Rückeroberung des Bloggens

Kiki hat über ihre ‚Rückeroberung des Bloggens‘ geschrieben und ich möchte ihr sehr gerne zustimmen. Sich über das Sterben der Blogsphäre zu äußern (habe ich nicht, ist mir aber dennoch geläufig) und nichts dagegen zu tun …. nun ja. Man füttert wegen der bequemen Apps auf den Smartphones fast nur noch fremde Plattformen und vernachlässigt dadurch seine Eigene. Das triggert mich, denn sie hat Recht. Einfach wieder mehr für sich machen und sehen was wieder draus wird. Danke Kiki.

 

2017 in Worten

1. Zugenommen oder abgenommen?
+1,5KG

2. Haare länger oder kürzer?
etwas länger, weil oben dünner, dafür ist der Bart etabliert.

3. Kurzsichtiger oder weitsichtiger?
Die Kurzsichtigkeit ist etwas schlechter geworden, dafür gab es dann BrillenUpdates in der Mitte des Jahres , die bis dato gute Weitsichtigkeit lässt nach. Die Alltagsbrille, die ich nicht unbedingt dauernd tragen musste, will häufiger getragen werden.

4. Mehr Kohle oder weniger?
erstaunlicherweise mehr

5. Mehr ausgegeben oder weniger?
deutlich weniger

6. Mehr bewegt oder weniger?
Entgegen des Vorsatzes aus 2014 bin ich wegen des Knies erneut wieder nicht gelaufen. Es ist so schön schmerzfrei und wegen des eigentlich stabilen, aber dennoch etwas zu hohen Gewichts will ich das nicht unnötig ‚reizen‘. Da müssen 5-10 noch runter, dann traue ich mich auch wieder.

7. Der hirnrissigste Plan?
keiner

8. Die gefährlichste Unternehmung?
Auf Rhodos mit nassen Gummilatschen 3 Stufen gleichzeitig nehmen zu wollen.

9. Der beste Sex?
Was jetzt, Stellung oder Dauer oder Häufigkeit? Also bitte warum wollen Sie das wissen?

10. Die teuerste Anschaffung?
iPhone 6s

11. Das leckerste Essen?
Der authentische Kartoffelsalat nach dem verschollenen Rezept der Adoptier-Oma und die fantastischen Nussecken des Schwagers.

12. Das beeindruckendste Buch?
Blackout und natürlich wieder Donna Leon

13. Der ergreifendste Film/Serie?
Nichts hat mich so wirklich fangen können, ich habe aber auch weniger TV gesehen und mehr gespielt.

14. Das beste Album?
Kommt mir tatsächlich keines in den Sinn. Sicherlich auch ein Resultat aus Spotify.

15. Das schönste Konzert?
In 2017 gab es wenige die mir live haben ansehen wollen, oder deren Ticketpreise so unverschämt waren, dass ich mir den Besuch verkniffen habe. Raul Midon in Darmstadt habe ich erneut sehr genossen, Julia and Angus Stone im Schlachthof fand ich auch sehr ansprechend.

16. Die meiste Zeit verbracht mit …?
der Gattin

17. Die schönste Zeit verbracht mit …?
der Gattin

18. Vorherrschendes Gefühl 2017?
Sind die denn alle bekloppt?

19. Was am meisten vermisst?
Freundlichkeit, Höflichkeit, Vernunft

19. 2017 zum ersten Mal getan?
Game-Streaming. Aber direkt nach 20 Minuten wieder abgeschaltet.

20. 2017 nach langer Zeit wieder getan?
Intensiver Online-Gaming betrieben

21. Drei Dinge, auf die ich gut hätte verzichten können?
Job-Sachen, gestörte Menschen in meiner näheren Umgebung die scheinbar hinter meinem Rücken reden – dabei so stümperhaft vorgehen und sich dann echauffieren wenn sie deswegen von mir Wind bekommen, überzogenen Ego-Trips von einigen Online-Menschen die letztlich die Umgebung vergifteten.

22. Die wichtigste Sache, von der ich jemanden überzeugen wollte?
Erlogenes richtig zu stellen – ist nur bedingt gelungen.

23. Das schönste Geschenk, das ich jemandem gemacht habe?
Wenn ich es nur könnte.

24. Das schönste Geschenk, das mir jemand gemacht hat?
Rückhalt, Zuversicht, Frieden, Vertrauen

25. 2017 war mit einem Wort …?
sowohl in positiven als auch negativen Gesichtspunkten spannend, vieles hätte aber auch nicht sein müssen.

Möge jeder in 2018 bekommen, was er sich wünscht. Und hoffentlich sich die Menschen mit den vielen Waffen bewusst, dass ein bewaffneter Konflikt nicht dazu geeignet ist  sein Gesicht zu wahren. Wobei ist das wirklich immer so wichtig, sein Gesicht unter allen Umständen wahren müssen? Wer seinen Stolz und seine Werte dermaßen beeinträchtigt sieht, dass es einen Waffengang als unabdingbar ansieht, sieht sollte nicht andere nach vorne schicken, sondern sich gefälligst selbst darum bemühen.

Also so komisch bin ich ja auch nicht.

Shoppen ist für mich so ein Lustding, wenn es nicht sein muss ist es lästig, wenn es zufällig kann, macht es Laune und ich finde dann auch.

Bei Schuhen ist das etwas schwieriger, weil Herrenschuhe sind bei weitem nicht so vielfältig sortiert wie bei Damen. Insofern habe ich beim Stadtgang immer ein ScanAuge offen, wenn ich an Schuhgeschäften vorbei gehe. So auch am Samstag, als ich ein paar knöchelhohe Llyods sah, die mir auf Anhieb gefielen. Rein und die Dinger mal in die Hand nehmen. Wenn es mal so einfach wäre, denn die Auslage ist mit der Innenpräsentation noch lange nicht identisch. Erfolglos suche ich in den überladenen Regalen, wundere mich über den Geschmack anderer Menschen und warte bis eine Verkaufskraft sich mir zuwendet.

Eine Dame findet mich, wir sprechen und sie holt den Schuh. Leider nicht in der erbetenen Größe, sondern etwas größer. Vielleicht fällt der ja kleiner aus, macht er aber leider nicht. Sie könne ihn gerne passend bestellen, aber dann müsste ihn denn auch abnehmen. Das mag ich aber nicht zusagen, weil zu gross und am Fuß sehen sie zwar immer noch gut für mich aus, aber in der passende Größe läuft es sich vielleicht nicht sonderlich gut und damit kann ich dann nicht. Dann würde es ihr leid tun, ich solle ich 3-4 Wochen nochmal reinschauen, dann gäbe es eine neue Lieferung und vielleicht wären die dann dabei. Sprachs verabschiedete sich sehr höflich und ging zum nächsten wartenden Kunden. Ich war nicht sauer, zuerst jedenfalls.

Beim späteren Espresso im Stamm-Cafe trat dann doch Säuerlichkeit zutage. Dann will ich mal Geld ausgeben und darf nicht ohne mich blind zu verpflichten. Sicher kann ich vom Einzelhandel nicht erwarten ausgerechnet für mich und dann wenn ich überraschend will sofort alles parat zu haben. Es ist halt enttäuschend und das spontane Lustding ist gleich wieder vorbei, denn auf die Jagd möchte ich nicht, weil ich auch nicht muss.

Und dann mache ich heute Morgen den Newsletter von brandsforfriends auf und

Nun ja. Preislich liegen die natürlich etwas günstiger als in der Stadt. Mein diesbezügliches schlechtes Gewissen wich jedoch der Lust sich die Schuhe in passender Größe an die Füße zu stecken, ohne sich endgültig verpflichten zu müssen. Daraufhin schallt die Gattin, dass ich sowieso zunehmend auch meine Kleidung aus dem Internet beziehe und das sie das nicht unbedingt gut fände. Eine kurze Suche im MailArchiv gibt ihr leider Recht, zumindest in den letzten Monaten bin ich online ist Sachen Kleidung sehr viel kauffreudiger als offline in einer Fußgängerzone oder ShoppingMall.

Aha. z.b. meine Lieblingsboxershorts bekomme ich nur online gekauft, in den diversen Wäschegeschäften die ich immer wieder mal besuche will man mir nur die lokale Ware präsentieren, die mag ich nicht, weil mir diese Qualität den Preis nicht wert ist. Ehrlich, welcher Arbeitnehmer zahlt denn für ein paar Boxer >25€ ohne sich über den Preis (das sind 50Mark! für ein paar Herrenunterhosen!) zu wundern und dann hast Du noch am Ende noch Restfäden dran die sich ziehen. Die Gattin gibt mir Recht und muss zur Arbeit. Komische Zeiten sind das.

Scheiss Waffen

Es ist ein anderes Land, ohne Möglichkeit der Grenzberührung. Letztlich geht es mich nichts an wenn diese Creeps in den USA legal die übelsten Schusswaffen kaufen können und die kranken Köpfe dann irgendwann den privaten Krieg gegen deren Mitbürger ausrufen.

Doch was macht eine Waffe aus einem Menschen? Aus eigener Erfahrung kann ich sagen das es sich komisch anfühlt. Eine merkwürdige Erfahrung aus Macht und Stolz. Du nimmst dieses Eisen in der Hand nachdem Du gelernt hast damit umzugehen und fühlst Dich sicher, wehrhaft, wichtig. Du kannst vielleicht auch noch ziemlich gut mit dem Ding umgehen, bist stolz auf die Fähigkeit an sich, siehst und trainierst den sportlichen Teil und vergisst den eigentlichen Zweck. Das Gewicht an der Seite, gibt Dir auf sehr fragwürdige Weise eine gewisse Sicherheit. Doch vor was eigentlich?

Und dann kommt der Tag an dem Du drauf vorbereitet werden sollst, dass Du mit dem Stück tödlichen Metals auf einen anderen Menschen zielen könntest. Müsstest vielleicht. Du wirst geschult selbst zu entscheiden wann Du es machst, wann Du anlegst und wann den Abzug ziehst. Alles blitzschnell und richtig im Sinne der Gesetze. Dann beginnst Du darüber nachzudenken ob Du das wirklich könntest und willst es nicht. Du weisst aber auch, dass es Du könntest. Du kannst und weisst alles was dazu notwendig ist. Dennoch ist es keine Sicherheit eine Waffe vor sich zu halten, die ist trügerisch und falsch. Das alles liegt hinter mir und ich bin froh drum.

Was würde ich tun, wenn man auch hierzulande so einfach Schusswaffen haben dürfte? Ich würde mir welche kaufen, schon alleine als Konterpart und weil ich nicht sicher sein kann, ob und wann ein hiesiger braindead Abfuck mir den Krieg erklärt.

Ich bin froh, dass in Deutschland die Waffenbeschaffung so schwer ist und ich wünsche mir das dies auch so bleibt. /eom