erwiesene Unvernunft

Eigentlich wollte ich nur die reparierte Uhr des Schwagers abholen, weil in seiner Stadt kein adäquater Händler mehr tätig ist. Während der Wartezeit lungerte ich leichtsinnigerweise und arglos an den Vitrinen herum und sah

Ingersoll - Geronimo 1601K

Als dann mein Lieblingsuhrmacher ein feines Lederarmband an die Ingersoll Geronimo hielt und mir dann auch noch einen tollen Preis vorschlug, war es um mich geschehen. Es folgte kompletter Kontrollverlust mit direkt beim Verlassen der Räume einsetzendem extrem schlechtem Gewissen, Bauchgrummeln und dem festen Vorsatz sich dieses Jahr nicht mehr unvorbereitet (aka. ohne Geld, EC- und/oder Kreditkarte) in seine Räume zu begeben. Dieser Mensch ist ein Hexer. Eigentlich wollte ich doch nur die Uhr des Schwagers abholen und …. *sigh* sie ist aber auch schön und es ist schrecklich, wie wenig Widerstand ich letztlich leistete.

11 Gedanken zu „erwiesene Unvernunft

  1. schickes Teil!
    Ich hab ein entfernt ähnliches Problem. Kann mich nicht für einen Stil entscheiden…

    gruß Hape (derzeit Uhrenlos)

  2. Ich hab mir das Uhrentragen gerade abgewöhnt. Hatte so eine wunderschöne und unverschämt teure von Omega, mit der ich immer nur Ärger hatte (Gangabweichung, Sekundenzeiger fiel ab, Datum verstellte sich von selbst…) und eine viel billigere und bei weitem nicht so schöne Funkuhr von Citizen. Als die Citizen nach jahrelangem treuen Dienst irreparabel den Geist aufgab, blieb mir nur noch die Omega, und das habe ich nervlich einfach nicht durchgehalten. Deswegen liegt die jetzt auf dem Nachttisch, und ich gewöhnte mir den reflexhaften Griff nach dem Mobiltelefon an, wenn ich die Uhrzeit wissen will. Geht auch.

  3. @Hape
    Komm doch mal rüber zur Vitrine. 😛 😀

    @Muriel
    Die Uhr vom Handy ablesen geht bei mir gar nicht, ich brauch das Gefühl des Gewichts eines kleinen Schätzchens am Arm. 😳

    @sevenjobs
    Ich hab es nicht so mit Schuhen und Handtaschen. 😆

  4. @sevenjobs
    *hmpf* Was hätte ich sonst schreiben sollen? Vielleicht, das mir als Kerl ziemlich viele weibliche Gene nachsagt werden. 🙄

  5. Ich habs mit Schuhen, und dann auch noch solchen, die ich relativ selten anziehen kann… Was für eine Armbanduhr ich habe ist mir relativ egal, aber ich brauch eine. Ist einfach praktischer als das Handy – ich muss es nicht dauernd rausziehen und kann sie überall (auch wo Handyverbot ist) tragen.

    Aber irgendeine Sammelsucht braucht man einfach, sonst ists ja langweilig *g*

    Und es ist eine schicke Uhr. Gibts einen Grund, wieso du Lederarmbänder bevorzugst?

    Grüßle
    Axy

  6. Oioioi…ein ähnliches Problem hatte ich vor kurzem auch. Wollte eigentlich nur einen neuen Trachten-Hut kaufen, da dieser beim letzten Stadtfest plötzlich auf Nimmer-Wieder-Sehen verschwunden ist. Bin dann, dank der hervorragenden Verkäuferin, mit zwei weiteren Sachen aus dem Geschäft gekommen 😀

    Sonst mache ich einen weiten Bogen um potentiell gefährliche Geschäfte – dann kann ich gleich gar nicht in Versuchung kommen…

  7. @Axy
    Du hast ja so Recht. 😆

    Merci, Metalbänder sind mir ein Graus. Dieses Geklimper und Gekruschpel am Arm würde mich kirre machen. Leder ist schön weich, schmiegsam und deutlich ‚hautfreundlicher‘ als Metal. Und es sieht besser aus. 🙂

  8. @Andersreisender
    So gesehen war ich ja noch zahm. Trachten sind nun sicher auch nicht gerade günstig, oder? *sigh* Wenn es nur mit einem Bogen um den Laden getan wäre. Die Auslagen bei meinem Uhrmacher z.B. sind der Beginn des Endes eines jeden Vorsatzes. *hmpf*

  9. Wem sagst Du das – darum mache ich ja einen großen Bogen, denn da gäbe es immer was, was mir gefällt. Aber Uhren sind ja auch nicht gerade günstig. Nun ja, Schaufenster sind da natürlich tödlich… 😛

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