so war das – Teil 3

(Was bisher geschah)

„Na dann drück halt ab“, flüsterte ich, „damit wir verschwinden können.“ „Abdrücken? Spinnt Du? Ich kann da jetzt nichts abdrücken, so weh wie das tut“ Er tröpfelte weiter auf die Blätter und machte derweil den Buckel rund, damit er etwas kleiner wurde. Die Stimmen im Gebüsch blieben gleichmäßig laut, also kamen die nicht auf uns zu. „Was ist jetzt?“ Im Gebüsch unterhielt man sich über grillen, wir flüsterten und Carlo robbte auf Knien, mit der Hosen auf dem Boden zu uns zurück. Wir bissen uns auf die Lippen, weil dieser Anblick kaum zu ertragen war, denn sein Penis und sein Hodensack waren wirklich feuerrot, aber so richtig. Irgendwie schaffte es Carlo doch auf die Beine und im Hochkommen zog er seehr vorsichtig die Hose mit. Wir kicherten und gackerten um die Wette, Carlo war darüber stinksauer. „Los, schnell weg hier, bevor die noch raus kommen“. Wir liefen voran und Carlo schaffte es auch , breitbeinig wie King-Kong machte er Schritte in gebückter Halterung, die Arme vom Körper haltend und um Gleichgewicht ringend. Seine Stirn gerunzelt, sein Gesicht immer noch fahl und angestrengt. Wir lachten aus einiger Entfernung hemmungslos los, weil er so urig aussah. Jeder Schritt erzeugte einen anderen Gesichtsausdruck bei ihm. Bei uns angekommen richtete er sich etwas auf und nahm dann auch die Beine etwas näher beisammen, John Wayne. Wieder Gackern und Lachen, es war die Hölle. Er schlich nach Hause und schickte uns zum Fußball spielen gehen. Er brauche keine Hilfe mehr, es würde von alleine weh tun.

Am nächsten Tag war er nicht in der Schule, so das wir nach Schulschluss schnell zu ihm nach Hause sind. Es ging ihm gut, bis auf das er im Bett lag und einen Eisbeutel im Schritt hatte. Was haben wir gelacht, weil ihm so kalt war und er große Sorge hatte, die Kälte könnte ihm dauerhaft einen Zentimeter seiner sowieso schon malträtierten Männlichkeit kosten (Aufklärung gab es erst mit 16). Wir anderen wussten natürlich jetzt schon, dass dies nie und nimmer passieren konnte.

Den nächsten Tag blieb er auch noch zu Hause, den übernächsten war er wieder in der Schule, zuversichtlich das die Kälte keine Auswirkungen hatte, zumindest nicht laut dem studierten Lexikon. Welches Lexikon auch immer er befragt hatte, wir wollten es nicht wissen. Wir gackerten und kicherten stattdessen um die Wette, konnten uns überhaupt nicht mehr halten, als er am 4.Tag in der großen Pause auf Aufforderung seine Hosen herunter lies und uns den Ausblick auf das schönste blau-grüne-gelbe Jungengemächt freigab, was wir bis dahin gesehen haben. Wegen des auch nach der Pause noch andauernden Lachens wurden 2 von uns wegen Störung des Unterrichts ins Klassenbuch notiert. Aber wir hielten dicht und sagten keinem etwas.

5 Gedanken zu „so war das – Teil 3

  1. Hach Rüdiger, du kannst wirklich toll erzählen!
    Dankeschön für’s Mitnehmen auf den Ausflug in deine Jugenderinnerung! 🙂

  2. Feuerrot und blau-grün? Gee, den muss es aber wirklich mächtig am Gemächt erwischt haben. Danke, dass Du diese Geschichte mit uns teilst.

  3. gab es eigentlich einen bestimmten Grund weshalb du diese Geschichte erzähltest?
    du bist nicht zufällig irgendwo gegen gelaufen oder so?
    😀

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