Gitarrenupdate-05

Die Fortschritte sind weiterhin klein und wegen der mangelnden Übungszeit (also Menge, der Job geht vor) bleiben diese es wohl auch, doch es geht für mich spürbar weiter. Wenn ich Revue passiere, im März 2010 angefangen und was kann ich heute? Ich kann einen Großteil der Noten identifizieren, mit etwas Geduld weiß ich auch wie sie heißen und wie ich sie greifen muss weiß ich allemal. Es dauert natürlich noch zu lange, bis Auge, Hand und Gitarre zusammen agieren, aber es geht. Das Ziel immer fest vor Augen, übe ich mich weiterhin in Geduld. Schön ist es, dass ich abends zur Entspannung an der Gitarre sitze, dass ist kein Üben, das ist eher Lustklimpern und macht Spaß.

Letzthin bin ich arg blöd auf die linke Hand gefallen, das hemmt bisweilen bei langen Griffen, sie mahnt zur Vorsicht gerade wegen den Sehnen. Ich bin gewarnt und vorsichtig.

Gestern begannen wir das mehrstimmige Spielen von Saiten zusammen mit greifen von Akkorden, also zwei oder drei Seiten unter Zuhilfenahme des Daumens, des Zeige, – des Ring- und Mittelfingers plus Akkorde. Bisher ging es meist eine Saite nach der anderen und eher selten mit 2 Saiten gleichzeitig. Der Ringfinger war bisher eher Zuschauer.

Sie ist nach ein paar Haltungs- und Fingerübungen mit Anleitungen trocken und gibt mir ein Papier mit Noten. Ich solle es mir ansehen und sagen, ob ich die Noten kenne. Nach einen kurzen Blick stimme ich dem zu, auch wenn ich nicht sofort und direkt sagen kann, welche Note was ist, doch ich kenne sie, ja. Na prima, sagt sie, dann möchte sie es (das Stück) bitte in 4 Woche zum nächsten Termin vorgespielt bekommen, komplett und mit etwas Tempo.*äh* Hausaufgabe, diesmal eine richtig Anspruchsvolle und nichts mit schau mal wie weit Du kommst. *schluck* Der ‚plötzliche‘ Einsatz des vernachlässigten Ringfingers ist hart, weil der nicht so rechtzeitig mitspielen will. Koordinationsprobleme pur. Und was passiert? Nach 10 Minuten fürchterlichem ‚Daneben greifen‘ und stetig aus dem Takt geraten, klappt es plötzlich doch. Nur nicht zuviel dabei denken, sondern mehr laufen lassen. Ich bin begeistert wie schön das klingt.

17 Gedanken zu „Gitarrenupdate-05

  1. Geil! Ich freu mich mit! Toll, wenn man diesen Moment, wo ein Knoten oder auch Knötchen platzt und etwas auf einmal gelingt, was vorher noch nicht so ging, direkt mitbekommt und sich darüber freuen kann. :top:

  2. @Fellmonsterchen
    antreiben … soso .. 🙂

    @tonari
    mitunter sehr mühsam, ja. 🙄

    @Nixhaare
    So generell… kann ich nicht. 😮

    @rebhuhn & podruga
    merci. 🙂

    @Katja
    ein durch und durch schokoladentauglicher Moment. 😛

  3. Oh, ich bin sehr für ein Vorher und Nachher – und von mir aus auch für ein Zwischendrin 🙄
    Du hattest doch schon mal was in Bild und Ton eingestellt. 😀 und ´n büschen Applaus motiviert ja zuweilen auch ganz gut.

  4. genau so ist das – gut gemacht – und weiter so :top: ich finde, du kannst stolz auf dich sein

    ps: wenn die recht hand mal nicht so unbedingt will, versuch mal, der anderen mehr aufmerksamkeit zu schenken (bzw. mehr aufs greifen zu achten). mir hat das sowohl beim gitarre lernen als auch beim geige spielen viel gebracht. klingt merkwürdig, klappte bei mir aber ganz gut

  5. @life is just this
    merci auch für den Tip. Das mit dem bewusst/unbewusst Handhaben funktioniert tatsächlich, aber nicht immer. 🙄

  6. @rebhuhn

    ich ähm 🙄
    ich hab lange zeit gitarre gespielt und dann zum beginn der ausbildung aufgehört. nach mehreren jahren ohne instrument habe ich mir dann den luxus von geigenstunden gegönnt, aber leider ist das im moment finanzell nicht drin.
    ich bin also eigentlich noch schüler, wenn auch im moment nicht aktiv..
    wenn, dann habe ich mir an den klassischen stücken die finger wund gespielt 😉

    und du?

  7. ich spiele, seit ich sechs bin und bin jetzt 29 [so gerade noch ;)]. spiele also schon ziemlich lange. eigentlich immer nur klassisches zeug, obwohl ich mir das privat überhaupt nicht so gern anhöre :donno: … seit 3 oder 4 jahren bin ich konzertmeister vom hiesigen uni-orchester, und seitdem übe ich so richtig 😉 – man braucht halt immer motivation [ich zumindest]!

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