Urlaubsvorlieben – Stöckchen

Weil das Schnitzwerkzeug noch ausgepackt herum liegt, wirft bonafilia gleich noch ein Stöckchen hinterher. Fragen und Antworten zu den persönlichen Urlaubsvorlieben. Also dann:

Lieber Heimat- oder Auslandsurlaub?

Da bin ich leidenschaftslos. Zu Hause fühle ich mich auch sehr wohl, hierzulande ist es häufig ebenso so schön wie in der Fremde. Ich muss nicht möglichst weit weg, nur damit ich dann im Büro angeben kann. Außerdem widerstrebt es mir, wenn eine Reise die Ersparnisse eines ganzen Jahres auszehren würde. Was bleibt denn nach 3 Wochen übrig? Wenn ich Geld für eine Urlaubsreise in die Hand nehme, möchte ich einen im Verhältnis vertretbaren Gegenwert erlangen und nicht nur um die eigene Haut zu bräunen oder viele Speicherkarten vollknipsen zu können, möglichst weit weg zufahren.

Ans Meer oder lieber in die Berge?

Der Erzeuger schleppte mich immer in diese grässliche Gegenden, wo man nichts machen könnte, außer zu klettern, sitzen, grässliche Musik verabreicht zu bekommen und Menschen zuzuhören, die man mitunter überhaupt nicht verstand und die sich so gar keine Mühe gaben. Immer wieder wurde ich auf nutzlose Berge oder in feuchtkalte Kämme gejagt, nur um dann wegen Wolken oder sonstiger Unwegsamkeit doch nichts zu sehen. Heute weiß ich wohl, dass auch die Berglandschaft schön sein kann, doch sitzt die Aversion viel zu tief. Keine Berge mehr – never ever.

Auch mal Städtereise buchen?

Gerne, wenn es etwas interessantes zu sehen oder zu erleben gibt, warum nicht. Solange dort nicht geschossen, entführt, abgezockt wird, oder man sich klerikaler oder monarchischer Dauerbeschallung aussetzen muss, bin ich sicher auch für eine Städtereise zu haben.

Welche Länder würdest du gerne mal bereisen?

Malta, Australien, Canada, Kenia, USA, Alaska, Japan, Südafrika

Welche Länder möchtest du niemals bereisen?

In Ländern, in denen schon fast Jagd auf Touristen gemacht wird, oder Bomben in Touristenarealen gelegt werden/wurden, in nahezu alle extrem-muslimischen Länder, ebenso wie in Diktaturen oder Länder der 3. Welt zieht es mich schon mal definitiv nicht. Wobei ich mich hier auf Nachrichten, Internet und ggf. auch das auswärtige Amt berufen würde.

Total relaxen oder lieber Land und Leute kennenlernen?

Beides. Alles zu seiner Zeit und bitte immer in Ruhe oder Gelassenheit. Gerne auch auf Touristenpfaden, aber doch lieber rein ins wilde fremde Leben und dort schauen, hören, lernen, erleben.

Ausländische Spezialitäten kennenlernen oder lieber heimische Kost?

Ausländische Spezialitäten.

Welche Länder hast du schon kennengelernt?

Kroatien, Österreich, Spanien, Frankreich, Dänemark, Holland, Belgien

Welche Städte hast du schon besucht?

Zu viele, um die hier alle aufzuzählen. Wenn ich die innerdeutschen Städte ausspare: Krk, Linz, Wien, Graz, Barcelona, diverse Orte an der Costa Brava, Madrid, Marseille, Lille, Straßburg, Kopenhagen, Rotterdam, Amsterdam, Brüssel,

Dein schönstes Souvenir?

Erinnerungen, Erlebnisse, das schöne Gefühl willkommen gewesen zu sein.

Lieber Sommer- oder Winterurlaub?

Sommer.

Fühlst du dich fremd und unsicher in einem fremden Land?

Ja und nein. Die ersten 2-3 Tage in der Fremde stimmt es schon, da halte ich mich stark zurück, schaue mir erst alles an, wie ist der Lauf der Dinge, wie wird was gemacht und versuche so den Takt des fremden Lebens um mich herum aufzunehmen. Dann passe ich mich soweit als möglich an und dann gehe ich auch auf Leute zu.

Genierst du dich deine bescheidenen Sprachkenntnisse in deinem Urlaubsland anzuwenden?

Nein. Hände, Füsse, Englisch, Deutsch, Zeichensprache. Wenn mein Gegenüber mitmacht, passt das schon. Gerne versuche ich mir Floskeln abzuschauen, so dass zumindest die örtlich üblichen Höflichkeits-Grundlagen, wie z.B. Guten Tag, Bitte, Danke, usw. ohne auf Sprachbarrieren zu stoßen, vermittelt werden können.

In welchem Urlaubsland hat es dir bis jetzt am besten gefallen?

Alle hatten ihren Charme, Kroatien genauer Krk abseits der ‚großen‘ Städte ist mir jedoch in sehr guter Erinnerung.

Ergänzung: Magst Du Wohnmobile, Zelte oder andere Arten von Camping?

w i d e r l i c h – geh mir bloß weg.

Wie bekannt werfe ich bekanntlich nicht gut, also möge sich bitte jeder nach Herzenslust selbst bedienen.

24 Gedanken zu „Urlaubsvorlieben – Stöckchen

  1. Danke für das auffangen!
    Nette Antworten aus denen ich allerdings sehe das wir uns mit größter Wahrscheinlichkeit nicht im Urlaub treffen werden…….Da ich die Berge liebe und dort mit Mountainbike oder dem Campingbus unterwegs bin 😉

    OH ja…Kroatien war schon toll, wir haben dort „Boot & Bike“ gebucht! Klasse allerdings hatte das Boot einwenig Campingcharakter

    Schönen Urlaub…wo gehts denn dieses Jahr hin?

  2. @bonafilia
    Bitte gerne. 🙂 Wir werden ein paar Tage nach Cuxhaven fahren, um dort dann unsere Portion Salzluft zu holen, sonst ist nichts mehr geplant. Vielleicht passt es im Herbst, wenn wir auf Südtour gehen.

  3. hallo Ruediger,

    wie ich sehe hat mein stoekchen ja ganz schoen die runde gemacht und auch zu dir gefunden. danke dass du es mitgenommen hast. freut mich echt. haette ja niemals gedacht, dass mein stoeckchen so viele interessenten finden wuerde.

    hab mich gerade mal ein bisschen bei dir umgesehen und jetzt lass ich dir noch ganz liebe gruesse da

    *winke ueber den grossen teich*
    Sammy

  4. Nach Kanada würde ich auch mal gerne… wird aber leider nicht in absehbarer Zeit eintreffen. Aber ich bin ja noch jung 8)

    Gehts bei der Südtour auch durchs Schwabenländle?

    Gruß
    Axy

  5. @Axy
    Wenn es nach mir geht gerne, doch die Gattin mag bei den Schwaben nicht gerne verweilen, dann kommt meine Berg-Allergie und dann ginge es doch noch tiefer in den Süden, nach Italien, Sardinien oder rüber auf Korsika. Da wäre die Gattin hellauf begeistert, solange wir nicht Serpentinen fahren würden. Aber das ist Zukunftsmusik, welche erst in 2010 oder später spielen könnte.

  6. In Sachen Urlaub muss ich sagen, dass ich einfach mal raus muss denn sonst fällt mir die Decke auf den Kopf wenn auch nicht weit weg aber raus aus den 4 Wänden muss es schon sein…Dauert aber noch etwas leider

  7. @Tanja
    Willkommen auf thatblog .

    Sicher ist es auch ein „raus aus dem Trott“, wenn man die eigene Alltagsumgebung verlässt. Und doch ist es zu Hause am schönsten, wenn man sich von seinen Pflichten aus dem Alltag befreit. Bei uns hat die Gattin deutlich mehr Probleme damit, als ich. 😉

  8. Schön zu sehen, dass dich das Stöckchenauch erreicht hat. 😀
    Japan auf der Wunschliste freut micht. Das Land ist wirklich (mehr als ) eine Reise wert. Warum hast du die USA wieder durchgestrichen?
    Berge, ich mag Berge, aber never ever im Winter. Lawinengefahr ist mir seit Galtür ein Trauma.

  9. @tonari
    Ja, Japan würd eich mir gerne ansehen, nur zu gerne. In Sachen USA bin ich zweigeteilt. Dieses Land ist aufgrund seiner Größe, Vielfalt und schieren Wucht sicher eine Reise. Doch mag ich nicht so behandelt werden, wie ein Bombenleger, nur weil ich nicht aus den USA komme. Ich mag weder meine Vermögensverhältnisse offen legen lassen, noch u.U. erklären müssen warum ich damals die grüne Uniform ausgezogen habe, oder welchem Glauben ich angehöre. Sicherheit und Verteidigung ist gut und wichtig, um die Bevölkerung zu beruhigen. Was die da betreiben war mal eine Vision, im Film 1984. Wobei ich gerade sehe, dass ich Alaska eigentlich auch durchstreichen müsste.

    Mir klingt ein Satz in den Ohren, von dem ich nicht mehr weiß von wem und wo er gesagt wurde: Amerika, so viel Kraft doch so wenig Sinn und Verstand damit etwas anzufangen.

  10. ja diese scheiss einreisebedingungen sind echt nervig. sonst wuerde ich mal wieder nach Germany fliegen um dort meine verwandten zu besuchen. aber auch ich als amerikanerin muss mich den einreisebedingungen in meinem eigenen land unterwerfen wenn ich aus deutschland zurueck komme und dazu habe ich echt kenen bock mehr. war deswegen schon 4 jahre nicht mehr drueben…..*seufz* dabei wuerde ich so gerne mal wieder rueber kommen, aaaaber diese einreisebedingungen bei der rueckkehr sind echt katastrophal und reine zeitverschwendung *grummel*

    liebe gruesse
    Sammy

  11. @Sammy
    Danke, dass Du mir meine Kritik nicht nachträgst. Tagsüber habe ich häufiger Kontakt mit US-Bürgern, die es scheinbar ähnlich sehen wie Du und ich auch und mehr als unzufrieden sind, mit den herrschenden Sicherheitsvorkehrungen, ebenso wie Hardliner denen nicht genug eingeschränkt werden kann. Zum Wohle der Sicherheit natürlich. Überall werden die Grenzen geöffnet, dass die Menschen leichter zueinander finden und hier wird wegen einer kleine Gruppe gerade umgekehrt gearbeitet. Es mag ja seine Berechtigung haben, doch IMHO verhindert wird damit nichts. Es wird Sicherheit suggestiert, die Bevölkerung beruhigt, Aktionismus demonstriert und ausspioniert was das Zeug hält. Ob hier die Verhältnismäßigkeit noch stimmt, wage ich zu bezweifeln. Ob es nicht mehr Sinn machen würde, anstatt 300 Millionen + zu geißeln, die Spinner aufzuspüren und schachmatt zu setzen? Aus meiner Entfernung ist es sicher leichter zu bewerten, als wenn man mitten drin ist.

  12. Deine Frau mags hier bei mir also nicht so? Schade
    Wobei ich mir manchmal schon überleg, wie schlimm sich so ein Dialekt für jemanden anhört, der nicht damit aufgewachsen ist 😀 Ich hoffe nur, dass es nicht an schlechten Erfahrungen liegt mit „Eingeborenen“ liegt?

    Durch Sicherheitsmaßnahmen so durchsichtig gemacht zu werden würde mir auch gar nicht gefallen… Vorausgesetzt, das wäre nicht der Fall: Wohin in den USA würde es dann zuallererst gehen?

  13. Uii, interessante Antworten. Also mit den Bergen habe ich es auch nicht wirklich so. Obwohl ich in Österreich wohne und diese gleich um die Ecke habe. Ich fahre lieber ans Meer. Liegt wohl auch an meinen italienischen Wurzeln. Und jaaa, ich liebe campen mit Wohnmobil 😀

  14. @Axy
    Jeder Dialekt hört sich für nicht Einheimische grauslich an. 🙂 Warum die Gattin nicht so gerne im Schwabenland weilt hat seine Ursachen in der Kindheit. Wie ’schlimm‘ schwäbelst Du? 🙂

    Wo ich mich in den USA als erstes umsehen würde weiß ich gar nicht. Keinesfalls nur die großen Städte, irgendwie mehr ins grüne Land hinein, Florida, Michigan, Oregon und mir alles ansehen.

    @Nila
    Nimmst Du das Stöckchen mit? 🙂 Sicher ist es etwas anderes, wenn man die Bergen-Landschaft quasi vor der Haustür hat. Seit sie mich kennt, versucht die Gattin mich auf so einen Campertripp zu locken. Ich kann das nicht nachvollziehen, kein gescheites Bett, Sanitäranlagen in Hamsterbaugröße, Mücken, räumlich Enge, … #schauder.. das ist nichts für mich.

  15. Also ich selber merk davon herzlich wenig. Hier gelte ich praktisch als Nichtschwabin, weil der Dialekt so wenig ausgeprägt ist… allerdings guckte ich ziemlich blöd aus der Wäsche, als ich mich in NRW anscheinend schon mit dem ersten Satz verraten habe. Es wurden Flyer verteilt, die auf eine Veranstaltung hinwiesen. Ich lehnte ab und sagte, ich sei nicht von hier. „Von wo sind Sie denn? Aus dem Schwabenländle, oder?“ 😯

    Die Ansicht, dass jeder Dialekt sich für den „Ausländer“ grausig anhört, teile ich nicht… Ich find es äußerst knuffig, wenn ein NRWler (nicht Kölner-Dialekt, sondern so die allgemein nordrheinwestfälische Ausdrucksweise) oder ein Niedersache spricht. Und dank dem Großstadtrevier mag ich Hamburg samt Sprechweise auch 😀

    Rüdiger, sag mal… wenn dich beim Zelten die Mücken stören… bist du auch einer, der die magisch anzieht? Wenn ich nämlich mit einer Menschengruppe länger draußen bin, bin garantiert ich diejenige, die am Ende am meisten Stiche nachzuweisen hat… während die „Nebensitzer“ nahezu verschont bleiben…

    Gruß
    Axy

  16. @Axy
    Und wie, wenn es ein fliegendes oder krabbelndes Viech gibt und ich bin in der Nähe, kommt es zu mir und krabbeln an mir herum. Nur bei dem Gedanken juckt es mich überall Nur stechen, beißen oder pieksen die mich weniger, als das sie mich fortwährend behelligen. Das Recht gestochen, gebissen oder gepiekst zu werden bleibt der Gattin vorbehalten. 😈

  17. Für Städte-Trips bin ich immer zu haben… viel erleben, für wenig Geld… zumindest wenn man den Flug rechtzeitig bucht, günstige Übernachtungen wählt und auch sonst ein bisschen auf seinen Geldbeutel achtet. Klar, das mag für viele Leute dann kein Urlaub mehr sein, aber für mich ist es wichtiger viel zu sehen, zu erleben und einmal öfters den Rucksack zu packen 🙂

    [Edit: Den Link zu Deiner kommerziellen WebSeite habe ich entfernt.
    Werbung (auch indirekte) für kommerzielle Webauftritte sind
    in den Kommentaren meines Blogs nicht erwünscht. Danke für Dein Verständnis.]

  18. @Dennis
    Willkommen auf thatblog.

    Rucksack meinetwegen auch noch, aber ich brauch ein g’scheites Zimmer, ein Bett und normale sanitäre Anlagen um mich herum, mindestens einmal am Tag jedenfalls. 😉

  19. Sehr interessante Antworten – manchmal genau entgegengesetzt zu meinen 🙂 Und dann noch diese lange Diskussion. Ich war das letzte Mal in den USA, als es gerade erst anfing, dh ich musste „nur“ Irisscan und Fingerabdrücke dalassen. Dafür wurden wir aber in einen Trace Portal (Puffer) geschickt.

    Darf ich mitnehmen? Ich plane nämlich gerade meinen Urlaub!

  20. Pingback: 49 Suns

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.