alles auf Start

Der neue MusikServer ist schon da, er kam Samstag (Alternate ist immer noch verflixt schnell) und ich hatte keine Zeit mich darum zu kümmern. Echte Folter. Eine musiklose Zeit ist eine trostlose Zeit und nein, der iPod ist kein Ersatz, gerade und besonders wenn das große Archiv nicht zur Verfügung steht.

Da ich meinen Rechnern im heimischen LAN immer noch Namen aus der griechischen Mythologie zuweise, habe ich die kleine flinke Büchse auf den Namen Hebe getauft.

Sie ist die Mundschenkin der anderen Götter und reicht Nektar und Ambrosia. (Auszug aus Wikipedia)

Passt doch wunderbar.

Hebe ist ein feines Stück Technik und für den kleinen Internetdreikampf (surfen-mailen-chatten) prima geeignet. Flüsterleise und mit 30 Watt unter Vollast noch sparsamer als der sowieso schon sparsame alte MusikServer. Soweit alles prima. Nachdem ich heute 1 Stunde(1) damit verbracht habe, nur um den ganzen OEM-Müll von Microsoft und Trend-Micro (schauder) zu löschen, ist ein schlankes und pfeilschnelles XP übrig geblieben, Bootzeit ~30 Sekunden bis Desktop, vorher waren es ~55Sek.

Da kein DVD Laufwerk dabei ist, habe ich mir mittels UNetbootin einen bootfähigen USB-Stick zusammengebaut und Ubuntu  Karmic Koala Desktop drauf gezogen. Für Ubuntu-Server war ich zu feige. Die Installation war binnen 20 Minuten erledigt und fertig(!), sprich Desktop ist da, alle Patches drauf, aka. voll betriebsfertig. Linux ist einfach klasse.  🙂

Um Ressourcen zu sparen und weil Hebe ja nicht als Desktop dienen wird, habe ich dann noch viele unnötige Anwendungen (OpenOffice, Evolution, usw) entfernt (+15 Minuten) und somit der Koala fertig für meinen Betrieb, Bootzeit ist ~35 sec. Jetzt noch schnell den Samba und PureFTP Server, sowie SWAT installiert, dann die glücklicherweise geretteten *.conf aus dem toten MusikServer nach /etc/init.d/ kopiert, per Router der MAC-Adresse von Hebe eine feste IP zugewiesen, re-boot => fertig.

Inklusive Installation und leichten Aufräumungsarbeiten kleinem Umbau am Aufstellungsort, gerade mal 1 Stunde 10 Minuten.  in your face windows.

Und was mache ich jetzt? 😀

Nachtrag 02.12.2009:

Leider war ich doch nicht so ganz fertig. Zur ersten Einrichtung hatte ich einen Monitor direkt angeschlossen, später konnte ich via VNC oder in der Konsole bequem vom Wohnzimmer die Einrichtung fortsetzen. Nachdem ich dachte fertig zu sein, baute ich alles ab, verstaute Hebe an ihrem Platz und freute mich an dem unkomplizierte Austausch. Nach einem Update mit Neustart von Hebe jedoch war ein Einloggen per VNC nicht mehr möglich, nur noch via SSH in der Konsole. Zuerst dachte ich an die Firewall, dann war ich mir unsicher VNC nicht versehentlich doch so geschaltet zu haben, dass Hebe die Verbindung erst gestatten muss. Als ich den Monitor anschloss um zu sehen was los ist, sah ich nur einen schwarzen Schirm, denn Gnome (also die Desktopoberfläche von Ubuntu, oder auch GDM) war nicht gestartet, lediglich die Anmeldung in der Konsole war möglich.  Über der blinkenden Eingabeaufforderung prangerte die Fehlermeldung:

"... failed to restore crtc configuration ..."

CRTC klingt für mich irgendwie nach Monitor. Nach etwas Recherche fand ich dann auch heraus, dass es ein bekannter Bug in Ubuntu ist, weil dieses ohne angeschlossenen Monitor nicht starten kann. Der für die Darstellung zuständige X-Server kann den Monitor für die Darstellungsoptionen nicht ermitteln, weiß also nicht wie er die Fenster darstellen soll und setzt sich zurück. Leider habe ich keine Ahnung, wie ich im Bootmanager die im Launchpad (s.o.) genannte Option

i915.modeset=0

hätte eingeben können und habe es trotz diverse Leseversuche im Netz nicht verstanden, das ist mir einfach zu hoch, zu viel System. Auch das ist leider Linux. Jedoch war dank eines hilfreichen Blogeintrags das Problem aber dann doch recht schnell wieder gelöst:

Möchte man Ubuntu (8.10) nur Remote über VNC steuern und es ist kein Monitor an dem Ubuntu PC / Server angeschlossen hat man ein kleines Problem! Es funktioniert nicht!

Sobald man Ubuntu Startet und Ubuntu findet keinen Monitor löscht Ubuntu die Konfiguration des X Servers und startet diesen nicht.  Dadurch wird auch der VNC Server nicht gestartet. Lösung? Keine.

Ausweg? Man verwendet nicht VNC um den Server remote zu bedienen, sonder man installiert einen Terminalserver auf Ubuntu. Hier empfiehlt sich NX Server (NX Free Edition for Linux) von nomachine.com zu installieren.

Die Installation ist auf Ubuntu sehr einfach. Man benötigt 3 Programmpakete die man nacheinander mit dem Paketmanager installieren muss.

Nxclient – Nxnode – Nxserver => zum kostenlosen Download von NX

Und das war es dann auch schon. Jetzt muss man nur noch auf den Client auf dem PC oder Server installieren, auf dem man arbeitet und schon kann man seinen Ubuntu Desktop remote steuern.

Die Konsole selbst wird, wenn man einen Monitor am PC/Server von Ubuntu anschließt weiterhin bei der X-Server Meldung stehen bleiben. Was uns aber nicht mehr stört. Ein weiter Vorteil gegenüber VNC ist, NX ist ein sicheres System.

(quelle: http://ww1.4hf.de)

Klappt vorzüglich. Vielen Dank.

4 Gedanken zu „alles auf Start

  1. Alternate ist der geilste und beste Versandhandel überhaupt, finde ich immer wieder.
    letztens nachmittags gegen halb 5 ein paar Kleinigkeiten bestellt, mit Kreditkarte bezahlt und am nächsten Mittag gegen 12 war alles da.
    so muss das sein. nebenbei bemerkt.

    die bekannteste Hebe ist ja nach wie vor die Veronika. gerne in blau oder rosa. wobei es da ja schon viele verschiedene Sorten gibt. aber schöne.

    🙂

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