waschen und rascheln

Samstag. Keine Lust zu gar nichts, die letzte Woche hat Kraft gekostet, wir sind faul und wollen eigentlich nur unsere Ruhe haben.

Wagenpflege ist mir lästig, verschwendete Zeit, doch um die Winterzeit leider unausweichlich. Der Rollsplitt auf den Fußmatten alleine ruiniert regelmäßig Absätze. Gestern und wegen der knapp 10°c sowie ausreichend Zeit um in die Waschstraße zu fahren musste es aber mal sein. Wobei ich zugebe, die Innenreinigung ist mein Augenmerk, außen ist es mir relativ wurscht. Auf die Idee kamen dann noch andere, die „Rundum-Waschstraße“ hatte Großkampftag. Männer die um ihre Wagen herum hüpfen nur weil andere daran herum werkeln, Frauen die ihre Habseligkeiten aus dem Wagen im Arm umher trugen, viele Leute die wieselflink Wageninnenräume reinigten, Kinder mit kleinen Hunden an der Leine die aufgeregt hin-und her liefen weil alles viel zu laut ist, Kaffeeduft, Streit über das Rauchverbot, das Klirren von Trinkgeld in der Büchse, Staubsaugerdüsen, unnötiges Gasgeben damit auch wirklich alle den tollen Motor bewundern können, rufen, Getöse, ein fürchterlich hektischer Betrieb. Aber was hilft es, nun sitze ich wieder mit Behagen im Schlittchen.

Die Gattin jammert schon länger darüber, endlich anderes Bettunterzeugs haben zu wollen. So richtig mit Daunen und wertvoll verarbeitet. Das letzte wirkliche und echte Bettengeschäft in Wiesbaden zieht um und gibt deswegen vorsichtige Rabatte. Ein guter Grund, wir also hin und haben uns von einer Fachfrau beraten lassen. Meine Güte, was es alles gibt und vor allem welche Preise dafür verlangt und wohl auch bezahlt werden. Und doch, dieses unvergleichliche sanfte Rascheln, die Leichtigkeit und Fluffigkeit, innen richtige echte Daunen, außen toller Stoff, trotzdem die neuen Decken wunderbar warm und überhaupt auch sehr angenehm sind, lassen den horrenden Preis letztlich ausblenden. Herrlich geschlafen.

8 Gedanken zu „waschen und rascheln

  1. Sag mal, müssen die edelgeränderten so wunderweichen Kuscheldeckchen nicht auch hin und wieder in die Wäsche… Reinigung… Waschstraße… ?

    Ups, gut, dass Du das mit dem Wagenwaschen nochmal thematisiert hast… ich wollte ja eigentlich schon beim Winterreifenwechsel 😳 … da wars aber schon zu kalt… 🙁 und irgendwas kommt mir immer dazwischen :hmmm:

  2. @Rabenhaus
    Die freundliche und offensichtliche Bettwäschefachverkäuferin gab auf diese unsere Frage zur Antwort, dass je nach Nutzung eine echten Qualitätsdaunendecke spätestens nach 3 Jahren zur Auffrischung gebracht werden solle. Sollte man stark schwitzen, ggf. auch früher. Das koste 30 Euro und beinhalte das schonende Waschen des Inhalts sowie des Deckenstoffs, sowie auch die Auffüllung mit neuen frischen Daunen, die beim vorherigen Waschgang aussortiert würden. Einmal täglich lüften und sonst regelmäßiges Aufschütteln genüge. Sollten Flüssigkeiten (ohne süffisantes Lächeln gesprochen) die Decke durchnässen, unbedingt aus der Bettwäsche nehmen und an der Luft trocken, ggf. dann zum waschen bringen.

    Jau, Waschstrasse fürs Schlittchen war sehr dringend nötig.

  3. hmm, also von den echten Daunen bin ich ja abgekommen nachdem ich mal einen schönen Bericht gesehen hatte wie die vom lebenden Geflügel gezupft werden. brrrrb.

    ansonsten war hier im Dorf auf dem Heimweg gestern Mittag eine Straße gesperrt, einer Waschanlage wegen und der dazugehörigen bekloppten Autofahrer, die 2 von 3 Zufahrtsspuren zur Waschanlage ignorieren und lieber die Straße davor komplett blockieren.
    das ist da immer so bei gutem Wetter, ich bekomme trotzdem immer wieder Schnappatmung bei so einem Driss.

  4. aha… darf ich mir das mit dem täglichen Lüften so vorstellen, dass die Bettdecken aus dem geöffneten Fenster gehängt werden… so wie ich das noch aus meiner Zeit in den Bergen bei den Sieben Zwergen kannte… vom sehen kannte…? 🙄

    Und, nöööö nie nich… Champus auskippen… 😀

  5. @Rabenhaus
    Ja also, wir haben das nicht wirklich ausdiskutiert, aber so in der Art macht man das wohl. // Champus. klar. 😛

    @noch ein Markus
    Das Drängeln an der Waschstrasse kann ich mehr als lebhaft vorstellen. Ich habe erst einmal meine Ruhe für die nächsten paar Monate, hoffentlich. 🙄

  6. Ach ja, Auto müsste ich auch dringend mal putzen. :knirsch:

    Bis vor ein paar Jahren war ich auch voll auf Daune (oder eher drunter 😀 ), hab mich aber leichter umgewöhnt als ich gedacht hätte, dass es mir fallen würde und bin mittlerweile aus vielen Gründen ganz froh drum. Aber was ich wirklich gelegentlich vermisse ist dieses fluffige Gefühl frisch aufgeschüttelter Daunen, da kommt einfach keine andere Decke auch nur ansatzweise mit. 🙂
    (Beim Kissen brauche ich das auch jetzt noch.)

  7. Oha. Prinz & Prinzessin auf der Erbse 😉
    Wenn das mal nicht in Lüftungszwang und Waschstress ausartet 😆

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