Aus der Serie gestelztes Deutsch im Alltag

Sie: Ich hätte gerne den Fich.

Der Kellner mit Migrationshintergrund schaut irritiert ist aber still.

Ich: Für mich bitte den Fisch. Fich mag ich nicht.

Sie schaut angelegentlich aufs eilig hervor gekramte Smartphone, derweilen der Kellner seinen Notizblock schließt.

Der Kellner bedankt sich und dackelt davon. Er stellt sich hinter der Theke zu einem Kollegen und zeigt ihm die Bestellung.

Ich zu ihr: Du hast mit Deinem Versprecher vermutlich gerade 4 Wochen Integrationsarbeit vernichtet. Ist ja richtig peinlich so was. 

Sie steht wortlos, aber mit sehr bösem Blick zu mir, auf und geht in Richtung der Toilette.

Die Bestellung wanderte bereits in die Küche und ich bin gespannt was sie und ich zu essen bekomme.

7 Gedanken zu „Aus der Serie gestelztes Deutsch im Alltag

  1. @wunderbare
    Die Gattin würde u. U. ob solcher Frotzeleien ein Stück ihrer Humorlosigkeit wieder entdecken. Das möchte ich keinesfalls riskieren.

  2. Wah, damit habe ich hier (Kölle) auch tagtäglich zu kämpfen.
    Fleich, Fich, Tich *drömmel*
    Was habt Ihr denn nun zu essen bekommen? 🙄

  3. @Tanya
    Es wurde tatsächlich Fisch und wie ich später erfuhr, hat der Kellner den Affront schadlos überstanden. Er spricht weiterhin Komisch-Deutsch, waizdu.

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