Reisetag

Entspannung geht anders. Der Zubringer hat 15 Minuten aufzuholen, so muss ich im Frankfurt binnen 2 Minuten von Gleis 22 auf 7. Wenn da nicht die ganzen Pendler wären, die mufflig vor sich hin schlendern. Kurzerhand überspringe ich ein Gleis in hetze auf die 7. Der ICE scharrt schon mit den Hufen, der Bahnsteig ist leer. Wehe Du fährst ohne mich! Die Schaffner steht schon in der Tür, sieht mich springen und macht Handzeichen, sie wartet. Fein, aber ich bin im falschen Wagen. Egal. Während der ersten holprigen Meter arbeite ich mich durch die Gänge. Um in meinen Wagen zu kommen habe ich noch 7 vor mir. Eine Nummer vor meinem ist der Zutabschnitt zu Ende, ich muss zum nächsten Halt warten, dann nach vorne huschen. Dort angekommen macht mich die Wagennummer stutzig, denn nach den Regeln kommt nach 28 entweder 27 oder 29 und nicht 39. Ein Schaffner bietet sich an. Er nimmt meinen Fahrschein prüft und meint ich wäre fast richtIg, nur einen Wagen zurück. Ich schaue mich um, das war 1.Klasse wie der hier. Er nickt, zeigt mir meinen Fahrschein und bittet mich Platz zu nehmen. Ich lerne zukünftig gefälligst besser und mit Brille(!) auf den Fahrschein zu schauen. *arg*

Doch nicht Holland

Weil Wetter sind wir doch gen Süden gefahren und am Bodensee gelandet. Genauer in Wasserburg, in ein zufällig gefundenen Hotel names „“zum lieben Augustin“. Das ist ein zauberhaftes, verwinkeltes Hotel-Restaurant-Biergarten Ding, direkt am See gelegen. Mit dem Chef möchte man gleich Bruderschaft trinken, weil nett und sehr herzlich. Im Sonnenuntergangsbiergarten bei Gegrilltem zu setzen, lecker Bier und Wein zu trinken … das hat was. Er hat uns eine Suite für einen tollen Preis gegeben, weil wir mit mit einem Mainzern Kennzeichen kommen und er ein Jahr dort wäre, ganz in der Nähe wo auch ich aufgewachsen bin. Die Welt ist ein Dorf. Jetzt vergreifen wir uns noch an der MiniBar und lassen den Tag ausklingen.

Abrechnung des Tages

80 pro Person sind zuviel, 160 für beide wäre ok gewesen.

Sagte die Gattin, nachdem wir einen eher ungastlichen Hotelier getroffen haben, der uns beim Zimmerpreis übervorteilen wollte. Nur bei den Werten kam sie etwas durcheinander. 😛

Verpasst

Angesichts just verstärkt aufgetretenen Erscheinungen muss ich hier mal in der Runde fragen: Ist es etwa wieder modern und hipp sich im bonbonfarbenen Lacoste und hochgestellten Kragen zu zeigen? Und wenn ja, sorgt eine augenscheinlich künstlich erworbene Sonnenbräune für Zusatzpunkte auf der ulta-geheimen Machogewinnerliste aller Porschefahrer in der Republik?