unbekannt

Mit dem Auto in einer fremden Stadt zu fahren sind die Momente, in denen ich ein technisches Navi möglicherweise manchmal zu schätzen wüsste. Da ich jedoch aus Gründen keines besitze und auch nicht wirklich eines haben möchte, machen wir es jedoch wie immer: es wird eine Route zusammen gestellt, früher von Hand, heute mit Google Maps, geschätzte Fahrzeit plus 30-45 Min. fahren wir dann los, je nach Entfernung auch mal mehr oder weniger. Der Beifahrer passt auf und lotst den Fahrer gemäß der Pläne, das funktioniert und so halten wir daran fest.

Karte Wiesbaden => Stadtgarten in Köln

Es geht auch schon mal weniger entspannt auf der Fahrt zu, vor allem wenn dann so Sätze kommen wie „Da hättest Du rein gemusst„, man selbst auf die Da-musst-Du-gleich rein-Aufforderung jedoch gewartet hat, oder die nervenreizende „Ich weiß gerade gar nicht wo wir sind“ Bemerkung.

Wir sind bisher immer noch angekommen, nur bei der Fahrt zur Verwandtschaft hinter Frankfurt, stoßen wir an unsere Grenzen mit dem Verfahren. Hier wählen wir zum Amüsement der Verwandtschaft den langen Weg außen herum, anstatt mitten durch Frankfurt, was eine wirkliche Qual ist. Wir halten die Häme aus, wir sind ein gutes Team was das angeht, haben es so schon bis nach Kroatien geschafft und auch in viele andere uns unbekannte Städte.

Nach Gebrauch und Ankunft wandern diese Pläne, Routen und mit Hilfen bezeichneten Kartenausschnitte meist in das Handschuhfach des Wagens und bleiben für den Fall dort, dass wir die noch einmal brauchen. Monate oder auch Jahre später wird das Handschuhfach mal wieder aufgeräumt, weil sich im Alltag so vieles mal eben schnell dort verstauen lässt. Irgendwann ist es mal voll. Und dann kommen diese gefalteten Beweise erfolgreichen Orientierens wieder zum Vorschein. Nach dem Entfalten legen diese schedderig gewordenen Papiere den Blick auf schnelles Gekritzel und hastige Verweise frei, geben Auskunft wann man wo genau entlang gefahren ist und man kann die Strecke quasi in Gedanken noch einmal fahren, man weiß noch wie die Straße aussah, wo man sich verfranst hat und wie wie wieder zurück gefunden haben. Es wird dann auch gerne mal gefrotzelt oder auch einfach wieder abgetan. Nebenbei sei erwähnt, die Gattin macht keine Fehler, mein Plan ist immer unkorrekt. Klar, oder? 8)

Sicherlich zähle ich mich nicht zu den Technikverweigerern oder lasse mich gar als altmodisch schelten, doch lieber lasse ich mich von der Gattin, bzw. lässt sie sich von mir auf unbekannten Straßen führen und finde dann die Pläne irgendwann später wieder. Die Gedanken und Erinnerungen um die damaligen Geschehnisse (es passiert immer etwas) gehören für uns dazu. Kennt jemand ein Navi, welches das auch so kann?

Wir fahren heute Abend auf ein Konzert von Raul Midon in den Kölner Stadtgarten, der Plan ist fertig, die Route liegt ausgedruckt schon da. Wegen chronischem Faulerei fahren wir nicht wie geplant etwas früher los, um uns noch ein wenig in Köln umzusehen, sondern sofieren lieber noch etwas. Wird schon werden. 8)

11 Gedanken zu „unbekannt

  1. uuuh – besser wäre zeitig fahren gewesen, am Stadtgarten ist richtig scheisse zu parken.

    Warum fahrt Ihr solche Strecken nicht mit der Bahn ??
    (okay ich war heute auch von Köln aus mit dem Auto in Koblenz…..)

  2. oh, du bist quasi sozusagen gerade ganz in der Nähe.
    statt in Köln Ost linksrum Richtung Innenstatt rechts auf die A4 wärest du ja quasi bei mir vorbeigekommen.

    wer ist Raul Midon?
    🙂

    hoffentlich hat es Spass gemacht!

  3. Wir halten es mit einer gesunden Mischung aus beidem: technisches Navi und navigierende Ehefrau :top:
    Wobei hier im Urlaub das fest installierte Navi den Mietwagendealers die Grenzen meiner Tolerant austestet. 🙄 Manchmal könnte ich das Teil… Okay, vielleicht eine gute Idee für einen eigenen Beitrag. 😉

  4. @Cohn Structa
    Hat prima gepasst. Unter der Bahnbrücke durch gleich rechts (war Einbahnstrasse) gab es reichlich Parkplätze. 😉

    @Andrea
    merci. :topp:

    @noch ein Markus
    Klickst Du hier, hier und natürlich hier, oder auch hier. 😉

    @Bonafilia
    Es war etwas kompliziert, doch dazu später. 😉

    @Tonari
    *lol* Ich höre ja öfters, dass während der Fahrt eine einseitige aber heftige Konversation mit dem Navi stattfinden soll. Bei den Tonaris also scheinbar auch. 😀

  5. Also ich hab ja früher auch immer gedacht Navigationsgeräte sind was für Luschen (jaja, so direkt hab ich das nicht gedacht, aber ich wollt das mal überspitzt ausdrücken) und echte Frauen fahren mit Karte. Aber man ist ja faul und so viel Stress („Wieso hast du nicht vor der Einfahrt gesagt dass ich da rein muss?!?“ „Das ist eine 5 spurige Straße, wo muss ich denn gleich hin???“) tut ja auch nicht gut, deswegen finde ich jetzt doch dieses Technikkram, soweit es denn mal die GPS Satelliten findet bevor man angekommen ist, ganz sinnvoll. Hat schon was.

  6. haha, da park‘ ich auch immer… !
    Aber wenn da voll ist, dann wird es dunkel und doof….

    Ich wollte Euch auch noch schreiben, daß die 3 dicht ist, aber Ihr wart ja schon weg….

  7. @cohn structa
    So ein wenig „schummrig“ ist es da schon. Die Gattin wäre alleine dort vermutlich nicht rein gefahren. :critic:

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