Scheiss Waffen

Es ist ein anderes Land, ohne Möglichkeit der Grenzberührung. Letztlich geht es mich nichts an wenn diese Creeps in den USA legal die übelsten Schusswaffen kaufen können und die kranken Köpfe dann irgendwann den privaten Krieg gegen deren Mitbürger ausrufen.

Doch was macht eine Waffe aus einem Menschen? Aus eigener Erfahrung kann ich sagen das es sich komisch anfühlt. Eine merkwürdige Erfahrung aus Macht und Stolz. Du nimmst dieses Eisen in der Hand nachdem Du gelernt hast damit umzugehen und fühlst Dich sicher, wehrhaft, wichtig. Du kannst vielleicht auch noch ziemlich gut mit dem Ding umgehen, bist stolz auf die Fähigkeit an sich, siehst und trainierst den sportlichen Teil und vergisst den eigentlichen Zweck. Das Gewicht an der Seite, gibt Dir auf sehr fragwürdige Weise eine gewisse Sicherheit. Doch vor was eigentlich?

Und dann kommt der Tag an dem Du drauf vorbereitet werden sollst, dass Du mit dem Stück tödlichen Metals auf einen anderen Menschen zielen könntest. Müsstest vielleicht. Du wirst geschult selbst zu entscheiden wann Du es machst, wann Du anlegst und wann den Abzug ziehst. Alles blitzschnell und richtig im Sinne der Gesetze. Dann beginnst Du darüber nachzudenken ob Du das wirklich könntest und willst es nicht. Du weisst aber auch, dass es Du könntest. Du kannst und weisst alles was dazu notwendig ist. Dennoch ist es keine Sicherheit eine Waffe vor sich zu halten, die ist trügerisch und falsch. Das alles liegt hinter mir und ich bin froh drum.

Was würde ich tun, wenn man auch hierzulande so einfach Schusswaffen haben dürfte? Ich würde mir welche kaufen, schon alleine als Konterpart und weil ich nicht sicher sein kann, ob und wann ein hiesiger braindead Abfuck mir den Krieg erklärt.

Ich bin froh, dass in Deutschland die Waffenbeschaffung so schwer ist und ich wünsche mir das dies auch so bleibt. /eom

Wasser ahoi

Seit etwa 2 Jahren kämpfte ich mit Wasser an Stellen wo es nun beileibe nicht hin gehört. Die Beifahrerseite des Wagen ähnelte zeitweise mehr einem Sumpfgebiet, als einem von Menschen begehbaren Innenraum. Zuerst dachte ich es wäre eine der im hinteren Fussraum deponierten kleinen Wasserflaschen geplatzt, doch die schiere Menge machte diese Ahnung gleich wieder wett. Auch ignorieren half nicht, denn die Glucks- und Sprudelgeräusche beim Fahren wurden so laut, dass ein entspanntes und reueloses Fahren nicht mehr möglich war. Da das Wasser unter dem Teppich war und ich kein Werkzeug habe um den Sitz aus dem Wagen zu hieven (Gurtrückholmechanismus gibt es auch noch), entschied ich mich den Teppich an 2 Stellen zu öffnen, um so an die schwammigen Dämmmatten zu kommen. Die liessen sich auch dann gut aus dem Flussbett schneiden und in den Keller zum trocknen verfrachten. Ich wurde des Zeitungsvorrates eines großteils der Nachbarschaft habhaft und stopfte diesen in die Hohlräume unter dem Teppich, um die Feuchtigkeit zu binden und den Wagen auf die Weise wieder trocken zu legen. Nach etwa 2 Wochen täglichem Wechseln der Zeitungen wurde der Wagen auch wieder trocken und ich hoffte den Wassereintritt nun easy zu finden. Doch der Wasserablaufkasten im Motorraum, die Regenabläufe, die Kanten, die Fenstergummies waren alle bombendicht. Ich fasste mir ein Herz und fuhr mit dem Wagen durch die Waschstrasse, ganze 3 Mal. Kein Wasser. Im Herbst 2014 stopfte ich die trockenen Dämmmatten wieder an ihre Stelle und dachte erstmal nicht mehr dran.

Die kalte Jahreszeit kam und die Scheiben des Corsa waren zeitweise so schlimm vereist, dass eine morgendliche Enteisung zeitlich kaum zu machen war.  Was macht man, wenn die Autoscheiben innen eine Eisschicht in einer gefühlten Stärke von >1 mm tragen? Das Wasser war also wieder da, quasi über Nacht. Mangels Garage erstand ich ein „Häubchen“ um es über den Opel zu werfen und belies es erst einmal dabei. Geborenes Wasser auf gummierten Auto-Teppich ist störrisch wie Hölle. Der Corsa wurde quasi eingemottet, bis in den Frühling nahm ich mir vor. Hin und wieder öffnete ich unter der Haube die Fenster, damit über den Luftaustausch kein Schimmel entstehen konnte. Im Frühling machte ich mich wieder dran, den Innenraum trocken zu legen, Matten raus, Zeitungen schnorren, ausstopfen, tauschen, lüften, warten. Ein erneuter Stresstest in der Waschanlage verlief wieder negativ. Zu der Zeit begann ich den unsympathischen Teil der Nachbarschaft unter Generalverdacht zu stellen, ob von dort vielleicht ein gestörter Vollpfosten sein Unwesen treiben könnte und ich seinen Sinn für Humor korrigieren muss. Den Gedanken verwarf ich aber ob seiner Absurdität und verbrachte stattdessen den Wagen in die Werkstatt. Dort machte man diverse kleine Tests an den ‚bekannten‘ Stellen, fand aber ebensowenig wie ich. Der Wagen war zudem wieder trocken und ich fuhr wieder, bis Mitte Sommer 2015.

Das verräterische Gluckern und Sprudeln nach heftigen Regenfällen (das Häubchen hatte ich mal vergessen aufzuziehen) deutet mir an, dass es mal wieder an der Zeit wäre die Zeitungen einzusammeln. Die Arbeit des Trockenlegens ging mir jedes Mal leichter und flotter von der Hand. Wir fuhren dann in den Sommerurlaub, der Corsa bliebt unter der Haube. Im Oktober 2015 wehte es nachts die Haube vom Wagen, nur damit der Regen ordentlich Angriffsfläche hatte.  Ich war maximal genervt, mir gingen sogar die vulgären Schimpfworte für Opel und den Corsa aus, aber es half nichts. Matten, Zeitungen, Haube, Stillstand. Den Winter über nutzten wir den Wagen der Gattin, der Corsa hielt Winterschlaf. Im März 2016 ging ich mal wieder auf die Suche, mehrfache Waschstrassendurchfahrten, Hochdruckreiniger, Wassereimer, nichts.

Die Schnauze gestrichen voll gab ich knirschend kleinbei und brachte das Dreckding mit dem Auftrag zur Werkstatt die Leckage zu suchen und zu finden. Wenn dabei der Wagen zerlegt werden müsse, sollen sie das halt tun. Wenn Sie sich jetzt fragen, warum ich den Wagen nicht verkauft habe möchte ich anmerken, dann der durchaus ernstgemeinte Versuch an der Unverschämtheit und Unverfrorenheit meiner autokaufenden Mitmenschen gescheitert ist. Details will ich hier nicht erwähnen, zumal ich dabei recht schnell in die Ecke des Fremdenhasses und der ethnologischen Pauschalverurteilung käme. Außerdem bin ich kein Schwein und verkaufe etwas und erwähne einen bekannten Mangel nicht.

3 Tage später ward es dann geschafft, der Ablauf des Wasserkastens im Motorraum war nicht verstopft und auch nicht frei. Ab einer gewissen Menge Wasser konnte es nicht mehr abfliessen, es staute zurück in die Karosserie. Jedoch nicht so wie es die Autobauer mal geplant haben in einen Seitenholm des Wagens außerhalb des Fahrgastraums, sondern in den Türholm, dort sammelte es sich bis es ein gewisses Niveau erreicht war und floss dann beim Fahren über die Türschweller in den Innenraum. Man fand altes Laub, dass sich im Laufe der Zeit tief in den Ablauf gearbeitet hatte und dort sein Unwesen trieb. Das investierte Geld schmerzt etwas, weil ich grundsätzlich bessere Verwendungsmöglichkeiten für Geld habe, als es in Autos zu investieren, jedoch ich habe mein Auto wieder.

können sie das direkt verstehen?

Wenn Sie sich fragen um was es in dem Text eigentlich ging, auch mir erschloss es sich erst beim dritten Lesen des Textes. 

Bildschirmfoto 2016 01 02 um 07 52 12

Auflösung: Via eBay-Kleinanzeigen hat sich ein Mensch bei mir gemeldet, der das angebotene Gut erwerben wollte. Da ich meine Adresse an keine eBay-Menschen mehr gebe, schlug ich ein Treffen in der Nähe des Wiesbadener Bahnhofes vor. Er hatte einen anderen Vorschlag, also irgendwie. Der Mensch entpuppte sich letztlich als ein junger Mann, Anfang 20 und hiesiger Abstammung. Da er in dem oben demonstrierten Schreibstil auch sprach, hatte ich meine liebe Mühe dem Verkaufsgespräch zu folgen, weil ich den Satz meines Gegenüber eben nicht 2-4 Mal nachlesen konnte. Aber irgendwie ging es dann.

das Alte ist weg

Dann wurde es doch ein Ubuntu 14.10, auf einem AMD Vishera FX-4300, die neue nVidia GT740 rennt lautlos (weil passiv gekühlt), die SSD war auch eine gute Entscheidung, Linux und Steam flutschen nur so.

Counter-Strike:GO und Portal 1-2 fühlen sich auf der teilerneuten Maschine schon sehr griffig an. Ab jetzt gilt Training.

Jetzt wo das alte defekte Board raus ist, duftet der PC auch nicht mehr nach Ozon.

das alte Asus Board

Der Umbau war nach 20 Minuten erledigt, Ubuntu war nach 15 Minuten fertig und vollständig betriebsbereit. So muss das sein.

herrlich versagt

Ich muss da mal eben noch etwas erzählen. Eigentlich war ich ja recht froh zu der neuen VISA-Karte ohne Funkfunktion noch eine PrePaid Kreditkarte der wircardbank für den gefahrlosen Online-Einkauf zu haben. Doch irgendwie …na… lesen Sie mal:

Beim ersten Ausfüllen der Anmeldung der PrePaid Karte ist mir (besser dem Safari) ein peinlicher Fauxpas unterlaufen. Aus nicht nachvollziehbaren Gründen ist es meiner Aufmerksamkeit entgangen, dass die Formularvervollständigung in Safari im Feld Nachnamen, sowohl meinen Vor- als auch den Nachnamen eingetragen hat. So hiess ich am Ende in deren Unterlagen und auch auf der virtuellen prepaid-Karte Vorname Vorname Nachname. Tja nun. 😮

Ich füllte das Kontaktformular auf der Website der wirecardbank aus und bat um Korrektur. Nach nur 4 Tagen Wartezeit und 2-maligen nachtelefonieren war das kein Problem mehr, denn ich könne eine Kopie meines Personalausweises schicken, dann würde das korrigiert werden. Mit der Post? Ne, sage ich, das kommt per E-Mail, sie solle bitte dran bleiben. 20 Sekunden später war die Mail weg und sie bestätigte mir den Eingang sofort und mündlich. Na dann. Nach ein paar Tagen wäre der Fehler dann weg, alles kein Problem.

Nach 2 Tagen schaute ich mal nach und der Fehler war tatsächlich weg, dafür hatte der verantwortliche Aushilfs-Nachtschicht-Volontär geschickterweise einen neuen Fehler eingebaut, vermutlich um den Kundenkontakt zu festigen. Fortan hies ich ersterbuchtabeVorname Vorname Nachname. Kann ja mal passieren, dachte ich und bemühte erneut das Kontaktformular. Man bestätigte per Autoresponder den Eingang meiner Anfrage und 3 Tage später gleich noch einmal, mit der gleichen Mail.

Ich rief dann doch an, weil irgendwie war mir das etwas zu schnell. Es wäre ja kein Problem, versicherte man mir, ich solle doch eine Kopie des Personalausweises schicken und dann würde das korrigiert werden. Das die Kopie bereits im Hause war, überforderte die Dame an der Hotline, so ich denn die vorherige Geschichte nochmal wiedergab, damit sie in der Tickethistorie selbst nicht nachschauen müsse. Als Kunde ist man ja gerne bereit den Job des Kundendienstes zu übernehmen. Sie verstand und akzeptierte die vorhandene Kopie, den Vorgang selbst würde sie in die Fachabteilung weiterleiten, damit die das korrigieren können.

Was dann passierte, will ich mal als Aufzählung wiedergeben, die Chronologie stimmt einigermaßen, ich wollte jedoch keine Wissenschaft draus machen, sonst überlaste ich mich:

  • Nach 3 Tagen Wartezeit ohne Rückmeldung erinnerte ich schriftlich an das weiterhin geöffnete Ticket.
  • 2 Tag später kam die Antwort, das man es bedaure und man die Priorität in der Fachabteilung erhöhen würde.
  • Nach 10 Tagen Wartezeit ohne Rückmeldung erinnerte ich mal wieder schriftlich an das weiterhin geöffnete Ticket.
  • Am gleichen Tag kam die Antwort, das man es sehr bedaure und man deswegen die Priorität in der Fachabteilung noch einmal erhöhen würde.
  • Nach 13 Tagen Wartezeit ohne Rückmeldung erinnerte ich erneut schriftlich an das weiterhin geöffnete Ticket. Und bat um meine mir turnusmäßig zustehende Erhöhung der Priorität.
  • Am nächsten Tag versichere man mir, dass mein Ticket mit der bereits höchsten Priorität versehen wäre. Man würde es sehr bedauern bla bla bla
  • Nach 8 Tagen rief ich mich mal wieder mit meiner Mail in Erinnerung.
  • Am gleichen Tag … Sie ahnen es, Bedauern, unerledigt, alles wie gehabt.
  • 18 Tage später brauchte ich mal wieder eine neue Ladung geballte wircardbank-Kompetenz.
  • Man bestätigte mir kurz danach, das der Fehler weiterhin vorhanden wäre (ach was!) und Fachabteilung, Bedauern, virtuelles Schluchzen usw. bla bla
  • Irgendwann habe ich dann auch mal genug und bat letztlich um Auflösung der Kontos.

Mit so einem Unternehmen wie der wirecardbank will ich dann doch lieber nichts zu tun haben. Wenn die simple Korrektur eines Namen schon jenseits der Kapazitätsgrenze deren Fachabteilung liegt, will ich gar nicht wissen was im Falle eines wirklichen Bankgeschäfts mit der wirecardbank passieren wird. Schwarze Löcher, Implodieren eines Stadtteils oder gar Vulkanausbrüche?

Binnen eines Tages bedauerte man auch auf Seiten der wirecardbank die Kündigung und ich könne meine 10 Euro Aktivierungsüberweisung wieder zurückbuchen, danach wäre das Konto gelöscht. Es waren jedoch nur noch 9€, weil seinerzeit 1€ Gebühr bei der Aktivierung abgezogen wurde, aber das ist ok. Die Rücküberweisung würde mir jedoch von der Website verweigert, weil der Betrag zu gering sei. Ich solle doch erst wieder etwas überweisen, damit man mein Geld wieder herausrücken könne. Klar, oder? Wie hoch der Betrag denn sein müsse wurde jedoch verschwiegen, vermutlich aus Datenschutzgründen. Weil es ist ja eine Bank.

Sie ahnen es, ich schrieb wieder über das Kontaktformular und bat um manuelle Überweisung durch die eigentlich völlig überlastete Fachabteilung, weil ich mein Geld selbst nicht zurück bekam. Am gleichen Tag wurde mir ein Auszug der FAQ geschickt der eindeutig darlegte, das ich blöd-dummer Arsch sehr wohl überweisen könne. Ich konterte mit vorsorglich angefertigten Screenshots der Website der wirecardbank, in der mir die Überweisung entgegen der FAQ verweigert wurde. Ha! eat this bitch!

Nun wurde der Beamtenmodus in der hemmungslos überlasteten Fachabteilung aktiviert, indem man sehr gerne die Überweisung veranlassen könne, wenn man 2,5€ Gebühr dafür einstreichen dürfe. Resigniert bat ich die 2,5€ in meinem Namen zu verschwenden, denn ob ich die 2,5€ nun in eine dünnverschissene Babywindel stecke oder der wirecardbank schenke, schien mir ob des tatsächlichen Nutzens des Geldes zu dem Zeitpunkt nicht eindeutig. Und ich hatte keine dünnverschissene Windel zu Hand.

Mittlerweile ist mein Geld wieder da und ich bin raus aus der Nummer. Hoffe ich mal.

 

Und falls ein Social-Media-Monitor der wirecardbank das hier liest: Sie haben echte Probleme in Ihrem Unternehmen, sie sollten weniger im Internet surfen und sich lieber um die Abläufe und die Ausbildung des Personals kümmern. Oder sind Sie gar die Fachabteilung? 😀 Sorry, das musste jetzt sein. Echt jetzt. Ich will nicht angeben, doch von Kundendienst und deren Leitung und/oder Aufbau verstehe ich was, ich mache das professionell, also für echtes Geld und zum Lebensunterhalt und so, schon seit 25 Jahren. Wenn Sie meine Hilfe möchten, sorry – Überlastung. Sie verstehen das sicher.