Parkgeld

Gestern war die 2. Stunde bei der Gitarrenlehrerin (=Sie). Aufgrund anderer Prioritäten hatte ich die vergangene Woche zu wenig geübt und mich auch nicht ausreichend um das Lernen der %beliebigeanzahlundartvonschimpfwörterneinsetzen% Noten bemühen können. Das muss anders werden, ein Tag in der Woche wird fortan dafür reserviert, nichts mit schreiben, lesen und nichts mit Online-Gaming, nur Gitarre üben und Noten lernen – sonst klappt das nicht. Sie hat es scheinbar jedoch gar nicht gemerkt, oder hat sich zumindest nichts anmerken lassen, insofern war die Stunde wieder lehrreich und wichtig für die Erkenntnis, dass ich mir einen Tag dafür nehmen muss und nicht „weil-gerade-Zeit-ist“ üben kann. Doch darum geht es jetzt nicht.

Recht pünktlich 10 Minuten vor Beginn der Stunde parke ich das Schlittchen zwangsläufig in der Straße, die auch dafür bekannt ist, häufig und gerne von den Parkplatzraubritternwächtern beschritten zu werden. Also ist mit mal eben abstellen nichts, sonst gibt es mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit direkt ein freundliches Ticket. Das sehe ich ja gar nicht ein. Üblicherweise habe ich  ein paar Münzen im Schlittchen, nur heute ausgerechnet nicht, da ich vergessen hatte das Beutelchen im Handschuhfach aufzufüllen. *hmpf* Die kleinen Läden in unmittelbarer Nähe wollten konnten natürlich auch nicht wechseln und so erwägt ich schon es drauf ankommen zu lassen, als ich bei einem schnellen Rundblick (als wenn da etwas helfen würde, aber es beruhigt halt) in der Entfernung zwei blaue Figuren mit Gerätschaften in der Hand die gewinnträchtige Straße entlang schlendern sah. War ja mal wieder klar, nun aber hurtig. Um die Ecke wurde ich zu einer kleinen Bank in der Nähe geschickt. Dort konnte ich wechseln, dann schnell wieder zurück um den Parkschein zu ziehen, anschließend eilends zum Schlittchen und den Persilschein platziert. 4 Wagen später hätten die beiden Wegelagerer vor dem Schlittchen gestanden und… nun, gerade nochmal Glück gehabt. Zur Gitarrenstunde kam ich gerade noch pünktlich.

Nun sehe ich immer häufiger unter den Parkplatzschildern in Wiesbaden kleine Zusatzschilder mit Telefonnummern drauf. Es ist wie es ist, man sieht es jeden Tag, kümmert sich aber nicht weiter darum.

Heute jedoch nahm ich mein ‚Glück‘ zum Anlass mir anzusehen, was genau das überhaupt ist. Das Ganze nennt sich Handyparken und wird auf der WebSeite von Mobile-City beschrieben. In Kürze: man ruft die jeweilige Nummer auf dem Schild an und ‚löst‘ damit via Handy einen Parkschein. Die übermittelte Rufnummer wird mit den Registrierungsdaten verglichen und wenn es stimmt, kommt eine SMS die die Parkdauer bestätigt, der Betrag wird abgebucht oder vom PrePaid-Konto genommen. Man muss nur noch eine Vignette im Fenster haben, dann hat man seine Ruhe vor den Wegelagerern. Läuft die Parkdauer ab bekommt man eine neue SMS. Ich würde dann die Nummer einfach noch einmal anrufen (denke ich mir zumindest) und verlängern. Das wird demnächst mal ausprobiert. Liest sich jedenfalls sehr praktisch das Ganze. So schnell sollte es mir also  nicht mehr passieren, dass ich kein Kleingeld für die Parkbanditen parat habe.

15 Gedanken zu „Parkgeld

  1. mal zum gitarre-üben ein kleiner tip von einer ‚geigen-fachfrau‘ ^^:
    jeden tag 10 minuten üben ist VIEL [und so groß kann ich gar nicht schreiben, wie es eigentlich muß] effektiver und vor allem nachhaltiger, als das einmal die woche 1h zu tun. ganz ehrlich. sorry :).

    [das gilt glaube ich prinzipiell für alles, wobei man dauerhaft verankern möchte…]

  2. @rebhuhn
    Tips sind immer willkommen. 😉 Danke für den Hinweis, kurze Übungen kommen mir auch eher entgegen, ich will es mir fest eintragen, 2 Mal die Woche jeweils 30 Minuten, bis die Anfangshürden genommen und ich diese %beliebigeanzahlundartvonschimpfwörterneinsetzen% Noten endlich sicher kann.

  3. @Meg
    telefonieren und schreiben und PC beim installieren zusehen geht nicht immer, Multitasking *fail*

    Der Satz müsste demnach lauten:

    Hilft die Stadt nicht länger mittels Parkstrafzettel zu unterstützen. Mit mir jedenfalls nicht mehr. 🙄

  4. OMMM. Die Noten sind meine Freunde! OMMM. *mal als Mantra vorschlag* Auch wenn ich annehme, dass du dieses darüber Fluchen maximal halbernst meinst, wirkt sowas doch nachhaltig auf’s Unterbewusstsein. 🙂

    Ich merke, wie ich beim Spanischkurs in diese „Ürks! Vokabeln lernen.“-Falle tappe und muss mich in den Hintern treten um nicht „ich muss Vokabeln lernen“ zu denken, sondern „Hey, ich will Spanisch lernen. Mein wichtigstes Werkzeug für die Sprache sind Vokabeln. Also her damit.“

    Das Parkbezahlsystem ist eine coole Idee. Zu Zeiten als ich mein Abi nachgemacht habe, habe ich der Stadt Wetzlar vermutlich den neuen Straßenbelag für die Straße, in der ich ein Ticket nach dem anderen kassiert habe, finanziert. Als Schülerin täglich ins Parkhaus ging kostenmäßig gar nicht und die einzigen „kostenfreien“ Parkplätze erforderten Parkscheibe. War die abgelaufen kostete das 20 Mark, hatte man gar keine im Wagen kostete es nur 10 Mark. Die Logik habe ich nie verstanden. :knirsch:

  5. @Katja
    Halbernst? Ja/Nein. Das allgemeine Theorie und Praxis Problem. In der Theorie habe ich das bis jetzt ‚gelernte‘ intus, abrufbar. Nur wenn sie sagt „spiele mal das bzw. wir versuchen eine kurze Melodie aus den Tönen h-g-a-c, weiß ich partout nicht was die Finger machen sollen. Ich muss mir die Griffe derart plastisch vorstellen, sonst geht es schief. Ok, es ist erst die 2. Stunde, doch ist eigentlich so einfach …. in der Theorie. Oder anders erklärt, als wenn mit dem Büchsenöffner plötzlich keine Büchsen mehr öffnen kann, obwohl der völlig in Ordnung sind und die Büchsen sich auch nicht verändert haben. *unwirsch*

    Wir Erwachsenen sollten es leichter haben mit dem „ich mach das, weil ich es brauche und es mir leichter fällt“. Bei mir liegt es sicher mit auch daran, dass ich _noch_ keine Gitarrenständer habe und sie in der Ecke in der Tasche steht. Selbstdisziplin muss hier noch gefunden werden.

    *äh* Die unterschiedlichen Tickets sind auch unverständlich. Heute scheint die vergessene Parkscheibe immer noch 5€ zu kosten, die abgelaufene Scheibe je nach Dauer: bis 30 M.=5€ // bis 1 Std.= 0€ // bis 2 Std.=15€ // bis 3 Std.=20€ // über 3 Std.=25€

  6. Hm, ich glaube, den Unterschied gibt es aber fast immer zwischen Theorie und Praxis. Gitarrespielen ist auch Handwerk, da hilft nur üben und Geduld – vor allem mit dir selber (liest sich ein wenig für mich als könntest du davon eine Portion vertragen).

    Mir kommt gerade beim drüber Nachdenken das Bild vom Autofahren lernen in den Sinn. Da sind die theoretischen Regeln, zum einen die für den Verkehr, zum anderen aber auch die, was man nun wann machen muss. Vom Schalten bis zum Schulterblick.
    Zumindest mir ging es so, dass ich das anfangs natürlich recht schnell wusste, wann ich über meine Schulter gucken sollte, aber bis ich nicht mehr bewusst drüber nachdenken / dran denken musste, sondern diese Bewegung dann einfach in Fleisch und Blut übergegangen war, das dauerte doch einige Stunden – und auch das war natürlich Übungssache.

    Edit: sinnfreien Satzteil entfernt. 😀

  7. @Katja
    Geduld geht eigentlich, auch mit mir selbst, manchmal sogar zuviel. 😳 Ich glaube fast, ich habe das Erlernen verlernt. Das Sinnbild mit dem Auto trifft es auch sehr gut. :top:

  8. wat, nur einmal in der woche üben? da würd ich meinem sohnemann die ohren lang ziehen. so wird das nix mit der großen band-karriere! im ernst: lieber jeden tag 10 minuten üben als nur einen tag ganz lange. es bleibt einfach mehr hängen!

  9. @podruga & rebhuhn
    Ok, ihr wisst scheinbar von was ihr redet und ich lass mich gerne belehren, also täglich 10-15 Minuten ist besser als ein-zwei Mal die Woche 30 Minuten. Yes Mam!

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