Produktidee

Unsere Waschmaschine steht im Keller. Auch weil wir in einem alten Haus wohnen, dessen zunehmend knarrenden Holzboden auf riesigen alten Dachbalken ruht. Wir hatten unser Waschmaschine vor vielen Jahren früher oben in der Küche, doch das war auch für uns eine Belastung. Der Schleudergang hat die ganze Etage erzittern lassen, sowie auch die antike Deckenlampe in der Küche unter uns derart misshandelt, dass die Arme mit den Leuchtmitteln sich abwendeten, sprich sich nach unten verdrehten. Diverse Versuche meinerseits der Lampe durch Nachjustitierung der Befestigungen dieses ärgerliche Verhalten auszutreiben schlugen fehl. Die Eigentümerin hatte schließlich ein Einsehen, wiir durften die schon lange reklamierten Anschlüsse im Keller einbauen lassen und die Maschine endlich nach unten verbringen. Das Ergebnis war zusätzlicher Platz in der kleine Küche, der sogleich und freudig von der Gattin mit einem passenden Schrank ausgefüllt wurde. Fortan gab es auch keine Erdbebenübungen mehr zu bewältigen, das war vor gut 15 Jahren. Mit der Zeit bekamen wir ein gutes Gefühl, wann die Maschine fertig ist und man in den Keller trotten darf. Seit es die neuen Waschmittel gibt, die fast nur noch mit ~15°C kaltem Wasser waschen, haben wir zwar runter-und-wieder-leer-hochlaufmäßig Lehrgeld bezahlen müssen, aber auch das spielte sich ein. Dabei wäre es doch viel einfacher, wenn die Keller-Waschmaschinen einen WLan-Client hätte, der per WebSeite den Status der Maschine aufrufbar machen würde. Nebenbei erwähnt, ich weiß selbstverständlich wie man unsere Waschmaschine bedient und nicht alleine deswegen, weil die Gattin die gewünschten Nutzungsanweisungen auf einen Zettel geschrieben hat. …… Gut, die Gattin hat zwar einen Zettel geschrieben und den auch gut sichtbar an den Kühlschrank gepappt, doch den brauche ich nicht. Hin und wieder schaue ich nur drauf um zu prüfen, ob es Änderungen in der Nutzungsanweisung gibt, aber sonst nicht. Wirklich, ich kann das. Wo war ich? Die funkende Waschmaschine. Also hätte dieses Haushaltsgerät einen WLan-Client, könnte ich zuverlässig am MacBook sehen, wann sie denn fertig ist, also die Wäsche oder die Maschine, je nachdem. Was ließen sich damit unnütze Wege vermeiden, Schuhe würde weniger abgenutzt, Schlösser weniger bewegt, Schlüsselbruchgefahr verringert, Lichter nicht angeschaltet, Treppen weniger belastet und und und. Das ist real Green-IT und ich hätte mal wieder was vernünftiges zu basteln. 8)

Einen schönen Wochenanfang Euch allen.

15 Gedanken zu „Produktidee

  1. Du kannst das doch sicher installieren 😉 Oder wenigstens die Maschine per Webcam beobachten.
    Viel Spaß beim Waschen und Staubsauger-Beutel-Tauschen 😈
    Miki (die sich heute nicht dreht, hehe)

  2. @Miki & der
    *lol* Die Gattin foltert mich und wirft mich danach raus, wenn ich auch nur ernsthaft den Gedanken äußern würde, eine WebCam im Keller an der Maschine installieren zu wollen. Außerdem reicht die Kapazität meines WLans so einfach nicht bis runter, das habe ich aus Versehen schon mal versucht, da müsste ein Repeater hin und außerdem …. 😛

  3. Keine schlechte Idee! Ich für meinen Teil habe unsere Waschmaschine erst ein, vielleicht zwei Mal bedient. In diese Domäne mag ich nicht vordringen. Zu kompliziert wirkt die Steuerung, all die vielen Programme und Kombinationsmöglichkeiten. Wer weiß, was da alles passieren kann.

  4. @tAXMAN
    Und, was noch viel schlimmer ist, es hat auch keine bash. 😀

    Frau tAXMAN hat diesbezüglich noch nie aktive Zugehhilfe aus Deiner Richtung angefordert? 😯

  5. Ich finde, der „W-LAN-Anschluss“ für die Waschmaschine ist eine super Idee! Ich stelle auch gerne das Testgelände zur Verfügung, wenn bei Dir die Erreichbarkeit und auch die Zustimmung Deiner Frau Probleme machen. 😀

  6. @Miki
    prä-MacBook Zeit, ich lag im Bett und surfte via iPod auf youtube herum, als ich blitzschnell bemerkte, dass ich die Wäsche vergessen habe aus dem Keller zu holen. Da es schon später am Abend war musste die noch schnell hoch, sonst hätte es Mecker gegeben. Also den Pod flugs in die Brusttasche gesteckt und ab Richtung Keller, das Musik-Video lief derweil weiter im Kopfhörer. Im Keller dann ärgerte ich mich über den ständig abgehackten Sound des Liedes bis er ganz aussetzte. Da dachte ich doch schon ärgerlich, dass die mp3-Datei defekt wäre, bis ich auf das Display vom Pod schaute. 😳

    @Andersreisender
    hehe, ja sicher doch. 😉

  7. Wie wärs mit einem alten Babyphon, das man da hinstellt, wo Funkwellen noch durchkommen? Immer einschalten, wenn man meint, es könnte fertig sein. Wenn die Waschmaschine nicht mehr heult ist sie fertig.

  8. @Axy
    Sehr kreative Idee mit dem Babyphone. Doch wo das WLan nicht hinkommt, wird auch das Babyphone nicht funktionieren. Es sei denn, so eins was an der Steckdose hängt und übers Stromnetz ‚funkt‘. Doch das ist nicht so… WLan wäre so einfach. 😆

  9. Andererseits kann -allgemeine Durchschnittsfitness mal angenommen- ein Extrabesuch im Keller ja nicht schaden. Verbessert die Dynamik, Gelenke werden bewegt> Orthopäde hat frei> längere Eigenlaufzeit> mehr & länger Rente (hihi), da spricht nicht mehr viel gegen, woll?
    Hach, wäre ich mal Regierung…

  10. @Blinkfeuer
    Dem vorzeitigen körperlichen Verschleiß wird dennoch ein gewisser Vorschub geleistet und langfristig werden die Krankenkassen über Gebühr belastet, was letztlich in höheren Beiträgen mündet. Dafür möchte ich nicht verantwortlich sein. No Sir.

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