Rückeroberung des Bloggens

Kiki hat über ihre ‚Rückeroberung des Bloggens‘ geschrieben und ich möchte ihr sehr gerne zustimmen. Sich über das Sterben der Blogsphäre zu äußern (habe ich nicht, ist mir aber dennoch geläufig) und nichts dagegen zu tun …. nun ja. Man füttert wegen der bequemen Apps auf den Smartphones fast nur noch fremde Plattformen und vernachlässigt dadurch seine Eigene. Das triggert mich, denn sie hat Recht. Einfach wieder mehr für sich machen und sehen was wieder draus wird. Danke Kiki.

 

Scheiss Waffen

Es ist ein anderes Land, ohne Möglichkeit der Grenzberührung. Letztlich geht es mich nichts an wenn diese Creeps in den USA legal die übelsten Schusswaffen kaufen können und die kranken Köpfe dann irgendwann den privaten Krieg gegen deren Mitbürger ausrufen.

Doch was macht eine Waffe aus einem Menschen? Aus eigener Erfahrung kann ich sagen das es sich komisch anfühlt. Eine merkwürdige Erfahrung aus Macht und Stolz. Du nimmst dieses Eisen in der Hand nachdem Du gelernt hast damit umzugehen und fühlst Dich sicher, wehrhaft, wichtig. Du kannst vielleicht auch noch ziemlich gut mit dem Ding umgehen, bist stolz auf die Fähigkeit an sich, siehst und trainierst den sportlichen Teil und vergisst den eigentlichen Zweck. Das Gewicht an der Seite, gibt Dir auf sehr fragwürdige Weise eine gewisse Sicherheit. Doch vor was eigentlich?

Und dann kommt der Tag an dem Du drauf vorbereitet werden sollst, dass Du mit dem Stück tödlichen Metals auf einen anderen Menschen zielen könntest. Müsstest vielleicht. Du wirst geschult selbst zu entscheiden wann Du es machst, wann Du anlegst und wann den Abzug ziehst. Alles blitzschnell und richtig im Sinne der Gesetze. Dann beginnst Du darüber nachzudenken ob Du das wirklich könntest und willst es nicht. Du weisst aber auch, dass es Du könntest. Du kannst und weisst alles was dazu notwendig ist. Dennoch ist es keine Sicherheit eine Waffe vor sich zu halten, die ist trügerisch und falsch. Das alles liegt hinter mir und ich bin froh drum.

Was würde ich tun, wenn man auch hierzulande so einfach Schusswaffen haben dürfte? Ich würde mir welche kaufen, schon alleine als Konterpart und weil ich nicht sicher sein kann, ob und wann ein hiesiger braindead Abfuck mir den Krieg erklärt.

Ich bin froh, dass in Deutschland die Waffenbeschaffung so schwer ist und ich wünsche mir das dies auch so bleibt. /eom

Wasser ahoi

Seit etwa 2 Jahren kämpfte ich mit Wasser an Stellen wo es nun beileibe nicht hin gehört. Die Beifahrerseite des Wagen ähnelte zeitweise mehr einem Sumpfgebiet, als einem von Menschen begehbaren Innenraum. Zuerst dachte ich es wäre eine der im hinteren Fussraum deponierten kleinen Wasserflaschen geplatzt, doch die schiere Menge machte diese Ahnung gleich wieder wett. Auch ignorieren half nicht, denn die Glucks- und Sprudelgeräusche beim Fahren wurden so laut, dass ein entspanntes und reueloses Fahren nicht mehr möglich war. Da das Wasser unter dem Teppich war und ich kein Werkzeug habe um den Sitz aus dem Wagen zu hieven (Gurtrückholmechanismus gibt es auch noch), entschied ich mich den Teppich an 2 Stellen zu öffnen, um so an die schwammigen Dämmmatten zu kommen. Die liessen sich auch dann gut aus dem Flussbett schneiden und in den Keller zum trocknen verfrachten. Ich wurde des Zeitungsvorrates eines großteils der Nachbarschaft habhaft und stopfte diesen in die Hohlräume unter dem Teppich, um die Feuchtigkeit zu binden und den Wagen auf die Weise wieder trocken zu legen. Nach etwa 2 Wochen täglichem Wechseln der Zeitungen wurde der Wagen auch wieder trocken und ich hoffte den Wassereintritt nun easy zu finden. Doch der Wasserablaufkasten im Motorraum, die Regenabläufe, die Kanten, die Fenstergummies waren alle bombendicht. Ich fasste mir ein Herz und fuhr mit dem Wagen durch die Waschstrasse, ganze 3 Mal. Kein Wasser. Im Herbst 2014 stopfte ich die trockenen Dämmmatten wieder an ihre Stelle und dachte erstmal nicht mehr dran.

Die kalte Jahreszeit kam und die Scheiben des Corsa waren zeitweise so schlimm vereist, dass eine morgendliche Enteisung zeitlich kaum zu machen war.  Was macht man, wenn die Autoscheiben innen eine Eisschicht in einer gefühlten Stärke von >1 mm tragen? Das Wasser war also wieder da, quasi über Nacht. Mangels Garage erstand ich ein „Häubchen“ um es über den Opel zu werfen und belies es erst einmal dabei. Geborenes Wasser auf gummierten Auto-Teppich ist störrisch wie Hölle. Der Corsa wurde quasi eingemottet, bis in den Frühling nahm ich mir vor. Hin und wieder öffnete ich unter der Haube die Fenster, damit über den Luftaustausch kein Schimmel entstehen konnte. Im Frühling machte ich mich wieder dran, den Innenraum trocken zu legen, Matten raus, Zeitungen schnorren, ausstopfen, tauschen, lüften, warten. Ein erneuter Stresstest in der Waschanlage verlief wieder negativ. Zu der Zeit begann ich den unsympathischen Teil der Nachbarschaft unter Generalverdacht zu stellen, ob von dort vielleicht ein gestörter Vollpfosten sein Unwesen treiben könnte und ich seinen Sinn für Humor korrigieren muss. Den Gedanken verwarf ich aber ob seiner Absurdität und verbrachte stattdessen den Wagen in die Werkstatt. Dort machte man diverse kleine Tests an den ‚bekannten‘ Stellen, fand aber ebensowenig wie ich. Der Wagen war zudem wieder trocken und ich fuhr wieder, bis Mitte Sommer 2015.

Das verräterische Gluckern und Sprudeln nach heftigen Regenfällen (das Häubchen hatte ich mal vergessen aufzuziehen) deutet mir an, dass es mal wieder an der Zeit wäre die Zeitungen einzusammeln. Die Arbeit des Trockenlegens ging mir jedes Mal leichter und flotter von der Hand. Wir fuhren dann in den Sommerurlaub, der Corsa bliebt unter der Haube. Im Oktober 2015 wehte es nachts die Haube vom Wagen, nur damit der Regen ordentlich Angriffsfläche hatte.  Ich war maximal genervt, mir gingen sogar die vulgären Schimpfworte für Opel und den Corsa aus, aber es half nichts. Matten, Zeitungen, Haube, Stillstand. Den Winter über nutzten wir den Wagen der Gattin, der Corsa hielt Winterschlaf. Im März 2016 ging ich mal wieder auf die Suche, mehrfache Waschstrassendurchfahrten, Hochdruckreiniger, Wassereimer, nichts.

Die Schnauze gestrichen voll gab ich knirschend kleinbei und brachte das Dreckding mit dem Auftrag zur Werkstatt die Leckage zu suchen und zu finden. Wenn dabei der Wagen zerlegt werden müsse, sollen sie das halt tun. Wenn Sie sich jetzt fragen, warum ich den Wagen nicht verkauft habe möchte ich anmerken, dann der durchaus ernstgemeinte Versuch an der Unverschämtheit und Unverfrorenheit meiner autokaufenden Mitmenschen gescheitert ist. Details will ich hier nicht erwähnen, zumal ich dabei recht schnell in die Ecke des Fremdenhasses und der ethnologischen Pauschalverurteilung käme. Außerdem bin ich kein Schwein und verkaufe etwas und erwähne einen bekannten Mangel nicht.

3 Tage später ward es dann geschafft, der Ablauf des Wasserkastens im Motorraum war nicht verstopft und auch nicht frei. Ab einer gewissen Menge Wasser konnte es nicht mehr abfliessen, es staute zurück in die Karosserie. Jedoch nicht so wie es die Autobauer mal geplant haben in einen Seitenholm des Wagens außerhalb des Fahrgastraums, sondern in den Türholm, dort sammelte es sich bis es ein gewisses Niveau erreicht war und floss dann beim Fahren über die Türschweller in den Innenraum. Man fand altes Laub, dass sich im Laufe der Zeit tief in den Ablauf gearbeitet hatte und dort sein Unwesen trieb. Das investierte Geld schmerzt etwas, weil ich grundsätzlich bessere Verwendungsmöglichkeiten für Geld habe, als es in Autos zu investieren, jedoch ich habe mein Auto wieder.

können sie das direkt verstehen?

Wenn Sie sich fragen um was es in dem Text eigentlich ging, auch mir erschloss es sich erst beim dritten Lesen des Textes. 

Bildschirmfoto 2016 01 02 um 07 52 12

Auflösung: Via eBay-Kleinanzeigen hat sich ein Mensch bei mir gemeldet, der das angebotene Gut erwerben wollte. Da ich meine Adresse an keine eBay-Menschen mehr gebe, schlug ich ein Treffen in der Nähe des Wiesbadener Bahnhofes vor. Er hatte einen anderen Vorschlag, also irgendwie. Der Mensch entpuppte sich letztlich als ein junger Mann, Anfang 20 und hiesiger Abstammung. Da er in dem oben demonstrierten Schreibstil auch sprach, hatte ich meine liebe Mühe dem Verkaufsgespräch zu folgen, weil ich den Satz meines Gegenüber eben nicht 2-4 Mal nachlesen konnte. Aber irgendwie ging es dann.

das Alte ist weg

Dann wurde es doch ein Ubuntu 14.10, auf einem AMD Vishera FX-4300, die neue nVidia GT740 rennt lautlos (weil passiv gekühlt), die SSD war auch eine gute Entscheidung, Linux und Steam flutschen nur so.

Counter-Strike:GO und Portal 1-2 fühlen sich auf der teilerneuten Maschine schon sehr griffig an. Ab jetzt gilt Training.

Jetzt wo das alte defekte Board raus ist, duftet der PC auch nicht mehr nach Ozon.

das alte Asus Board

Der Umbau war nach 20 Minuten erledigt, Ubuntu war nach 15 Minuten fertig und vollständig betriebsbereit. So muss das sein.