merci Hermes

Nein, das wird kein Nachtreten, weil das ist dann doch eher unfair. Aber erzählen will ich es doch. Montags bestelle ich bei Amazon ein neues Gitarrenlernbuch. Hermes soll liefern, als am Donnerstag immer noch nichts da ist, recherchiere ich und finde heraus, dass der Hermes-Fahrer die Lieferadresse nicht findet. Klare Sache von Stadtplan-Legastheniker, oder akutem Zeitmangel, mir auch egal. Ich möge doch bitte bei Hermes anrufen, damit man die Zustellung klären kann. Diese soll in einen Blumenladen erfolgen, von dem ich Hölle noch mal nicht weiß wo der sein soll. Dort könnte ich dann das Pak vermutlich am Samstag abholen.  Ich verweigere mich böswillig und bitte stattdessen um Rücksendung, weil mir das eindeutig zu doof ist. Ein *lol* Tweet(s.u.) wird von dem Social-Media Monitor von Hermes gescannt, der auch prompt seine Hilfe anbietet (#kudos) aber wenn ich keinen Bock mehr habe, habe ich keinen Bock mehr.

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Amazon versucht dann auch noch zu vermitteln, aber auch das verweigere ich. 

Leider ist der früher sehr lokale Buchhändler, bei dem wir mit der kleinen besten Tochter von allen gerne zu Gast waren, umgezogen. Doch finde ich ihn im nahen Nachbarort und wir erkennen uns sogar wieder, plaudern und scherzen, wundern uns, Kinder, Gattin/Gatte, Geschäfte, früher, heute usw., schön sich immer noch so ‚vertraut‘ unterhalten zu können, letztlich kennen wir uns schon seit 20 Jahren. Das Buch darf ich mich am Dienstag abholen, ist sogar günstiger als bei Amazon und ich habe das Gefühl, ich muss dort öfters hingehen.  Merci Hermes, ich verzeihe Dir.

P.S. Leider kann man Amazons  persönlichen Präferenzen nicht anweisen, für Lieferungen auf bestimmte Lieferdienste zu verzichten. Petition?

 

Nachtrag: Nun muss ich doch nachtreten, weil:

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Für mich gibt es einen Unterschied, zwischen einer Firmenadresse in einem unübersehbaren Bürohaus mitten in der Stadt und großen Schildern nicht zu finden und meinerseits keinen Willen durch Wiesbaden auf der Suche nach einem Blumenladen der irgendwie auch Pakete kann zu gondeln und dem Begriff „Empfänger hat Annahme verweigert“. 

9 Gedanken zu „merci Hermes

  1. Hermes — gnah! Rotes Tuch! Und Amazon mit ihrem Geschwafel von Kundenzufriedenheit, das ist in der Beziehung auch nur Vera***. Ich habe denen zweimal eine Mail geschickt, ob sie nicht den Kunden die Wahl lassen können, ob DHL oder Hermes. Beide Male kam so ein Textbausteingeschwalle zurück, dass das tehchnisch nicht möglich sei. WTF?!?!?! Merkwürdig, dass andere Firmen das hinbekommen, manche lassen einem sogar zwischen drei Versandunternehmen wählen. Und technisch nicht möglich, nee, ist klar, wem wollen die das denn erzählen? Uns ja wohl nicht. 👿
    Sonst klappt es ja super mit Amazon, aber Hermes ist einer der Gründe, warum ich dort nur noch wenig bestelle. Außerdem sind die einfach zu groß und mächtig für meinen Geschmack geworden. Bücher so gut wie gar nicht mehr, da gibt es genug Alternativen. Manchmal nutze ich noch den Marktplatz, da siegt dann die Bequemlichkeit, weil ich keine Lust habe, mich bei einem Dutzend Shops registrieren zu müssen…
    Bei so einer Petition wäre ich jedenfalls glatt dabei. Alles, was gegen Hermes, eine der übelsten Ausbeuterfirmen, geht, ist gut. :top:

  2. Hermes ist immer mal wieder für Überraschungen gut. Mein Chef kam auch in den Amazon-Hermes-Versand-Genuss und obwohl ich beim dritten Zustellversuch im Büro -avisiert zw. 13 u. 13.30 Uhr – über Mittag extra im Büro blieb im Wechsel mit dem Chef, fand sich am Nachmittag die Statusinfo, dass niemand angetroffen worden sei. Reizend. 👿

    Ich nutze schon länger die Dhl-Packstation und vermeide so auch Hermes-Zustellungen durch Amazon vollständig, da die Firma nur Dhl im Zshg. mit Packstationen beauftragt (zwangsläufig). Und wenn ich doch mal einen Händler erwische, der Hermes nutzt, lasse ich in einen naheliegenden über Mittag geöffneten Hermes-Paketshop liefern. Die sind wenigstens da, wenn ich komme. 😉

  3. @Fellmonsterchen
    also Petition +2 🙂 // Ansonsten ist Lieferanschrift „Paketstation“ wie Natria schon schreibt auch eine gute Möglichkeit. Werde ich nun auch so machen.

    @Rabenhaus
    im Twitter gibt es kein „Sie“. :lil:

  4. Paketstation ist für mich keine so gute Möglichkeit, da ich hier in der Nähe keine habe (wobei ich „Nähe“ als Radfahrer anders definiere als Autofahrer), dafür ist aber eine Postagentur ganz in der Nähe der WEZ. 😉 Ich möchte ja nicht mehr, als das Amazon dem Kunden die Auswahl lässt — andere Firmen können das auch, und Amazon hat doch diesen Anspruch, das allerkundenfreundlichstetollste Unternehmen der Welt zu sein. :knirsch:
    Man wird angeblich auch, wenn man den Premiumversand Prime bestellt, nur mit DHL beliefert, aber ich habe keine Lust, dafür zu bezahlen, nur um Hermes zu umgehen…

  5. Toitoitoi *auf Holz klopf*. Wir haben hier nicht nur weltbesten Postboten (der ja auch die dhl-Zustellungen macht), sondern scheinbar auch den einzigen fähigen Hermes-Zusteller. Man versteht ihn zwar nicht, weil er furchtbar schnell mit furchtbar frankfurterischem Dialekt spricht und dabei noch unfassbar nuschelt, aber alles kommt wirklich problemlos an.

    Aber ansonsten lese ich auch nie irgendwas Gutes. Das scheint so wirklich die Ausnahme zu sein.

    Die ‚Annahme verweigert‘ Meldung würde mich auch sehr ärgern. Da wird dir quasi in die Schuhe geschoben, was ein unfähiger Mitarbeiter verbockt hat… :rage:

  6. Das mit dem guten oder schlechten Service scheint unterschiedlich zu sein. Bei uns klingeln sich DHL- und Hermes-Boten durchs ganze Haus, wenn es sein muss. Meistens können sie die Lieferungen bei einem Nachbarn abgeben, Dafür ist Trans-*-flex die Pest. Da heißt es auch immer „War nicht zuhause“, obwohl ich den ganzen Tag nicht einen Schritt vor der Tür war.

    „Wir waren zu doof/zu faul zum Liefern“ ist leider keine Option auf den Formularen.

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