Kopf gemacht

Das kurz vor Weihnachten erschienene WordPress 2.9 verweigerte das Update wegen meines alten MySQL-Server. Seit Monaten schon machte ich mir einen Kopf um das lange anstehende Upgrade des MySQL-Datenbankservers von der veralteten Version 4.0 auf 4.1 und dann auf 5.0. Mangels ausreichendem Wissen habe ich mich nicht so recht getraut, sondern erfolgreich prokrastiniert. Zugzwang nennt man dann so etwas und das kann ich gar nicht leiden, also in Zugzwang zu geraten. Je mehr ich dann gelesen und versucht habe mich auf alle möglichen Eventualitäten vorbereiten, umso vogeliger wurde ich. Typisch.

Irgendwann muss es aber sein, also Augen zu und durch. Mit ein klein wenig Schützenhilfe und moralischem Beistand eines versierteren Kollegen und einigen im Vorgriff veranstalteten Beruhigungsübungen auf einem virtuellen Debian (Virtualbox auf Thoas), fasste ich mir ein Herz und ging es heute Mittag an.

Das Uprade ging binnen 30 Minuten bis auf eine kleine Ungereimtheit völlig problemlos über die Bühne. Das ganze Lesen und vorbereiten und so weiter, schlussendlich hätte ich es auch mit dem vorhandenen Wissen geschafft. Jetzt frage ich mich, warum ich mich im Vorgriff derart verrückt gemacht habe. Obwohl, wehe wenn ich es einfach so aus der Hand angegangen wäre. Dann wäre es sicher schief gegangen, jede Wette.

5 Gedanken zu „Kopf gemacht

  1. Mal angenommen, du ließest die gute Vorbereitung aus und würdest erst mal einfach drauf los wurschteln – könntest du dann bei auftretenden Problemen die Schultern mit einem „passiert eben“-Gefühl zucken und dich dann auf die Suche nach einer Lösung machen oder würdest du dich eher erst mal selber mit einem „ach hätte ich nur mal vorher…“ auszählen?

    Ich kenne das vorher Kopf machen und möglichst gut gerüstet sein zu wollen (selbst für Probleme, die nur eventuell auftreten könnten) und bremse mich damit häufig selber aus bzw. mach’s mir unnötig schwer. Mittlerweile bin ich dazu übergegangen, mir vorher die Frage oben zu stellen. Je nach Wichtigkeit der Dinge, um die es geht (und natürlich auch nach Reversibilität etwaiger Fehler) funktioniert das bei mir ganz gut, die Trennlinie zu finden, in welchen Situationen ich einfach loslegen kann.

  2. @Katja
    Es gibt durchaus Sachen, die kann ich ohne großartige Vorbereitung einfach anfassen und abwarten passiert, Probleme werden dann direkt am Objekt gelöst. Solange niemand sonst betroffen ist, bleibt das meine bevorzugte Vorgehensweise. Wenn jedoch Dritte involviert sind, gestatte ich mir keine Aussetzer, da möchte ich mich so gut es geht vorbereiten, möchte wissen was zu tun ist im Falle etwas schief geht, plane nach Auffassung alle möglichen Eventualitäten mit ein. Um diese Arbeitsweise nun hierhin zu transportieren: mein ursprünglichen Verständnis des bloggens hat sich gewandelt, oder besser es hat sich angepasst. Sicher betreibe ich mein Hobby hauptsächlich auch für mich, doch auch für Bekannte, Freunde, Lesende, Suchmaschinen usw. Es liegt mir etwas daran, dass thatblog gut funktioniert und so gestatte ich mir keine Fehler aufgrund mangelndem Wissen/Können/Fähigkeiten. ……. Ich bin wohl definitiv zu lange im Service-Geschäft. 😳

  3. Das ist wirklich fürsorglich. 🙂
    In der Tat war dein Blog vor ein paar Tagen für eine Weile nicht erreichbar, was mir bei anderen Seiten kaum auffällt, weil das immer mal geschieht – hier hat es mich tatsächlich gewundert, weil du ja eigentlich immer geöffnet hast.

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