böse Messer

In der Küche bewege ich mich zwar schon etwas geübter und schaffe auch schon einfache Gerichte im Alleinflug zuzubereiten, doch ohne die Gattin bin ich in Problemfällen dennoch ziemlich aufgeschmissen. Wenn wir gemeinsam kochen, dann bin ich eher der Schnippler, Rührer und Aufpasser, sie macht die Chefin und gibt die Lehrerin.

Vor Messern an sich habe ich schon immer Respekt und so schneide ich mich sehr sehr selten, eigentlich gar nicht, obwohl ich es am Liebsten mit großen Messern in der Küche zu tun habe. Die liegen einfach besser als alle anderen in der Hand. Nur eine Sorte Messer fasse ich in keiner Küche der Welt nicht mehr an:

Gefro Messer

Diese Dinger sind dermaßen scharf, so das man sehr gehemmt damit umgeht. Dabei ist es eigentlich völliger Blödsinn, warum wir uns alle ausgerechnet mit diesen Messern in die Finger säbeln bzw. gesäbelt haben. Vermutlich weil die Dinger eben so scharf sind, passt man mehr auf und dann passiert es merkwürdigerweise noch am ehesten. Und wenn es denn mal passt, dann aber auch richtig, also schöne fiese Schnitte an noch fieserer Stelle oder richtig fies tief. Jeder in unserer Familie, einschließlich der Omas haben sich schon mehrfach damit geschnitten. Nur die Gattin mag die Messer sehr gerne, wir anderen nicht. Dafür hat sie sich auch schon deutlich mehr Plessuren damit verschafft, als wir anderen.

15 Gedanken zu „böse Messer

  1. diese Art Messer finde ich persönlich recht optimal, weil man sie vielfältig nutzen kann.
    eine Küche hingegen, womöglich noch einen ganzen Raum damit verschwendet, finde ich total überflüssig. so ein anderthalb Meter Küchenblock und ein Kühlschrank ist OK, alles andere eine komplette Platz- und Raumverschwendung.
    ein viertel Quadratmeter Platz für Mikrowelle und Kaffeemaschine sollte noch sein, und das war es.

  2. Ich bin auch exorbitant talentiert darin, mir mit Messern, wahlweise auch Küchenreiben, die Fingerkuppen zu maltretieren. Feine Schmerzen das gibt. 😳

    Wünsche dir und deinen Lieben einen tollen dritten Advent und sauf nicht soviel Glühwein! 😀

  3. @noch ein Markus
    Den Gedankengang kann ich gerade nicht nachvollziehen, vom hinterhältigen Messer zum Küchenblock zum Kühlschrank. 🙄 😛

    @Hoheit
    Glühwein *pfui-bäh* // Euch auch einen guten Advent und erfolgreiches Räumen. :hug:

  4. Bei mir haben die geliebten roten Messerchen mittlerweile die Steakmesser ersetzt und ich habe glatte fünf 😀
    Ich würde ja sagen potentiell ist kein Messer wirklich gefährlich, es liegt eher am Benutzer *g*
    Einmal allerdings habe ich mir damit auch richtig die Fingerchen aufgesäbelt, als sie frisch nach geschärft im Spülwasser lagen, ich das Spülen für ein Telefonat unterbrach und dann vergessen hatte, dass sie im Wasser waren 🙄

    Tanya, die roten Messer sogar zu Festival- und Campingausflügen mitschleppend

  5. @Tanya
    willkommen auf thatblog. 😉

    Natürlich liegt es am Benutzer, das stelle ich auch nicht in Abrede. Und doch sind diese Dinger auch irgendwie verhext, denn mit den anderen Küchenmessern mit denen ich mehr oder weniger geübt hantiere, komme ich ohne Schaden davon. Also fast jedenfalls. 😳

  6. hallo ruediger,

    1) herzllichen Dank für die Begrüßung

    2) ich habe in meinem Leben die Erfahrung gemacht, dass man sich nicht mit den scharfen Messern schneidet, sondern mit den stumpfen!!! Meine Messer sind immer sehr scharf, weil es sich so am besten mit ihnen Arbeiten lässt! Gut, dafür schneiden sich mit denen regelmäßig meine Besucher… Und schneide mich, wenn ich bei anderen Leuten am Herd stehe… Darum schleppe ich inzwischen paar Messer immer mit… Übrigens, mein derzeitiges „LIeblingsmesser“ in Originalgrösse.
    Zum Kartoffelschälen fast ungeeignet, dafür geht durch Tiefgefrorenes wie durch weiche BUtter , http://www.vikingknives.ru/pic/cat/images_cat/HK35.jpg
    Diese ist immer dabei… nur die Polizei guckt immer dumm, wenn die mein Kochutensilien im Auto finden… 😈

  7. @witali
    1) bitte gerne. 🙂

    2) Wenn Du Recht hast und nur die Stumpfen die Bösen sind, warum schneiden die dann so tief und fies? 🙄 Du gehst berufsmäßig mit Messern um? Das Viking ist ein schönes Stück.

  8. Scharfe Messer? :love:
    Ich schaffe es auch nicht, verletztungsfrei zu kochen, das gehört wohl dazu. *Schultern zuck* Richtig fies wird’s, wenn man hinterher Chili schneidet. 🙄
    Diese roten Messer kenne ich gar nicht. Ich schwöre seit jeher auf http://windmuehlenmesser.de .

    @witali: Das sieht klasse aus. Muss das häufig nachgeschärft werden? Ich suche ja immer noch nach ’nem schicken Messer, das nicht so häufig geschärft werden will.

  9. @Raven
    Gegen Omas habe ich keine Chance was zusagen. 😉

    @Katja
    Von den Windmühlenmesser habe ich schon mal gehört, wegen der ungewöhnlichen Form. Und wenn Du auch gerne vorbei schnippelst, überlege Dir den Einsatz der hinterhältigen Roten. 🙂

  10. Naja, in Anbetracht der Tatsache, dass ich leidenschaftlich gerne und folglich auch häufig mit viel Schnippelarbeit koche, schneide ich mich _eigentlich_ echt selten. Nur wenn dann eben auch so, dass es weh tut. 🙄 Mein Eindruck ist übrigens, dass das mit frisch geschärften Messern leichter passiert, bei stumpferen aber ungleich schlimmer weh tut.
    Die Windmühlenmesser sind echt klasse, da hat mein Opa (der immer die ganzen Schnippeleien für meine Oma übernommen hatte) schon drauf geschworen. Noch besser finde ich jedoch deren Sparschäler. Ohne die fahre ich nicht mal in den Urlaub. 😀 (OK, ohne diverse Messer, meine Lieblingspfanne, den halben Gewürzschrank und diverse andere Küchenutensilien auch nicht 😳 )

  11. @Katja
    *rofl* Und kommst Du mit all den „Küchenwaffen“ problemlos über die Grenzen? Die Windmühlenmesser interessieren mich, die schaue ich mir heute mal an, wenn ich sie finde. 😳

  12. Aye. Bei Autoreisen wird ja nicht mehr kontrolliert und bei ’nem Flug müsste ich mich aufgrund der Gepäckbeschränkung ja ohnehin ein bisschen ( 😀 ) einschränken.

    Edit: Die Messer bekommt man eigentlich recht gut im Internet. Ich bestelle meine immer.

  13. @Katja
    Ich muss das Messer mal anfassen, die Form ist mir völlig fremd. Leider habe ich in Wiesbaden keine Laden gefunden, bei dem ich es anfassen konnte. 🙁

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