Kina Grannis im Kölner Stadtgarten

Von Darmstadt zum Stadtgarten in Köln braucht es bei Regenwetter genau 2 Stunden und 14 Minuten, gestern getestet. Dank meiner Margot kamen wir super pünktlich um 21.00 Uhr an, das Konzert hätte sofort losgehen können, wenn da nicht die berühmten 15 Minuten wären, die so viele Künstler benötigen um zu überlegen, ob sie nun wirklich wie angekündigt auf die Bühne kommen sollen oder doch lieber nicht. #nerv

Der Support-Gig (ca. 21.10 Uhr) in Person eines Sängers namens Imaginary Friend Jerry entschädigte etwas, denn der war sehr gut. Stellenweise zu melancholisch, aber gut. Kina betrat um ca. 22.00 Uhr die Bühne und spielte leider nur eine Stunde. Somit bin ich ca. 4 Stunden unterwegs gewesen, für ca. 90 Minuten Livemusik.  War es das wert? Ich finde schon, man muss auch mal verrückte Sachen machen und sie macht wunderbare Musik. Natürlich habe ich mir auch wieder ein paar Andenken mitgebracht:

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[youtube]Oq-8zvB2x-w[/youtube]

Ich bin immer noch so neidisch auf diese in live so wunderschön klingende Gitarre. So eine kaufe ich mir auch noch, sobald ich besser spielen kann.

Und sonst?

  • Köln ist immer noch komisch.
  • In meiner Nachbarschaft stand eine Frau, die bei manchen Liedern ganz leise doch wunderschön eine um eine Lage tiefere Zweitstimme zum Gesang von Kina zum Besten gab. Ich war mehr als einmal versucht sie zu bitten doch zu Kina auf die Bühne zu gehen.
  • Ein halbvolles Kölschglas in der Hand zu balancieren (nicht ich) erfordert mehr als nur Gleichgewichtssinn.
  • Hinter mir wurde ein Mensch während der Pause von einem anderen schwindlig getextet, alles nur um das Einverständnis für den Vertrag zu bekommen. Schrecklich, wenn man nicht abschalten will…
  • Wer parken will, darf nicht zimperlich sein.
  • Apropos parken:der Gentleman parkt ganz sicher nicht so, dass wenn die Dame in den Highheels aus dem Auto steigt, zuerst an den Rand einer schlammige Pfütze latscht. Und außerdem grinst ein Gentleman auch dann nicht über das ganze Gesicht, Schadenfreude hin oder her. Das gehört sich einfach nicht.
  • Nie wieder Sandwich mit Tandoori-Aufstrich aus der Raststätte.
  • Der geübte Kölner hat kein Verständnis dafür, wenn Ortsunkundige die Zeit an der roten Ampel dazu nutzen um sich etwas umzusehen und sich zu orientieren und eben nicht 12,2 Millisekunden nach dem Aufleuchten der grünen Ampelleuchte einen Kavalierstart vorlegen. Die Hupe und deren inflationärer Gebrauch gerade und vor allem an umspringenden Ampeln mit Ortsunkundigen drückt letztlich wahre Gastfreundschaft aus. #doppelnerv
  • Selbst um 23.30 Uhr ist noch Betrieb auf den Straßen und den Bürgersteigen, dass gibt es in Wiesbaden nicht. Schade eigentlich, gerne hätte ich mir noch eine Kneipe gesucht und mich mal unter die nicht motorisierten Einheimischen gemischt. Ein anderes Mal dann halt.

8 Gedanken zu „Kina Grannis im Kölner Stadtgarten

  1. Wow, toll. Wenn ich mir nur Namen merken könnte. Morgen schon werde ich nicht mehr wissen, wem diese tolle Stimme gehört …. meine Margot heißt Uschi und redet – wie viele Frauen – eindeutig zu viel 😀 …. wenn Du mal Lust hast mit Westeerngitarre und Verstärker zu klimpern: Jederzeit gerne.

  2. Ich bin immer noch so neidisch auf diese in live so wunderschön klingende Gitarre.
    … ich bin neidisch auf diese in live so WUNDERSCHÖN klingende stimme. meine güte. allerdings glaube ich, daß mir 1h nur stimme und gitarre zu ‚wenig‘ wäre… hatte sie irgendwas bandiges dabei?

  3. @rebhuhn
    nix bandiges, sie alleine und die Gitarre. Mehr braucht es für mich nicht, doch 60 Minuten sind schon etwas dürftig, so aus Sicht des Konzertgängers….

  4. @rüdiger: Kannst im Gästezimmer die Tür hinter Dir zumachen und ganz alleine rumklimpern 😉 Ich trau mich auch eher nicht, jemandem was vorzuspielen/singen.

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