HybridMac

Nun also doch, ich bin auch dem Geschwindigkeitsrausch einer SSD erlegen. Von einem Hybrid-Mac spricht man in der Regel, wenn sowohl eine reguläre Festplatte als auch eine SSD in einem Mac eingebaut wurde. Wenn man es herunter bricht ist eine SSD ein sehr großer Speicherstick, optimiert auf den stationären Einbau mit sehr schnellen Schreib- und Lesegeschwindigkeiten. Der Nachteil an den SSDs ist allerdings derzeit noch, dass die großen Größen  > 256 GB mit bis zu 500€ und mehr doch recht teuer sind und nur die kleinen Größen < 128GB mit ca. 110€ relativ erschwinglich.

Mit einem Umbausatz wird das DVD Laufwerk aus dem MacBook entfernt und in ein externes Gehäuse mit USB-Anschluss verbannt, die SSD kommt an die Stelle des regulären Laufwerks, das reguläre Laufwerk an den Platz des DVD-Laufwerks, der mittels des Umbausatzes nun dafür auch geeignet ist. Der Umbau ist in einer Broschüre gut bebildert und dauert in etwa 20 Minuten. Dann wird binnen 6 Minuten(! – no shit!) eine komplett neue Installation von Mac OS X 10.8 von einer bootfähigen SD-Card auf die SSD ausgeführt und das neu erzeugte Nutzerprofil von der SSD auf die größere herkömmliche Festplatte ausgelagert, so dass nur das Mac OS X System auf der SSD läuft.

Leider musste ich erfahren, dass sowohl die Timecapusle, als auch der Migrationsassistent von der separat erzeugte Festplattenkopie so überhaupt nicht mit Symlinks können und daher das übergroße Nutzerprofil auf die SSD zu packen versuchen. Das scheitert natürlich, weil der Platz auf der SSD nun mal begrenzt ist. Nach etwas herum probieren und einmal Lehrgeld zahlen hat aber auch das geklappt.

Und was hat es gebracht:

  • Wieder viel gelernt, zumindest was die Internas eines Nutzerprofiles unter Mac angeht, sowie auch wie Mac OS X unter der Haube so tickt.
  • MORE POWER. Der Mac bootet quasi kalt in 14 Sekunden (vorher: 53 Sekunden), aus dem Hibernate wacht das MacBook sogar binnen 4 Sekunden (vorher ~25 Sekunden) auf.
  • Nach dem Fresh-Install habe ich meine vermissten 3 Stunden Batterielaufzeit fast komplett wieder zurück. Na also.

Fertig. Hat Spaß gemacht und jetzt muss ich mir was neues suchen.

6 Gedanken zu „HybridMac

  1. Danke für die Links. Bei mir steht das auch an. Mein 2010er Dienst-Macbook Pro mit Festplatte braucht EWIG um z.B. iPhoto zu starten. Dein Bericht macht mir Mut, dass mal anzugehen. Drücke ich mich nämlich schon lange vor.

  2. @Silencer
    Bitte sehr. Eigentlich hätte es so laufen müssen, dass ich das komplete Profil auf der HDD ausgelagert hätte, dann im neuen System einen neuen Account mit gleichem Namen angelegt und dann wie im Wiki verfahren, nur ohne kopieren des neuen Profiles. Fehler 1 war, das ich die HDD als Admin mit dem Profil befüllt hatte. In dem Zusammenhang wechselt der ganze Rummel den Besitzer, was bei den regulären Dateien kein Problem wäre, nur für die ~/Libary nicht, die verzeiht das nicht, da hilft auch keine Reparatur der Zugriffsrechte. Fehler 2 war, dass ich glaubte, nur mit der Einspielung des Profiles via des Migrationsassistenten aus dem Backup die Sache regeln zu können. Das OS X übernimmt imho jedoch das Profil automatisch, wenn alles(!) an der richten Stelle und mit den korrekten Rechten versehen ist. Ich habe mir sowohl ein Clon der alte Platte erzeugt, als auch die TimeCapsule ein Full-Backup ziehen lassen, sicher ist sicher.

  3. @Silencer
    Der Mehrwert ist eine Drag-and-Drop Verwaltung und bei einem System, was sowieso frisch aufgesetzt wird es nur wenig zusätzlicher Aufwand sein. Ich wollt ich hätte es früher gefunden… .knirsch:

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