Hüftattacke

Da komme ich nach einem leidlich guten Tag nach Hause, froh ihn hinter mir zu haben. Er war auch in anderer Hinsicht schwer, denn ich habe erfolgreich der Konfiserie mit ihrer fastilliardenschweren Kalorienauslage widerstanden, den Mittagseinkauf  ohne Nachgeben das Quengelwarenregal im Discounter geschafft, Umwege in Kauf genommen nur um den diversen Bäckern aus dem Wege zu gehen, einen Apfel auf dem Nachhauseweg gegessen, wissend das nichts süßes zu Hause ist, weil wir nichts gekauft haben und dann steht das auf dem Tisch:

Die Freude über diese tolle Sendung geht in der Überlegung über, heute keinen mehr davon zu essen, weil ein Tag ohne Süßigkeiten ist nun mal ein Tag ohne Süßigkeiten. Die Gattin kiebizt derweil über die Schulter und dackelblickt mich an. Natürlich erlaube ich ihr einen, obwohl es meine sind. Die gefühlte Menge des eigenen Mundwassers nimmt beängstigende Ausmaße an, es lässt sich aber noch gut kontrollieren, solange ich an Regen, dunkle Keller und andere blöde Sachen denke. Die Gattin ficht mein mühseligen Schlucken nicht an, lieber führt sie genüsslich langsam einen dieser köstlich riechenden und sich unglaublich lecker fluffig anfassenden Kekse zum Mund. Sie beißt ein Stück ab, weitet augenblicklich die Augen hinter der Brille und nuschelt „BOAH – ist der lecker!“. Das ist so grausam. …. *ach* Morgen ist auch noch ein Tag …..

Liebe Katja, an Dir ist wahrlich eine Spitzen-Bäckerin verloren gegangen, das wusste ich schon seit Deiner süßen und äußerst schmackhaften Weihnachtsüberraschung. Mit den sündigen Teilen hier hast Du noch einmal den Vogel abgeschossen. Die Gattin schleicht schon wieder so komisch um den Schrank herum, wo ich sie vor mir versteckt haben. BOAH, die sind aber auch so was von lecker.

Vielen lieben Dank Du Gute, ich freue mich sehr, die Sonderrunde im Park morgen ist es mir wert. Auch wenn ich mich ob der eigentlichen Entfernung in Sicherheit wähnte, so …. *stutz*… die kaut doch schon wieder. Ich muss meine Kekse retten.

9 Gedanken zu „Hüftattacke

  1. *Memo an mich: Nicht mehr gleichzeitig Zähne putzen und in Rüdigers Blog lesen*

    Meinen Monitor zieren gerade Zahnpastaprustflecken. Ich ahnte ja beim Backen und Verschicken nicht, dass du Keksflucht betreibst. 😀

    Ich freue mich, dass du dich freust und dass sie schmecken. 🙂

  2. ohoho, sieht das lecker aus. Ich schwanke zwischen: „ich will auch eine Katja haben“ und „bin ich froh, daß ich keine Katja habe“ 😉

  3. Also ehrlich, Du kannst ja Katjas haben! 🙂
    Aber wäre da nicht so gnadenlos wie Du. Wenn Kekse da sind, dann immer rein damit. Egal ob nun Runden gedreht werden müssen (was ich eh nicht mache) oder nicht!
    Aber ich bin im Moment eh von Keksen geheilt, nachdem ich innerhalb weniger Tage einen anderthalb Kilokarton Schokokekse vertilgt habe. Ich hasse den Bahlsen Fabrikverkauf in meiner Nähe! 😀

  4. @Katja
    *muhaaa* ausgleichende Gerechtigkeit. 😀

    Doch es war ein Kampf die Stücke im Schrank zu wissen und nicht dran zu gehen … dafür heute morgen zwei zum Kaffee *schleck* … und sie sind so was von lecker. *sigh*

    @Birgit & AndiBerlin
    Nicht das ich besitzergreifend wäre, aber sie ist „meine“ backende Katja. Sucht Euch bitte eine eigene. 😀

  5. Also wenn es da Probleme mit der Keksverwertung gibt, ich würde mich opfern und die „Entsorgung“ übernehmen …

    Äääh, ach so! 😳 Das scheint ja gar nicht mehr nötig! Wie ich sehe, war das nur eine temporäre Fastung und keine Dauerabstinenz! Schade aber auch.
    (Mann sollte alle Kommentare lesen. Erspart bittere Enttäuschungen!) 😀

  6. @Michael
    Die Gefahr für Entsorgungsengpässe besteht beileibe nicht. Unmöglich vor solchen Leckereien zu sitzen und nicht zuzugreifen. 😉

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.