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Rubriken-Archiv für: ge’Linux’d

Zicken-NAS

07 Januar 2017

Das Backup-NAS meldet sich mit einem Problem. Der einmal im Monat laufende SAMRT-Test der alten Platte meckert darüber, dass ein “complete-read-write-fail” aufgetreten ist. Die Oberfläche des Backup-NAS meldet zwar der Platte ginge es gut, doch dem SMART vertraue ich mehr. Die Platte muss raus, denn der baldige Ausfall ist im Bereich des Wahrscheinlichen.  

Auf Amazon entscheide ich mich erneut für eine WD-RED, also eine Platte speziell für NAS konzipiert. Zum Austausch fahre ich das NAS herunter, nehme den Träger aus dem NAS, tausche die Platte aus und schalte das NAS wieder an.

Nach weniger Minuten kann ich die Oberfläche wieder aufrufen und im Speichermanager die neue Platte sehen. Die ist natürlich noch nicht nutzbar, weil neu und noch nicht formatiert. Beim Versuch dieses zu tun, kommt jedoch vom NAS immer wieder der Fehler

“[Single Disk Volume: Drive 1] Formatting failed(Cannot unmount disk)“

Ratlos recherchiere ich und finde heraus, das dies scheinbar eine Eigenart des QNAP-2-Bay-NAS ist. Die erste Platte in einem 2-Bay-NAS ist die Platte auf der auch das System selbst läuft, die kann nicht im laufenden Betrieb neu formatiert werden, man läuft sonst in ein Henne-Ei-Problem.  

Die Platten #1 und #2 einfach zu tauschen löst das Problem auch nicht, weil auf der Platte #2 das System nicht zu finden ist, also wird das NAS Startprobleme haben. In einem 4-Bay NAS mit RAID 5 kann man die neue Platte einfach einstecken, das System kümmert sich um alles weitere. Mein Backup-NAS ist nur ein 2-Bay (Schächte). 

Die Lösung ist eine komplette Neuinitialisierung des NAS:

  • man sollte ein valides Backup der Daten haben, oder sofern die ‚malade‘ Platte noch nicht ausgefallen ist sollte man dieses nun erzeugen, denn am Ende der folgenden Vorgehensweise sind die Daten weg, das lässt sich leider nicht vermeiden
  • in der Systemsteuerung eine Sicherung der Config herunterladen
  • NAS über die Oberfläche sauber herunterfahren
  • beide Platten aus der jeweiligen Schachtverankerung lösen und etwas herausziehen
  • das NAS starten und evtl. mit dem Qfinder im Netzwerk suchen (nur falls der DHCP eine andere IP vergibt)
  • die Oberfläche begrüßt mich mit dem Assistenten zur Neuinitialisierung des NAS
  • dem Assistenten folgen, bis die Aufforderung kommt die erste Platte wieder einzustecken
  • dann die Einrichtung von Netzwerk, Zeitzone, NTP, bis es zur Einrichtung der Festplatten geht
  • für meine Zwecke reicht ein JBOD, ich stecke die 2.Platte wieder ein und kann nun das JBOD auswählen
  • die beiden Platten werden anschliessend neu formatiert und in das neue JBOD eingebunden
  • nach 15 Minuten ist das BackupNAS wieder online und hat das JBOD online
  • nun noch die zuvor gezogenen Sicherung der Config wieder zurückspielen und im Freigabemanager ggf. die Freigaben überprüfen und ggf. neu erstellen

Die Oberfläche des Systems suggeriert einem, das man die Platte quasi im laufenden Betrieb austauschen kann. Man kann nicht, deshalb dieser Blog-Eintrag.

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Bastelstunde – Backup für ein Medien-NAS

30 Oktober 2016

Meine Medien (Filme, Musik etc.) liegen auf einem QNAP NAS (TS-419 P II – 4 Bay, 2.73TB im RAID 1, was eine Nettokapazität von 8,06TB ergibt). Die Macs, iPads und Linux hier im Haus verbinden sich bei Bedarf via WLan/LAN auf SMB-Freigaben und holen sich was sie brauchen, Windows darf das nicht, weil es nur noch ein Rechner für Steam ist. Backups machte ich bis dato via manueller SyncJobs auf externe Platten, die ich danach verräumte.

Das funktioniert, dann wird man zu faul, vergisst es, macht es trotz Vorsatz doch wieder nicht und plötzlich hat man ein 4 Monate altes Backup. Das geht so nicht, denn in dem medien-NAS steckt eine Unmenge Geld und Arbeit. Das muss geändert werden. Backups gehören weitestgehend automatisiert und ausgelagert.

1. Backup der Muisc-Libary
Alle Musikdaten (iTunes) liegen auf meinem MacBook und werden via CronJob und rsync regelmäßig im WLan aufs NAS gespiegelt. Die TimeCapsule eignet sich hierzu leider nicht, die ist zu klein. Eine neue 3TB zu kaufen wäre eine Möglichkeit, aber was mache ich dann mit den Videos? QNAP bringt diverse Backup- und Synctools gleich mit, man muss Sie nur zweckmäßig einsetzen.

Das Medien-NAS kopiert somit die komplette bereits gespiegelt iTunes-Library vom MacBook mitsamt Nebendaten einmal die Woche des Nächtens auf einen separaten Dropbox-Account. Als Privatmensch kann man dort 1TB mieten, das kostet nur 99€ im Jahr. Man kann auch mehr kaufen, jedoch nur als Pro-Account mit einer Mindestabnahme von 5 Lizenzen. Jeder dieser Lizenzen kostet 10€ im Monat, also 50€, oder 600€ im Jahr. Die 5 Stück muss man nehmen, ob man sie braucht oder nicht. Google kommt mit 10TB, jedoch für 99€ im Monat, das sind 1.188€ im Jahr. *gulp Es gibt noch andere Anbieter auf dem Markt, meist im europäischen Ausland. Dort kann man als Privatmensch einen Account von 10TB oder mehr Cloudspeicher für 10-20€ im Monat anmieten, doch im Kleingeduckten steht dann, dass die Accounts nur mit 10mBit Anbindung versehen sind, oder sonstige Nutzungseinschränkungen besitzen. Bei 10mBit läge die maximale Datenrate bei ~1,1MB/s, realistisch sind 800kb/s. Alleine die Videos auf dem NAS würden auf diese Weise über 30 Tage brauchen bis das initiale Backup fertig wäre. Für diese Zeit wäre mein Internetanschluss aber maximal ausgelastet. Das ist inakzeptabel und auch nicht funktional. Amazon und sein CloudLösung zog ich auch in Betracht, habe aber die Berechnung der möglichen Kosten nicht auf die Reihe bekommen. Da bin ich zu blöd für und habe es dann gelassen. 

2. Backup der Videothek – was ich letztlich gemacht habe
Über eBay erwarb ich ein kleines QNAP NAS (TS-219 P II – 2bay) ohne Platten, eine 3TB und 2TB lagen noch im Schrank. QNAP erlaubt gottlob verschiedene RAID-Modi, darunter auch JOBD. Damit werden die Platten im NAS zu einem logischen Verbund zusammengefasst und die Kapazitäten nahezu aufsummiert. Da es ‘nur’ ein Backup sein soll, benötige ich keine Redundanz. Somit hätte ich ca.5TB an Backup-Kapazität, reichlich für meine Zwecke.

Da ich kein LAN-Kabel durch Haus ziehen kann und nicht will, WLan zu weit weg ist, bleibt nur noch Power-LAN als alternatives Tool der Wahl. Power-LAN leitet mittels spezieller Adapter den Netzwerktraffic durch das hausinterne Stromnetz. Ich habe keine Erfahrung damit, also erstmal musste ich mich kundig lesen. Das deutsche Unternehmen Devolo ist wohl der bekannteste Anbieter dieser Adapter, andere Hersteller aus dem chinesischen Raum siegen im Preisvergleich, stürzen aber in Punkte Qualität und Zuverlässigkeit gnadenlos ab. Gekauft habe ich dann Devolo 550 Lan StarterKit. Etwas Sorge hatte ich nach der Lektüre wegen der doch stellenweise sehr alten Elektroinstallation im Haus, doch wenn ich Steckdosen mit den neuen Kabeln nutze, sollte es gehen. So habe ich mich die ganze Woche schon drauf gefreut meinen Plan endlich live zu testen. 

Nachdem alles aufgebaut und konfiguriert ist (ist mit etwas Wissen um QNAP und Netzwerk nicht wirklich schwer) habe ich als erstes den Datendurchsatz und die Stabilität am Power-LAN getestet.

Datendurchsatz mit Devolo-Powerlan im Altbau:
innerhalb der Wohnung (nur Altverkabelung): 12-18MB/s leider nicht sonderlich stabil
innerhalb der Wohnung (nur Neuverkabelung): ~25MB/s sehr stabil
NAS im Keller (Neukabel – aus dem DG und 2 Etagen dazwischen) ~13MB/s sehr stabil – check, das reicht mir.

Für das initiale Backup stelle ich das NAS wieder in die Wohnung und später kommt es in den Keller, ein Fliegennetz drüber damit keine Tierchen hinein krabbeln können, eine kleine USV um Spannungsschwankungen auszugleichen und fertig.

Leider ist eine der Platten aus meinem Schrank doch defekt, die muss ich noch tauschen. In einem Jahr wird der vorab bezahlte Dropbox-Account aufgelöst und alles wird runter in den Keller gesichert. Ich habe mir quasi mein eigenen kleines Backup-Rechenzentrum gebaut. :joydance: 

Kosten:
NAS TS-219 P II: ebay-kleinanzeigen 110€
Devolo Power-Lan: Amazon 80€
WD 3TB Neu-Platte: Amazon 110€
USV: Amazon 80€
Zeitaufwand: 2-4 Stunden

Die QNAP NAS sind bei der Netzwerkkonfiguration manchmal ziemlich zickig, da darf man nicht die Geduld verlieren. Wer Fragen hat oder Hilfe beim eigenen Aufbau einer zweckmäßigen NAS-Backuplösung braucht, darf sich gerne in den Kommentaren melden.

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Dinge, die man auf der Konsole nicht sehen will

13 März 2015

Drunken top

‘top’ ist ein Konsolenbefehl, um sich einen Kurzüberblick darüber zu verschaffen, wie es einem LinuxServer derzeit so ergeht. Der relevante Teil in diesem Fall ist “load average”, als der Wert der die durchschnittliche Auslastung des Prozessors (CPU) ausgibt. Üblicherweise dümpelt der je nach Server im 0,xx Bereich und springt bei Tätigkeiten kurz nach oben und senkt sich dann wieder. Die 3 werte geben die CPU-Auslastung jetzt, vor 1 Minute und vor 5 Minute wieder. Der Wert 1,0 entspricht dabei 100%, also Vollauslastung. Das ist insofern nicht schlimmes, wenn der wert sich wieder senkt und das nicht dauernd passiert. Wenn eine CPU 100% fährt, reagiert der Rechner sehr viel langsamer und kommt mit seinen Aufgaben nicht hinterher. Eine Auswirkung wäre z.B. das WebSeiten sich nicht oder nur sehr stark verzögert laden würden, oder Druckaufträge nicht abgearbeitet werden, usw. In diesem Fall wäre also meine CPU zu >2.000% ausgelastet gewesen. 8-O Nachdem das Adrenalin dann verfolgen war, konnte ich eine Fehlanzeige diagnostizieren. ‘top’ was drunk and misses to go home. :mrgreen:

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das Alte ist weg

16 Januar 2015

Dann wurde es doch ein Ubuntu 14.10, auf einem AMD Vishera FX-4300, die neue nVidia GT740 rennt lautlos (weil passiv gekühlt), die SSD war auch eine gute Entscheidung, Linux und Steam flutschen nur so.

Counter-Strike:GO und Portal 1-2 fühlen sich auf der teilerneuten Maschine schon sehr griffig an. Ab jetzt gilt Training. :pipe:

Jetzt wo das alte defekte Board raus ist, duftet der PC auch nicht mehr nach Ozon. :roll:

das alte Asus Board

Der Umbau war nach 20 Minuten erledigt, Ubuntu war nach 15 Minuten fertig und vollständig betriebsbereit. So muss das sein.

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Computer-rumdenken

12 Januar 2015

Windows als Spielplattform ist für mich schlicht passé, die PS3 wird über kurz oder lang auch sterben, eine PS4 kommt mir nicht ins Haus (zu teuer und zu Sony), ebenso wenig wie eine Xbox (zu Microsoft). Was bleibt also?

Spielen auf dem Mac geht ja dank Steam und APP-Store, doch ist mein MacBook eher ein Schreib- undLese-/Arbeitsgerät. Ein neuer iMac wäre eine gute Alternative, oder ein kleiner Barebone… doch halt, auf dem Speicher steht ja noch der alte Gaming-PC. Ohne Graka und Festplatten, nur mit dem Rest (CPU, RAM, DVD und Brenner, schallgedämmtes Gehäuse,…) noch ausgestattet. Eigentlich wollte ich ja nicht mehr in PCs investieren, aber solange kein Geld an Microsoft geht, darf ich mich lügen schimpfen. :oops: Wenn das läuft, kann die Asus eeeBox, auf der ein Linux für den sonstigen Alltag werkelt dann auch endlich mal in Rente gehen. Das kleine Gerät hat seine liebe Mühe und ist quälend langsam. 

Eine kleine SSD (Intel 120GB) und eine nvidia GT740 kommen auf knapp 180€ und werden hoffentlich reichen. Die CPU ist noch eine AMD 64 4200+ aus dem Jahr 2007. Um die mache ich mir schon etwas Sorgen ob die ein aktuelles Linux noch packt. Zur Installation wird ein Ubuntu oder ein Debian kommen, darauf kommt Steam als Spielplattform hinterher. Ich bin sehr gespannt wie das wird. :pipe:

Und ich habe wieder mal was zu basteln. :joydance:

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