Verzug

Vor ca. drei Monaten kündigte ich an, eine selbst geschriebene Geschichte von mir zum Hörbuch gesprochen, hier zu veröffentlichen. Das Vorhaben ist von Beginn an ambitioniert, weil ich so etwas noch nie gemacht habe und zugleich auch fordernd, denn man wächst schließlich im Rahmen seiner Möglichkeiten auch mit seinen Aufgaben. Nun übe ich mich also im vernünftigen Einsprechen der Geschichte und es will nicht so richtig gelingen. Das Ganze hatte ich mir schon einfacher vorgestellt, zumal ich schon häufiger, auch in der Vergangenheit diverse Fürsprache und Ermunterungen dazu erhielt. Doch wenn ich heute Passagen aufnehme gefällt mir das Ergebnis einfach nicht, es klingt Scheiße für mich. Also wird ein neuer Versuch gestartet, Texte werden zuvor markiert und mit entsprechenden Hinweisen versehen, doch das Ergebnis ändert sich nicht wirklich. Und wieder von vorne, bis ich keine Lust mehr habe und es liegen lasse, bis zu einem anderen Tag und einem neuen Versuch. Ihr kennt das sicher auch.

Was ich da fabriziere ist mir fade, zu oft passieren mir falsche Betonungen, spreche zu eintönig, bin zu leise oder zu schnell, lästige Nebengeräusche von draußen versauen mir ein gute Phase, …. *argh* … ja, es nervt und stresst mich auch ein klein wenig, dass ich es nicht so hin bekomme wie ich es mir vorstelle. Ganz bestimmt verfolge nicht den Ansatz es so perfekt wie ein Rufus Beck (Harry Potter, Artemis Fowl) oder ein Christoph Lindert (Donna Leon) haben zu wollen, aber gut soll es sein.

Warum schreibe ich dieses jetzt hier? Verpflichtet bin ich schließlich nur mir selbst.
Keinesfalls möchte ich den Eindruck erwecken, einer vollmundigen Ankündigung keine Taten folgen zu lassen. Alles was ich hier schreibe und an Inhalten veröffentliche, geschieht ich weil es mir genau so gefällt, ich möchte es nicht anderes haben. Das Hörbuch muss mir uneingeschränkt gefallen und dem ist derzeit nicht so. Vielleicht versuche ich den Weg eines Sprechtrainings, eine Vorleseschule, hole mir einige Hinweise von einem Profi, oder so etwas in der Art.

Ich bitte also noch um etwas mehr Geduld. Ein Weichei mag ich ja wohl sein, doch das Wort „aufgeben“ steht in meinem persönlichen Wörterbuch erst ganz hinten. 🙂

12 Gedanken zu „Verzug

  1. Zu beachten ist aber: Studiotechnik hat man eher nicht daheim.
    (Vgl. auch, die Sangesmädchen a la Connor u.a., wenn denen mal das Playback abstürzt. Da findet man sich selbst aber ober- supi).
    Brauchst Du Geräusche, zum Auflockern?
    http://www.partnersinrhyme.com/soundfx/door_sounds.shtml

    Ansonsten DIE Stimme, genannt „Fellmonsterchen“ * fragen.
    Seeeehr routiniert!
    * oder auch „Caipifrau:
    http://www.youtube.com/watch?v=ToUu1mvhS9o&feature=channel_page

  2. Gut Ding will Weile haben 😉

    Ich freu mich darauf ….auch später noch, oder später um so mehr!
    ………so ein Sprechtraining hat sicherlich was, ein professionelles Aufnahmestudio ist sicherlich auch wichtig für deinen Anspruch! Vermutlich hast du solch ein Equipment, welches Rufus Beck beim Einsprechen von Harry Potter hat, nicht im Keller stehen! 😳

  3. @DeserTStorM
    Merci, doch das will ich schon selber machen. Es steht Dir aber frei mal selbst einen Podcast zu bauen um zu zeigen, dass die Stimme als solche tatsächlich taugt. 😉

  4. Ich freu mich schon riesig, wenn der Vorhang geöffnet wird. Egal ob morgen oder in „naher“ Zukunft. 😀
    Hauptsache Du bist mit deinem Werk hochzufrieden. 🙂

  5. @Rüdiger: Wird schon werden, lass Dich nicht stressen.
    (Zu Blinkfeuers Tipp, mich zu fragen: Selbstverständlich kannst Du mich jederzeit um Rat fragen. 😉
    Ich hätte z. B., falls Du doch noch eine männliche Stimme brauchst, einen sehr guten Tipp für Dich. Absolut hörenswert ist nämlich Blinkfeuers Stimme, da kannst Du die Monsterstimme glatt vergessen… Wem sag ich es?)

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