ein typischer Morgen?

Bisweilen ist es bei den Damen des Hauses etwas hektisch wenn es darum geht morgens pünktlich das Haus zu verlassen. Die Einsicht gerade beim jüngeren Teil meiner Mitbewohnerinnen doch einfach 10 Minuten früher das Bett zu verlasssen, wird sich sicher noch einstellen. Auch nach 10 Jahren beharrlicher Ermahnungen gebe ich erstaunlicherweise die diesbezügliche Hoffnung wohl immer noch nicht auf.

Jedenfalls werden morgens bestimmte Tätigkeiten wie z.B. frühstücken aus ‚Zeitgründen‘ ins Bad verlegt, oder die Schmutzwäsche wird wegen 10 Sekunden überflüssiger Wegezeit liegen gelassen, usw. Trotz allem Zeitdruck findet frau dann aber auf wundersame Weise doch die Ruhe wieder, wenn es ans Gesicht bemalen geht. In bewundernswerter Geduld und unter völliger Ignorierung der tickenden Uhr werden akribisch Striche gezogen, hier und dort Material aufgetragen und elegant wieder verwischt, wie das nun mal so ist. Das Ergebnis sieht prima aus, doch während der Verwandlung ist das Bad für andere Personen des Haushalts kaum benutzbar. Für uns Eltern heisst es deswegen einfach schneller fertig sein und dann der Jugend den Vortritt lassen.

Lange Rede kurzer Sinn, heute morgen war es mehr als wieder nur knapp, aber die Schminke saß. Die Damen sind 5 Minuten nach dem eigentlich allerletzten Aufruf raus und ich kann ins Bad, denn ich muss ja auch noch weg. Die Ruhe in der Wohung hat etwas fesselndes, doch es hilft nichts. So räume ich noch grob etwas auf, greife mir mein Pausenbrot, Banane, Apfel, Kiwi und noch ein Joghurt, nehme mir die Wäschekiste für den Gang in den Keller. Weil ich zu wenig Hände habe, wird mein Tagesessen zusammen mit der Jacke zur Wäsche gelegt. Gemütlich gehe ich so bepackt in den Keller, verbringe die Wäsche, ziehe meine Jacke an, verstaue mein Essen in den Jackentaschen und wandere zum Schlittchen.

Der iPod gibt Donna Leon – Wie durch dunkles Glas (endlich kann ich weiter hören) und ich mache mich auf dem Weg ins Büro. Die Strassen sind gefühlt voller als sonst. Ich lausche der appetitlichen Beschreibung, wie Guido Brunetti während eines Mittagsessens einen Informanten befragt. Auf dem Parkplatz angekommen ziehe ich die Jacke an und schlendere das letzte Stück ins Büro. Dort verstaue ich die Brotdose und den Becher im Kühlschrank, Apfel und Banane im …. Kiwi. Wo ist die Kiwi? 😯 …… Im Auto ist sie schon mal nicht.

13 Gedanken zu „ein typischer Morgen?

  1. Waschmaschine schon angeworfen? Hoffentlich nicht! 😯

    Das mit dem morgens nicht in die Pumps kommen, ist mir absolut nicht fremd. Glücklicherweise bin ich da relativ flexibel. 8)

  2. Dass die Damen immer ihre Frühstückreste zur Wäsche schmeißen müssen… tse… Du warst das ganz bestimmt nicht.
    Ich zähle im Übrigen zu den anscheinend seltenen Vertreterinnen, die morgens bzw. vormittags nach zehn Minuten aus dem Bad verschwunden sind. Malkasten gibt’s bei mir nicht.

  3. Hihi, ich ahnte schon im vorletzten Absatz, dass sowas kommt. 😀 😀

    Fies wird wohl der Krüselkram von der Schale auf nasser Wäsche sein.. 😯 Ach, was red ich… 😀

    Liebste Grüße
    Frau SSL :rage: (die sowas oder Ähnliches auch gern mal macht…)

  4. @all
    Ich darf somit verkünden, dass Kiwis bedingt waschbar sind. Das treulose Miststück hat sich heimtückisch versteckt nur um zu entkommen. Dabei wählte sie eine Kombi aus Handtuch und T-Shirt aus, nur um sich meines Blickes zu entziehen. In dem Versteck hat sie den Waschgang einigermaßen überlebt, irgendwie. Sie sieht etwas verhuzelt aus, riecht dafür richtig gut nach Waschpulver, die Wäsche aber nicht nach Kiwi. *gulp* Nochmal Glück gehabt. :pipe:

  5. das schöne bei mir ist ja, davon mal ganz abgesehen daß wir uns das Bad nur zu zweit teilen müssen, das ich da morgens um halb 5 eh keine Probleme mit habe …
    🙂

  6. @noch ein Markus
    Ne, um die Uhrzeit würdest Du der besten Tochter von allen ganz sicher nicht im Bad begegnen. :pipe:

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