Irgendwo ist schluss

sagt Frau von Kroetengruen. Nicht, das ich mich über folgendes übermäßig amüsieren oder gar freuen würde, aber bitte:

Ich stehe auf einem Parkplatz im Auto, die Gattin ist im Laden für Besorgungen. Eine andere Frau (nicht die Gattin, obwohl ich ihr das auch zutrauen würde – kann ich ja hier sagen, weil sie sieht es ja nicht) steht hinter ihrem Auto vor dem Kofferraum. Links zwei Taschen, rechts drei Taschen, unterm Arm die Zeitung, das Handtaschenmonster als Brustbeutel aufgehängt. Sie steht einfach nur da, bestimmt 15 Sekunden und betrachtet den Kofferraumdeckel. Sie schaut auch an sich herum und herunter, hin und her und aha – sie weiß nicht was sie zuerst machen soll. Das ganze Zeugs soll in den Kofferraum und der Schlüssel ist vermutlich im schwarzen Loch. Also klemmt sie zuerst die linken Taschen zwischen Ihre Beine und versucht dann mit der so befreiten Hand den Reißverschluss des prallen Lederbeutels zu öffnen. Nach ein paar Versuchen sieht sie ein, so klappt es nicht. Nun werden auch noch die rechten Taschen zwischen die Beine bugsiert, die sie nun schon tüchtig spreizen muss, damit alle Taschen gut passen. Jippieeyeh, ein echtes Cowgirl auf der Straße Sie hatte gottlob Hosen an. Die linke Hand greift also wieder zur Tasche, die recht Hand will am anderen Ende festhalten, die Zeitung fällt herunter. Sie schaut genervt nach oben, bückt sich um die Zeitung zu heben, wankt etwas, kommt nicht dran, weil die linke Hand immer noch an Lederbeutel krampft, sie wankt mehr und kippt gebückt nach vorne. Der Kopf plonkt leise hörbar an den Kofferraum. Mit meiner lädierten Kauleiste kann ich nicht richtig lachen, also schau ich kurz zu meiner Entspannung weg.    8) Sie artikuliert laut das typische Geräusch einer Frau, die gerade so was von genervt ist. Das ist eine Mischung aus Schnauben, Schmach, Schande, Wut und unverhohlener Erregtheit. Als ich wieder hinschaue ist die Straße sauber, sie steht vor der Fahrertür und klopft sich auf die Hosentaschen. Schlüssel? Sie klopft weiter, wühlt Kopf über im Beutel (immer noch um den Hals) , geht dann strammen Schrittes zurück zum Kofferraum. Sie öffnet diesen, kramt drin herum, zieht die Tasche über den Kopf und legt sie hinein. Da, sie findet den Schlüssel, knallt sofort den Kofferraum zu, stakst wieder zur Fahrertür, öffnet sie und bleibt im Einsteigen abrupt stehen. Sie schaut unter sich auf den Boden, hinein ins Auto, über die Schulter zum Kofferraum. Sie bollert die Tür mit roher Gewalt zu, stürmt dann erneut zum Kofferraum und holt die Tasche heraus. Der Kofferraum ist wieder zu, sie hält inne, atmet kurz ein und wieder aus, ich könnte mir in die Hosen machen vor Spaß, bewusst langsam wird die Tür geöffnet, sie steigt gemächlich ein, lässt das Auto an und nach nur 2 Mal abwürgen schafft sie es auch endlich aus der Parktasche. Wenn es nicht so schön gewesen wäre, ich hätte mich für sie geschämt.

Zählt das auch, werte Frau Flocke?

6 Gedanken zu „Irgendwo ist schluss

  1. @DeserTStorM
    Doch habe ich ein Videohandy, mich aber nicht getraut es zu zücken. In der Situation können Frauen ohne Werkzeuge und aus dem Stand jedwedem Lebewesen die Haut abziehen und sich daraus ebenso aus dem Stand ein paar Schuhe zimmern. Ich wollte und will nicht als Schuh enden. 😀

  2. Och schade Rüdi, das hätt ich nun echt gern mal gesehen 😀

    Aber hast recht. Du als Schuh, das wäre ja echt mal Verschwendung 🙂 Es sei den aus dir würden Highheels werden, die Frau wäre nett anzusehen, und ich könnte ihr dann beim davonstöckeln (mit dir als Highheel) auf den Po schauen.

    Dann würd ich dich doch opfern 😀

  3. Das kann doch echt nicht wahr sein! Da guggenSe dem hilflosen Weibchen zu, wie es Ihre Butter, Ihre Salami, Ihr Brot, Ihre Zahnpasta und Ihr Klopapier verstaut und beäumeln sich, anstatt zu helfen. 😯

    Mit der Story hamSe sich ne Anwartschaft aufn Chauvi-Award verdient, Sie…Sie.. Zahnarzt-Spritzenbettler, Sie! 👿

  4. @DeserTStorM
    *hmpf* Kann es sein, dass wir hier die Fetisch-Ebene berühren? Eine sehr ausgeprägte Phantasie möchte ich meinen. 😆

    @Flocke von Kroetengruen
    Sie haben ja sooo Recht, ich bin ein typisches Männerschwein, es echtes Chauvi-Männerschwein, welches die arme Mitmenschin nur zu seinem persönlichen Amüsement leiden lies. Mich nachhaltig dran zu ergötzen, wie sich die Plagende in aller Öffentlichkeit schier lächerlich macht und das dann auch noch in dem wilden weiten interweb zu publizieren —– nein nein nein – Ich fühle mich schlecht, richtig schlecht. Danke, das Sie mich drauf hingewiesen haben. Bekomme ich nun wieder eine neue Kroetenruege? //nörgelton an// Och büddddde. //nörgelton aus// *humba-humba* 😀

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