Tagestelegramm

  • Früh im „Ort“ (Sonnenberg ist nicht so groß und auch wenn wir nur 5 Minuten von der City entfernt sind, haben wir noch ein örtliches Kleinamt für so ziemlich alles, wo man binnen Minuten all das erledigen kann, wofür man in der Stadt einen halben Tag Urlaub bräuchte, dafür geht es bisweilen etwas rustikaler zu) gewesen um zu erfahren, dass keine Passverlängerungen mehr möglich sind. Kurzer Schnack über Preise und neue Gelbe Säcke mitgenommen. Dabei zugehört wie ein Mensch partout nicht verstehen wollte, warum ein neuer Personalausweis nun plötzlich(?) Gebühren kostet. Der Mensch hinterm Schreibtisch blieb mühevoll freundlich, bis er empfahl, seine Beschwerde doch dem Bürgermeister vorzutragen. Er könne nichts machen. 15 Minuten des Lebens mit gänzlichen unnützen Diskussionen verschenken …. der Mensch hinterm Schreibtisch tat mir leid.
  • Der neue Lieblings-Optiker wurde gefragt, ob er an seiner seinerzeit erworbenen Brille auch (neudeutsch) After-Sales-Service mache. Aber Klar kam die Antwort, so richtete er neu aus und putze flink und wir redeten ein wenig. 10 Minuten später hatte ich eine neue randlose Brille fürs Büro bestellt (weil nochmal leichter) und kein schlechtes Gefühl dabei, auch weil Handelversuch mitgemacht. Hat er gut gemacht.
  • Espresso und Leute gucken, weil zu früh für die verschobene Gitarrenstunde. Gitarre lief später gut, ihr von Tina Dico in Darmstadt erzählt. Sie ist sehr interessiert.
  • Letzthin geriet ich in einen Trupp älterer Bustourtagesausflüger. Wir liefen zufällig gemeinsam in der Fußgängerzone entlang, als ich ich an mir herunter schaute und zu meinem Schrecken „renterbeige“ (Bermudas und Segeltuchschuhe) entdeckte. Ich passte farblich hervorragend in diese Truppe und fiel farblich gesehen so gut wie kaum auf. *WAH* Das hat mich so erschrocken, die ehemaligen Lieblings-Bermudas werden aber so was von asap entsorgt. Mir ist das nie so richtig aufgefallen. Das Päckchen von der Paketstation ausgepackt und Ersatz begutachtet. Morgen passende Schuhe und vielleicht noch ein Gürtel besorgen.
  • Die Zweigstelle der Bank hat die Annahme des Inhaltes des Kleingeldsäckchens nur gerollt erbeten. Wollte ich nicht, also in die Zentrale und dort das Metall in eine Zählmaschine gekippt. Leider geht das nicht gebührenfrei, dafür wird es direkt dem Konto gutgeschrieben. Beim Warten habe ich eine für eine Frau entwürdigende Szene mitverfolgen müssen. Man kennt das ja, „Diskretion – bitte Abstand halten“. Nur was bringt das, wenn die Menschen hinter dem Tresen dermaßen laut daher reden, dass man selbst im diskreten Abstand ungewollt jedes Wort laut und deutlich mitbekommt. Links die Dame hat ein Einkommensproblem und wurde von der Angestellten der Bank ziemlich harsch zur Rede gestellt,  rechts die Dame möchte Ihrem Enkel eine Reise schenken und wollte Sorten haben, Peseten (hüstel) und marokkanisches Geld (= Dirham). Ich war froh, als die Maschine fertig war und den Beleg ausdruckte. Ich habe richtig gezählt.
  • Nudeln im Vapiano (Linguini, Speckwürfel, Pfifferlinge, Zwiebeln, Knoblauch, Sahnesoße), Espresso mit 2 Bällchen Eis extra im Café, bisschen bummeln in der Stadt, iPad angefasst.
  • Papa-Taxi mit reichlich lange warten
  • Wäsche waschen lassen und aufhängen, Battlefield 3 zocken, Feeds leer gelesen, Tagestelegramm schreiben, Seinfeld gucken

6 Gedanken zu „Tagestelegramm

  1. Du darfst die Lieblingsbermuda getrost behalten. Sohn Nr. 2 hat sich gestern eine gekauft. In Rentnerbeige. Und freiwillig selbst bezahlt, das heißt, sowas muss gerade schwer angesagt sein, sonst darf ich nämlich seine Klamotten bezahlen.

  2. Kleingeld aufrollen im 21. Jahrhundert ist genauso steinzeitlich wie Kühlschrank abtauen. Also hier gibt´s das Geldzählen mittels Maschine kostenlos, so der Betrag dem Konto gutgeschrieben wird. Den Kühlschrank jedoch muss ich spätestens alle 4 Wochen abtauen :knirsch:

    Beige ist wirklich keine Farbe – eher eine Lebenseinstellung 8) und von der bist DU doch Jahrtausende entfernt! 😀 Also, Kleiderschrankkontrolle, aber zackzack!

  3. @Rabenhaus
    Kostenlos hätte ich auch erwartet, vermutlich geht es denen ähnlich so wie den notleidenden Ärzten und Krankenkassen dieser Republik. Außerdem geht es Banken immer schlecht. Deren Leben ist so hart….

    Die Kleiderschrankkontrolle weitesgehend abgeschlossen, auch das beige Segeltuchschuhwerk ist nun auch ganz hinten im Schrank. :pipe:

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