und, wie war es?

Der Probetermin bei einer richtigen Gitarrenlehrerin war heute morgen um 10.15 Uhr. Es war sehr spannend, wie wir zu Beginn etwas Smalltalk betrieben, sie wollten wissen warum und wieso. Dann gab sie mir einen Überblick über ihre Schüler, unter denen auch noch ältere Personen seien und wir quasselten noch ein wenig nur so dahin, quasi zum warm werden.

Die Atmosphäre bekam eine gewisse Betriebsamkeit, indem wir Details und Grundlagen einer Gitarre besprachen, Haltungs- und Fingerübungen machten, eine verstimmte Gitarre neu stimmten, von mir ein paar musikalische Grundlagen abverlangt wurden, usw. Die musikalisch-theoretischen Grundlagen, wie Noten vom Blatt ablesen, die Tonleiter, die Terminologie, die Kenntnis/Benennung der Töne und und und … fehlen mir. Meine telefonisch gemachte Bemerkung, über die quasi vollkommen brach liegenden Erde war beileibe nicht spielerisch gemeint, sie trug es mit professioneller Fassung. Nach ca.45 Minuten waren wir fertig und ich konnte mich noch kurz um ihren Mac kümmern, der ihren iPod partout nicht mehr erkennen und beschicken wollte. Wenn ich schon mal da war. 🙂

Ihr Fazit nach 45 Minuten:

Sie vermisst augenscheinlich einiges, um nicht zu sagen vieles (hat es aber nicht so deutlich gesagt), jedoch nichts was ich nicht lernen könnte. Rhythmus und Taktgefühl wären vorhanden, die Finger würden mir sehr gut gehorchen. Sie wollte mich wegen der tiefen Stimme [sic!] sogar zum singen animieren. *yeah right* Das haben wir dann nicht weiter ausdiskutiert und ich verschob es auf sehr sehr viel später.

Da ich sowieso unterwegs war, bin ich anschließend noch direkt nach Mainz zu Herrn Liebrecht, um mich für eine Debütantengitarre beraten zu lassen. In meiner Jugend bin ich so oft an seinem Laden vorbei gegangen, heute stand ich endlich drin und lies mir wunderschöne Gitarren zeigen und vorführen. Irre das, es hatte etwas von einem völlig abgedrehten Deja-Vu. Einen spontanen Kauf verschob ich jedoch, ich muss das erst einmal alles sacken lassen. Außerdem muss ich mit der Scheffin noch klären, ob und wie ich über 2 Monate hinweg, ggf. einmal die Woche einen Vormittagstermin wahrnehmen kann, ohne dabei „Missstimmungen“ im Büro zu erzeugen.

Gut ist, dass sie auch ohne Vertrag, in einer Art Prepaid-Version arbeitet. Meine Vorstellung ist zuerst für 2 Monate, insgesamt 10 Sitzungen á 45-Minuten und zu je 29€ zu buchen. Nach den 2 Monaten möchte ich einen Test machen und den auch bestehen. Eine gute Grundchemie ist vorhanden, nun müssen wir sehen wie wir auch zusammen arbeiten können. Es wird sicher ein gutes Stück „Arbeit“ werden, doch bin ich zuversichtlich bei kontinuierlicher Übung und mit Bedacht an der Sache aus mir einen passablen Gitarrenspieler zu machen. 😛

Im Zuge unseres Anfangsgesprächs wollte sie u.a. auch wissen, ob ich ein bestimmtes Stück gerne als Ziel meiner Bemühungen anpeilen möchte, auch eine Art Dauerübungsstück. So aus der Hand fand ich nichts, wir sprachen dann über ein paar einfache Klassiker. Ich bin hier völlig schmerzfrei und lasse mich auf fast alles ein, solange es kein Schlager oder Kirchenkram ist.

Zu Hause dann, als ich mich beim Tee erst einmal wieder beruhigen musste, kam mir noch eine Idee. Das folgende Stück ist ab sofort mein Endziel (über den Gesang reden wir dann wie gesagt sehr sehr sehr viel später), das Stück möchte ich am Ende meiner Bemühungen flüssig spielen können:

[Fleetwood Mac – Never Going Back Again]

Was mir unmöglich ist zu beschrieben, ist meine Gefühlswelt. Keine Chance gerade.

P.S.: Diese Frau kann grandios Gitarre spielen (logisch – was sonst), meine Kinnlade blieb zwar oben, doch damit hatte ich meine Mühe.

P.P.S.: Katja dürfte von ihrem Spanisch-Kurs zurück sein. Ich bin so was von gespannt.

27 Gedanken zu „und, wie war es?

  1. Wow – toller Vorsatz, tolles Stück mit schönem Zupftempo – ich hatte mir mal mit Landslide von Fleedwood /Stevie vorgenommen, wegen der Tonlage 😀

  2. Fleetwood Mac, oha.
    also erst einmal meinen Respekt gegenüber dir und dem Vorhaben (in deinem hohen Alter … 🙂 ) ein Instrument zu lernen.
    würde ich auch gerne.
    vielleicht wenn ich mal viel Zeite habe, hahaha.
    aber dann bitte Saxophon.
    oder Geige.
    Geige finde ich eigentlich klasse.

  3. Ach ja, Gitarrenunterricht, hatte ich ja auch mal. Also die große Gitarrenspielerin bin ich ja heute immer noch nicht, aber so für die kleine Runde am Lagerfeuer reichts alle mal und das ist ja auch das was ich will. So die große Grundbegabung hatte ich leider nie. Find ich aber total schön das du das jetzt dir so vorgenommen hast. Ich muss sagen es ist schon ein tolles Gefühl wenn man es irgendwann einmal schafft Lieder selbst zu spielen und plötzlich mit allerhand Songs einfach „rumzuspielen“, ich hab dann ne Zeit lang immer langsame Volkslieder in der Rockversion ausprobiert was immer für viel Spaß gesorgt hat.

    Das Lied was du dir ausgesucht hast mag ich übrigens auch. Ist sicherlich ein schickes Endziel mit dem man auch mal was vorspielt was schön anzuhören ist. Ich hab beim Zupfen immer am liebsten *hust* „Ode an die Freude“ gezupft.

  4. @S(tef)unny
    Landslide ist auch ein schönes Stück. Ich hoffe sehr, mir gelingt das Vorhaben.

    @noch ein Markus
    Jaja, lach Du nur. 😆 Zeit wird ggf. ein Problem oder auch nicht. Vielmehr eine Sache meiner Prioritäten.

    @Graval
    Du hast den 2.Absatz gelesen? 🙄 Eigenstudium geht nicht so wirklich. Ich möchte Hilfe als zusätzlichen Antrieb.

  5. Ich hab auch nicht vor, mir alles so beizubringen, aber für den Anfang ist es sicher kein Nachteil. Ich spiel auch nicht nach Noten, sondern nach Tabs 🙂

  6. Schönes Stück! Du weisst ja, die Junx mit den Gitarren am Lagerfeuer bekommen immer die Mädels ab. 😀

    P.P.S.: Ich lebe noch – auch wenn ich noch keine Ahnung habe, wie das auf Spanisch heisst. 😉

  7. @ruediger
    klingt insgesamt doch wunderbar!! und dein letzter satz suggeriert mir, daß es sich gelohnt hat :D.

    @katja
    freuheut mich!! 🙂

  8. @graval
    Wenn ich etwas beginne, dann aber richtig. 😉

    @Katja
    merci. 😉 Lagerfeuer? 😯 *OMG* daran habe ich noch gar nicht gedacht. Das muss ich dann mit der Gattin besprechen, oder auch nicht. 🙄

    P.P.S. Klasse! Ick freu mir für Dir. 😀

    @rebhuhn
    Japp, es hat sich gelohnt, für mich. Für den Rest meiner Umwelt sehe ich derzeit noch keine wirklichen Vorteile, vielmehr harte Zeiten auf sie zukommen. *ähm* 😀

  9. Glückwunsch zum Start!! Heres Ziel hast Du Dir vorgenommen, ich denka alle hier erwarten ein Youtube Video vom „first song“ 🙂 Mein „erster“ war „House of the rising sun“ (ungefähr so: http://www.youtube.com/watch?v=oIS-Y4UMC4w ) – im Zug gelernt, auf der Klassenfahrt nach Italien 🙂 Und das mit dem Lagerfeuer stellte sich als richtig raus… :-))

  10. super tolles Stück….
    ich bin mir sicher du erreichst dein Ziel, den ersten Schritt hast du getan und wenn die Chemie stimmt und das lernen Spaß macht steht dem Erfolg nix im Wege! :top:
    Das erinnert mich daran dringend Vokabeln zu üben!
    LG Bonafilia

  11. Ich MUSSTE als Kind Triangel spielen 😳 😥
    Mama sagte „Wenn Du das nur halb so gut spielen könntest, wie Du auf meiner Nevenleitung stehst, würden wir ordentlich Geld mit Dir machen“. Daraufhin durfte ich aufhören und sang bis zum Stimmbruch im Schul-Chor 🙂

    Während des Lesens hatte ich nen Kloß im Hals, denn auch wenn Du nicht schnulzig-emotional geschrieben hast, so kann man in Deiner Schreibweise die Emotionen herauslesen, von denen DU glaubst, Du kannst sie nicht in Worten einfangen.

    Ich freu mich sehr für Dich!

  12. Oh dann kannst du ja bald nen Song für mich schreiben, so als Hochzeitsgeschenk 😀 Aber bitte mit singen und allem drum und dran ne 🙂

    Ich wünsch dir viel Spaß und bin auf den Fortschritt gespannt 😉 und wann es die ersten mp3 Samples deiner Künste hier zu hören geben wird 😉

  13. @der
    😆 Hört mal mit dem Lagerfeuer auf, wenn das die Gattin mitbekommt darf ich am Ende nicht mehr. 😛
    EDIT: Typo im Link Deines Kommentars ist gefixed.

    @bonafilia
    Japp. Das wird. :top:

    @Meg
    Merci Meg. 😳 Wie Rosenmontagszug, als Erster auf der Stoßstange des ersten Wagens. 🙄

    @DeserTStorM
    Es wird diesbezüglich hier keine zu keinen akustisch/optischen Belästigungen kommen, ganz sicher nicht. *i swear*

    Und wenn Du Dich bitte erinnern möchtest, den Heiratsantrag habe ich bereits wieder zurück gezogen, Du hattest Deine Chance. 😛

  14. @Bioschokolade
    sry für die späte Antwort, hab Dich glatt übersehen. 😳

    Für den „großen Wurf“ reicht es bei mir sicher auch nicht, darf bin ich zu spät dran. Wie Du schon schreibst, es ist (bestimmt) ein tolles Gefühl völlig eigenbestimmt gänzlich unprogressive Musik erzeugen zu können. 😆

  15. @Bioschokolade
    sry für die späte Antwort, hab Dich glatt übersehen. 😳

    Für den großen Wurf langt es bei mir ganz sicher nicht, mit genügt es wenn ich selbstbestimmt einem Instrument gänzlich unprogressive Musik entlocken kann. 😆

  16. Ach also lässt du mich einfach sitzen? Fallen wie eine heiße Kartoffel? Brichst mir mein Herz und lachst auch noch dabei!

    DAS hätte ich ja nun nicht von dir erwartet! Du Schufft! Und ich wollte dir zuliebe schon den Audi verkaufen! Pah! Männer sind eben doch Schweine 😀

    Aber ok, wenns beim nächsten Treffen wieder so lustig wird, verzeihe ich dir das mal. Ausnahmsweise 😉

  17. @DeserTStorM
    *pft* Wie lange hätte ich den warten sollen? „Make your move.“ Weg mit dem Audi und den Kippen, lass Dir einen Bart wachsen und in 2 Jahren sprechen wir uns wieder, weil vorher wird mir der Bart sicher zu flaumig sein. 😀

  18. @quadratmeter
    und mich erst.

    @weltdeswissens
    Samstag vermutlich oder kommenden Montag. Sie ist ein Prachtstück, mit einem wunderbaren schönen runden Klang (hab sie vorspielen lassen). :hachz:

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.