problemlos, also eine Rechteproblem was nach Recherche hin und wieder mal passieren kann. Ebenso verweigert man mir die Installation von MacFUSE, bzw. NTFS-3G, was die Schreibfähigkeit auf NTFS-Dateisystemen im Mac installiert. Das ist nicht weiter tragisch und kann sicher noch gelöst werden. Nach etwas Recherche kann das aber auch eher ein anderes Problem sein.

Nach Installation der Intel-Versionen ‚meiner‘ Programme fanden diese alle ausnahmslos ‚ihre‘ migrierten Einstellungen aus den PPC-Versionen wieder. Es war wieder einmal erstaunlich, wie einfach man einen Rechnerumzug gestalten kann. Fast bin ich etwas entäuscht … nä nicht wirklich. Ich liebe ihn jetzt schon und freue mich riesig, dass ich mich entschieden habe. 😛

6 Gedanken zu „perfekt mit vielleicht einem Patzer

  1. Läuft unter Windows vielleicht nicht immer so gut, geht aber auch anders recht einfach. Kopiere dein „Userdir“ unter Linux, ohne Windows zu starten, einfach rüber auf die neue Maschine (bestenfalls per LiveCD oder USBLive). Das klappt auch immer problemlos. Die Problematik mit den Programmen bleibt jedoch bestehen und lässt sich ggf. durch das exportieren der Regestrie-Einträge umgehen. Nunja, bei MacOSX klappt es zugegebenermaßen wirklich super, noch besser gehts nur mit rsync unter Linux 😉

  2. @trinec
    true, unter Linux hatte ich ebenfalls noch nie Probleme nach einem Umzug, sofern man alles von Hand umgezogen hat. rsync ist dann schon eher für Fortgeschrittene. Unter Windows habe ich mich mittlerweile ans händische Übertragen und nacharbeiten gewöhnt, die Versuche den Automatismus zu nutzen kosten letztlich nur wertvolle Zeit. Aber mit Windows 7 wird ja alles besser. #bullshittalk

  3. @tAXMAN
    Den PHP-Speicher noch weiter erhöht und plötzlich ging auch das vormals störrische Kommentar Editier-PlugIn. Ich wundere mich nicht mehr. 😯

  4. „Works like a charm“ – ich sass das erste Mal, als ich den Assistenten ausprobieren durfte, einfach nur mit offenem Mund davor. Schön, das er nun auch über LAN funktioniert, früher ging das nur mit einem Firewire-Kabel.

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