m2c

Rebekka war so freundlich meine Frage zu beantworten. Nun will ich auch über den Grund der Frage eine Auskunft geben:

Ich habe mir verschiedene Sessions der diversen re:publica Veranstaltungen auf Youtube angesehen, bzw. diese begonnen aber dann meist nach wenigen Minuten wieder abgebrochen. Dann habe ich einiges gelesen und mir meine Meinung dazu gebildet. Ich erlebe das alles wie eine Konferenz, an der man am Ende eine Absichtserklärung verfasst, beim nächsten Mal eine Absichtserklärung zu verfassen, die eine Absichtserklärung zum Ziel hat. Oder anders ausgedrückt: Wenn eine Inselbevölkerung sich darüber beklagt wie schlecht die Festlandregierung doch ist, die aber zu weit weg ist um zuzuhören, kann man soviel lamentieren wie mal will, es juckt niemanden warum man lamentiert.

Auf re:publica oder ähnlichen Veranstaltungen treffen sich Leute, die alle irgendwie intensiv im Internet zugange sind und tauschen sich ohne Einschränkungen zu erfahren darüber aus. Das ist prima. Aber mehr ist es nicht. Man sollte weder z.B. ein freies Internet, ein politisches Statement über solche Veranstaltungen stellen, oder dort hineintragen, denn die passenden Entscheidungen hierzu treffen leider andere. Man selbst kann wenn es passiert zwar auf sich und auf die bedrohliche Lage aufmerksam machen, doch wenn die/der Machtinhaber es nicht möchte/für gut hält, bleibt einem nur sich auf den Boden zu werfen und mit den Füssen zu trampeln. Die nächste Wahl kommt bestimmt? Ja und – was passiert dann? Same shit – different color.

Ich bin in dieser Sache engstirnig und wenig offen, doch bezeichne ich derartige Veranstaltungen ohne die Leute die die Macht etwas zu bewegen inne haben, als  Freizeitveranstaltung unter Gleichgesinnten. Jedem sei von Herzen gegönnt sich auf solchen Veranstaltungen umzutun, sich einzubringen und seinen Punkt zu machen. Wenn er wieder wegfährt, muss er sich im Klaren darüber sein, bleibt der Punkt dort. (no offense!)

 

3 Gedanken zu „m2c

  1. Sehe ich exakt genauso. Wenn Leute da hinfahren und sich dann verstanden und unter ihresgleichen fühlen ist das super, aber die Vorstellung, dass jetzt die Weltrevolution bevorsteht, ist leider eine Illusion. Dazu sind die Re:Publicaner erstaunlicherweise auch vor Ort schon zu träge. Hat man bei den Vorträgen von Lobo und ModNerd gemerkt: Die rufen da in einer Kampfesrede zum zivilen Ungehorsam auf, und dafür bekommen sie nicht mal stehende Ovationen, sondern nur lauwarmen Beifall. Für alles andere müsste man ja das Smartphone weglegen.

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