ungewollte Updates

Wer VISTA nutzt, macht auch Bekanntschaft mit dem werkseitig eingebauten Anti-Spyware Tool Windows Defender. Persönlich kann ich nichts wirklich Gutes von dem Tool vermelden, denn es gammelt auf meinem Rechner vor sich hin, fummelt scheinbar ständig an der Registry herum, verhindert/beschädigt Installation und macht die ganze Kiste subjektiv gefühlt in manchen Dateioperationen zäh wie Gummisohlen. Wer wie heute üblich eine umfassende externe Sicherheitslösung, bestehend aus AntiVirus, Firewall, AntiSpyware und Anti was weiß ich sonst noch auf dem Rechner installiert hat, braucht diesen Defender nicht. Zumal für mich sowieso fraglich ist, warum der Hersteller eines System selbst ein Tool einbaut um sein System zu schützen, als das System so zu gestalten, dann man diese zusätzlich Krücke erst gar nicht braucht. Mag man mir Unwissenden diese vielleicht ketzerisch anmutende Frage verzeihen.

Der findige Nutzer schaltet also Defender in den Einstellungen einfach ab und deaktiviert zusätzlich auch noch den Service in der Service-Verwaltung. Fortan ist das Ding stumpf wie ein abgekauter Zahnstocher und nervt nicht mehr durch tägliche Updates. Stattdessen verlasse ich mich auf eine andere Lösung, die zum einen kommunikativer ist und auch einen zuverlässigeren Eindruck hinterlässt. Sollte man meinen, wenn da nicht das Windows Update wäre, welche doch jeden Tag permanent Updates dafür ankündigt und auch herunterlädt.

Wie zum Teufel kann eine vollkommen abgeschaltete Anwendung weiterhin nach Updates suchen, die auch bekommen und installieren?

Es muss also noch etwas im Hintergrund arbeiten, aber nichts mit dem Tool direkt zu tun haben. Nach intensiver und langwieriger Suche habe ich den Bösewicht dann doch gefunden. Die Spinner haben aus dem Updater einen separaten Prozess gemacht, der einer zwar genre-seltsamen, aber kaum zu widerlegenden Logik nach als wiederkehrende Tätigkeit im Aufgabenplaner hinterlegt ist. Das ist was total cooles, Linuxer sowie auch andere Nutzer eines alternativen Betriebssystem kennen diese Funktion nun aber schon seit Jahren als CronJobs.

Alle anderen Anbieter integrieren derartige Updater im Tool selbst, damit der Nutzer diese dort auch einstellen und kontrollieren kann. Es gibt sicher Gründe warum man dies hier nicht tut, ich verstehe sie nur nicht. Um also auch den Updater für Windows Defender abzuschalten, geht man wie folgt vor:

  • Start => Alle Programme => Verwaltung => Aufgabenplanung
    oder

    Start => ins Feld ‚Suche starten‘ Aufgabenplanung eintragen und das Programm oben anklicken
  • links die „Aufgabenbibliothek“ ausklappen und den Ordner „Windows Defender“ auswählen (der ist erst einmal leer und lässt sich somit auch nicht löschen, weil die Updateaufgabe als solche eine versteckte Aufgabe ist)
  • in der Menüzeile „Ansicht => Ausgeblendete Aufgaben einblenden“ auswählen
  • nun kann man den erscheinenden Eintrag mittels der rechten Maustaste deaktivieren oder auch gleich löschen
  • Aufgabenplanung schliessen und fortan werden keine unsinnigen Updates mehr empfangen

2 Gedanken zu „ungewollte Updates

  1. danke für die Anleitung. „Wenn ich JEMALS Vista nutzen muss werde ich die zu schätzen wissen“ hätte ich fast geschrieben.
    In Wahrheit würde ich mir eher die Pulsadern öffnen als dieses OS zu verwenden.

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