Couchkleber

Wir verzweifeln gerade, denn über Nacht hat sich ein Zwerg an unseren Couchen zu schaffen gemacht und die mit Klebstoff eingepinselt. Der Vorgang ist perfide, denn der Klebstoff entfaltet seine Wirkung erst Stunden nach dem Auftragen, gestern Abend war noch alles in Ordnung. Es ist kein Spaß hier auf den Couchen zu warten bis der Kleister seine Wirkung verliert und dabei einfach nicht hoch zu kommen. Bitte lieber Sportpalast, wir können nichts dafür, wir würden ja gerne, schaffen es aber nicht. Gottlob habe wir in weiser Voraussicht alle derzeit erforderlichen Grundnahrungsmittel wie Kaffee, Wasser und kleine schmackhafte Fertigküchlein in einer Art Instinkthandlung in ausreichender Menge bereits vor dem ersten Hinsetzen bereits in Griffweite positioniert. Lieber Sportpalast, Du musst nichts machen oder für uns veranlassen, passt alles schon. Kümmer Dich um die, die es nötiger haben als wir. Und jetzt heißt es warten. Das Leben ist hart. Manchmal.

Nebenbei gefragt: Die französische Sprache ist an sich ja sehr schön zu hören, wenn sie mit einer gewissen Geduld und Freundlichkeit in der Stimme/Stimmlage und ohne zuviel Einsatz persönlicher Extremitäten gegeben wird. Warum tue ich mich mit Musik in der Sprache im allgemeinen nur so schwer? Kann mir das jemand erklären?

Berry hier scheint eine erfreuliche Ausnahme zu sein, zumindest bis jetzt.

[youtube]jbLOqatyhCk[/youtube]

[Berry – Mademoiselle]

falls youtube nicht läuft => click

12 Gedanken zu „Couchkleber

  1. 😀 Bedauerlicherweise scheinen ziemlich viele Menschen Attacken dieses Couchklebers ausgesetzt zu sein, über kurz oder lang sieht man es vielen von ihnen auch an. Es rächt sich! 👿 Dabei kann man so schöne Momente erleben, wenn man den Kleber austrickst! Ich hab’s heute morgen erlebt und im Foto festgehalten!

  2. Ohne eine Erklärung dafür zu haben, weswegen das so ist, geht es mir mit den meisten Liedern in französischer Sprache ebenso. Dabei finde ich die Sprache, wenn sie gesprochen wird, sehr gefällig – nur gesungen verliert sie in meinen Ohren diese Leichtfüßigkeit, wird ungleich schwerer.
    Manchmal frage ich mich, ob das einfach eine Frage der Gewöhnung ist. Weil einem ja vergleichsweise wenig französische Musik vor die Füße fällt, wenn man nicht aktiv danach sucht. :donno:

    Mein Mitgefühl für dieses trostlose an der Couch kleben. Dieses hinterhältige Zwergenpack immer. Ich frage mich, durch welche Ritzen die eigentlich in die Wohnung geraten. Aber da kann man nichts machen und muss durch. Hoffentlich gehen euch nicht Kaffee und Kuchen aus bevor die Klebewirkung nachlässt.

  3. @GZi
    Nur heute, Kleber hält ja nicht ewig. 😉 Ich hatte auch einige schöne Momente, ich konnte Bilder gucken, ein paar lange angeschobene Filme und und und. *sigh*

    @Katja
    Wir brauchen wieder einen Hund, dann passiert das nicht. :pipe: // Das stimmt auch wieder, französische Musik fällt einem im Alltag so gut wie kaum auf die Ohren.

    @rebhuhn
    Das war zu befürchten, dass dieses Klebestoff verteilende Pack noch weiteres Unwesen treibt. Ich würde nur mittlerweile gerne duschen und mich rasieren… mal versuchen und sich kräftig abstemmen.

  4. Bei dem Wetter lasse ich mich gerne an die Couch kleben. Ich glaube, das sind die Cousins von den kleinen Ungeheuern, die bei mir nachts immmer das Durcheinander fabrizieren. 😀
    Es gibt doch einige tolle französische Lieder. Zum Beispiel Ella Elle L’a. Ist eigentlich von France Gall, Kate Ryan singt es aber wesentlich peppiger. Oder Dans Un Autre Monde von Celine Dion. Ich mag sie zwar nicht besonders, aber einige Lieder von ihr sind wirklich toll. Kommt jetzt halt darauf an, was man unter „französischer“ Musik versteht. 😉

  5. Interessant – frz. Chansons kenne ich nur von Edith Piaf und Jacques Brel. Auch Reinhard Mey hat ein paar Lieder mit frz. Texten, die ich dazu zählen würde; alles andere schiebe ich in die Kategorie Schlager: Mireille Mathieu, Gilbert Becaud und andere. Meine Franz-Kenntnisse sind aber nach über dreißig Jahren praktisch im Universum verschwunden, ich könnte keine Zeile übersetzen … 😳
    Sehr melodisch empfinde ich auch italienische Lieder, z.B. von Milva – man muss den Text nicht verstehen, das macht die Musik noch ausdrucksvoller, finde ich … 🙂

  6. @Cassy
    France Gall, aye. Kate Ryan kannte ich bisher nur die englischen Sachen, Mme. Dion hat hier Hausverbot. 👿 // Ich muss mich mit der Sprache, bzw der Musik abseits des Chansons mal auseinander setzen.

    @charisma
    Italienisch ist für mich ähnlich schwer zu händeln. In den 90-iger schwappte aus dem San Remo Festival ja einige gute Sachen auch hier hin,doch da kam auch schon lange nichts mehr.

  7. @Rüdiger
    Entschuldige! Hab‘ ich nicht gewusst. Kommt nie wieder vor. 😉
    Ich hoffe, du hast nichts dagegen, wenn ich ein klein wenig klugsch…, aber es gibt den Chanson als Stilrichtung in Frankreich nicht. Das ist eine deutsche Interpretation, die sich über Jahrzehnte in den Köpfen festgefressen hat. Chanson heißt übersetzt nur „Lied“. Also ist alles, was gesungen wird, dort ein Chanson. Auch der „Grand Prix Eurovision De La Chanson“ war nichts anderes als ein „Song-Contest“ gewesen.

  8. @Cassy
    Wenn ich könnte, gäb es ein Schild an unserer Tür, gerade zu Zeiten als Titanic der Hype war. Höllenqualen sag ich, Höllenqualen. ….//

    Danke für die Erklärung. Ich verbinde mit dem Begriff „Chanson“ tatsächlich Gilbert Bécaud und Konsorten, also französisches Liedgut was wirklich anstrengend sein kann.

  9. Moin Rüdiger, o.K., ich gebe zu, ich habe etwas gebraucht um die Sache mit dem Kleber zu kapieren… :hmmm: . Nee, wirklich! Ich hab mir ´n Kopf gemacht, was das für ein Zeugs sein kann! Tja, liegt wohl daran, dass unsere alte Röhre (winzig klein steht sie da in der Ecke) nur sehr selten bemüht wird… aber wenn, dann können die Tochter und ich uns auch nicht von den Kissen lösen…
    Danke für das Rätsel.
    Viele Grüße
    Rabea

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